Mein erster öffentlicher Solo-Auftritt, war eigentlich kein „richtiger“ Auftritt. Er war unangekündigt, spontan und relativ kurz. Auf dem Kulturfestival KONTAKT in Bamberg gab es am zweiten Festivaltag eine offene Bühne. Jeder, der wollte, hatte sieben Minuten lang die Gelegenheit, sich die Bühne unter den Nagel zu reißen. Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Nun stellte sich die Frage, was ich auf der Bühne präsentieren wollte. Ich steh nicht sonderlich auf Gedichtvorträge und wollte deswegen nicht die ganze Zeit mit Gedichten verschwenden. Allerdings war kein Song von mir präsentierbereit – das heißt, ich hatte keine anständige Playbackversion von einem halbwegs aktuellen Song.
Ich entschied mich dafür, mir einen meiner aktuellen Electrotracks zu schnappen und einen Text dafür zu schreiben. Einen Tag zuvor hatte ich einen Track mit dem Arbeitstitel „Svoboda“ komponiert. Ich hatte diesen Titel gewählt, weil mich der Track zum Teil an die Musik des Film- und TV-Komponisten Karel Svoboda erinnerte, der u.a. den Soundtrack zu „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ geschrieben hat. Nachdem ich den Text fertiggestellt hatte, bekam der Song dann den Titel „Surreal“.
Mit einem Gedicht wollte ich die Sache etwas abrunden. Ich wählte das Gedicht „Steine“ aus, das ebenfalls erst ein paar Tage alt war.
Das Publikum war etwas größer, als ich erwartet hatte. Ich schätze, dass zwischen 100 und 150 Personen anwesend waren.
Bevor ich auftrat, entschied ich mich bezüglich meiner Gedichtwahl noch einmal um. Ich würde das Gedicht „Pro“ vor meinem Song vortragen und danach als Abschluss das kürzere „Steine“.
Das Publikum war in etwa so, wie man es von sitzendem Publikum nach Mitternacht erwartet. Ich orientiere mich, wenn ich auf der Bühne stehe, immer an den Leuten, die besonders freundlich schauen.
Ich musste meine Texte ablesen und trug dazu meine Lesebrille. Das war ein bisschen seltsam, weil ich über die Brille schielte, um das Publikum zu sehen.
Nach meinem Auftritt lies ich noch einen Stapel Gedichte durch das Publikum gehen. Natürlich mit meiner Homepageadresse drauf. Leider reichten die Zettel nicht für das ganze Publikum.
Die Leute, die sonst aufgetreten sind, haben zwar teilweise eine Homepageadresse nach ihrem Auftritt genannt, allerdings konnte ich mir keine davon merken und teilweise konnte ich sie nicht mal verstehen.
Für den Fall, dass ihr mal auf der Bühne steht: Sagt sowas wie euren Namen und eure Homepageadresse lieber zweimal. Druckt euch T-Shirts damit oder haltet ein Schild hoch. Macht ein kleines Namensrätsel etc. Gebt den Leuten wenigstens die Chance, sich euren Namen zu merken.
Falls es in der Gegend mal wieder eine derartige Chance gibt, werde ich mich auf jeden Fall wieder beteiligen.
Was ich mit dem Song „Surreal“ mache, ist noch nicht sicher. Er wird jedenfalls in die Auswahl für ein Electro-Album kommen, das ich plane (damit meine ich nicht das Shattentak-Projekt). Allerdings würde er wohl ohne Text + Gesang veröffentlicht werden.
Auszug aus dem Songtext von „Surreal“:
man sagt, deine Welt, sie ist,
eine, die schnell vergisst
wenn du erst bei uns bist
wirst du nicht mehr vermisst
hier stellst du fest du bist
der, der ganz anders ist
und es wird surreal
denn hier bist du unnormal
und es wird surreal
du wirkst ganz blass und fahl
du lebst noch, wie surreal
die Dosis ist mehr als letal
Veröffentlicht am 17.Mai 2009
Hi meine Anna,
man bin ich stolz auf dich. Ich freue mich so doll für dich. Klar ist es immer schwer für einen der auf der Bühne steht. Den Zuschauer interessiert weniger wie dir es in diesem Moment geht, er will nur eine Show sehen. Aber wie ich höre lief ja alles gut. Und du konntest selbst noch ein wenig Werbung für deine Seite machen. Bleib bitte an deinen Projekten dran und gib niemals auf, auch wenn du manchmal kein Licht siehst. Dein Potential ist großartig und ich glaube an dich!!!
Liebe Grüße
Tobi
@Tobi: *g* Vielen Dank für deine wie immer sehr positiven Worte! Hast du dir schon mal überlegt, Motivationsredner zu werden?
@Anna: Ich kann nichts dagegen tun
es liegt nun mal in meiner Natur.
@Tobi: Und das ist gut so!
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