30 Tage kein Fast Food

Veröffentlicht am 1.Dezember 2008

Nachdem der NaNoWriMo erfolgreich überstanden, und ich erfolgreich einen Roman von 50055 Wörtern in 30 Tagen geschrieben habe, ist es Zeit für eine neue Herausforderung.

Ich habe mich dazu entschlossen, mal wieder was in Richtung Ernährung auszuprobieren. Während Steve Pavlina sich Kaffee in den Darm pumpen lässt, hab ich etwas weniger drastischeres gewählt, um meiner Gesundheit gut zu tun. Mein Ziel für diesen Monat lautet: 30 Tage kein Fast Food.

Als Fast Food wird für mich alles zählen, was es fertig zum mitnehmen und reinbeißen gibt (und was damit die Grundbedeutung von „Fast Food“ trifft). Also auch Subs, Sandwiches, Sachen vom Chinesen oder Bäckereiprodukte (ausgenommen Brot, Baguette und ähnliches).

Ich habe die Ehre etwa einen halben Kilometer entfernt von Burger King und McDonalds zu wohnen. In letzter Zeit ist es immer öfter vorgekommen, dass ich Fast Food als Schnelllösung fürs Essen verwendet habe. Das ist nicht nur unsäglich ungesund und energieraubend, sondern geht auch aufs Geld.

In den nächsten 30 Tagen möchte ich mir angewöhnen, mich um mein Essen komplett selbst zu kümmern: Das heißt, ich werde immer ausreichend Nahrungsmittel einkaufen, um nachts nicht hungrig zu McDonalds rennen zu müssen und ich werde dafür sorgen, dass ich immer etwas zu essen dabei habe, wenn ich unterwegs bin, so dass ich nicht gezwungen bin, mir unterwegs etwas zu kaufen.

Dadurch, dass ich diesen Plan 30 Tage lang konsequent durchziehe, hoffe ich, aus dem angelernten Verhalten eine neue Gewohnheit zu machen.

30-Tage-Trial

Da ich noch nicht dazu gekommen bin, das Prinzip „30-Tage-Trial“ in diesem Blog anzusprechen, werde ich es hier kurz tun. Der Begriff kommt aus dem Bereich Software: 30-Tage-Trials sind Versionen eines Softwareprogramms, die zwar kostenlos, aber nur 30 Tage benutzbar sind. Der User kann so das Programm kennen lernen und sich nach den 30 Tagen entscheiden, ob er es kaufen möchte.

Die Strategie dahinter ist folgende: Hat ein User ein Programm 30 Tage lang genutzt, hat er sich meistens schon so an das Programm gewöhnt, dass er es nicht mehr missen möchte und kauft es sich deswegen.

Steve Pavlina, einer der bekanntesten Personal Development Blogger (wenn nicht der bekannteste!?), wendet dieses Prinzip seit Jahren erfolgreiche auf Bereich seiner persönlichen Entwicklung an. Er ist ein Kapitel für sich und ich möchte ihn gerne ein anderes Mal vorstellen. Die 30-Tage-Trial funktionieren in der persönlichen Entwicklung ähnlich wie bei Software: Wer 30 Tage lang eine Tätigkeit verfolgt, hat meistens keine Schwierigkeiten damit, das ganze auch weiter zu machen, weil man schon daran gewöhnt ist.

Warum gerade kein Fast Food?

Nach dem NaNoWriMo will ich auf jeden Fall eine weitere 30-Tage-Trial angehen (strenggenommen ist der NaNoWriMo keine Trial, da er nach den 30 Tagen abschließt; es ist aber vergleichbar). Warum sollte ich einen Monat potenzielles Wachstum auslassen?

Da der NaNoWriMo vor allem sehr zeit intensiv war, wollte ich diesmal eine Trial, die weniger Zeit beansprucht. 30 Tage kein Fast Food heißt zwar, dass ich mehr selbst zubereiten muss, aber mit NaNoWriMo-Schreibzeiten (ca. 2h –2,5h täglich) ist das nicht vergleichbar.

Außerdem habe ich mir für eine Trial mit dem Thema Essen entschieden, weil es da bei mir noch eine Menge zu optimieren gibt. Im Moment bin ich Vegetarierin (leider mit gelegentlichen Rückfällen), ansonsten kann ich kaum allgemeine Aussagen über mein Essverhalten machen, außer vielleicht, dass es sehr reichhaltig an Nudeln und Käse ist. Daneben habe ich wieder angefangen Koffein zu trinken und zwar in nicht geringen Mengen. Da ich mir nicht sicher bin, wo bei mir im Moment die Schmerzgrenze der Veränderung im Bereich Essen liegt, möchte ich das mit dieser Trial einmal austesten.

Indem ich wieder mehr darüber nachdenke, was ich esse und einkaufe, wird mir das Thema Essen auch bewusster werden. Das erleichtert eventuell spätere Veränderungen. Noch kann ich das allerdings alles noch nicht voraussagen und ich bin einfach gespannt, auf die Herausforderung.

Wie ich es während des NaNoWriMo auch gemacht habe, werde ich auch wieder regelmäßig über meine Erfahrungen berichten, wenn auch nicht ganz so häufig. ;)

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3 Responses to 30 Tage kein Fast Food

  1. Ika (Dornen) says:

    Hallo Alice,
    das 30 Tage- Trial begeistert mich.
    Erst einmal wünsche ich Dir viel Erfolg dabei.
    Und dann hast Du erreicht, dass ich mir überlege, wo ich ansetzen könnte.
    Ich will zur Zeit erst einmal mehr die Stille genießen. Das hieße 30 Tage bewußter mit der Zeit umgehen. ;-)
    Eine gute Herausforderung.
    Danke für diese Anregung.
    Herzliche Grüße
    Ika

  2. ALICE says:

    Danke Ika!
    Wow, hab ich das wirklich geschafft? Das freut mich. :)
    Stille ist eine gute Idee. Gerade für die Weihnachtszeit, die ja eigentlich besinnlich sein sollte.
    Ich würde dir raten, bei so einer unkonkreten Zielsetzung irgendeinen Maßstab zu benutzen. Zum Beispiel könntest du dir für jeden Tag eine Zahl von 1-10 geben, je nachdem wie gut du es geschafft hast, dein Stille-Ziel umzusetzen. So hast du eine Orientierung und kannst verfolgen, wie nahe du deinem Ziel kommst (manchmal sind Veränderungen so subtil, dass es schwer ist, sie zu bemerken, wenn man nicht bewusst darauf achtet).
    Was mir geholfen hat, meine Ansicht über Zeit zu erneuern, war das Buch “The Power Of Now” von Eckhardt Tolle (gibt’s auch in deutsch, aber ich bin mir beim Titel nicht sicher…). In dem Buch geht es darum, wie man es schafft im Moment zu leben und dadurch inneren Frieden zu erreichen. Nur so als Tipp ;)
    Ich bin auf jeden Fall gespannt, was du daraus machst!

  3. Ika (Dornen) says:

    Hallo Alice,
    danke für den Tipp.
    Habe mir die Bücher von E. Tolle bei Amazon mal angeschaut.
    Ich glaube, die sind nicht ganz auf meiner Wellenlänge. ;-)
    Liebe Grüße
    Ika

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