1 Jahr SHATTENTAK

Am 6.August hatte mein Projekt SHATTENTAK sein einjähriges Jubiläum: An diesem Tag vor einem Jahr fand das Release-Konzert des Albums spurlos statt.

Einen kleinen Überblick über die Geschehnisse in diesen ersten zwölf Monaten, möchte ich euch in diesem Artikel liefern.

Konzerte

Statistik

Insgesamt 7 Konzerte gab es im ersten Jahr. Davon 5 in den zweiten sechs Monaten. Alle (außer eines in Schalkau) fanden in Bamberg statt. Insgesamt habe ich in 5 verschiedenen Locations gespielt.

Vorbands

Besonders Spaß gemacht hat es, andere Musiker und Bands kennenzulernen und mit ihnen eine Bühne teilen zu dürfen. So habe ich für drei meiner Gigs verschiedene Vorbands organisiert: Ocean Spout (Progressive Rock) aus Erlangen, General Sherman (Alternative Rock; unplugged) aus Regensburg sowie Still’n’Sane (Punkrock, Grunge) aus der Region.

Auch ich hatte die Ehre, einmal Vorband zu sein, nämlich für Starpost (Indie-Rock) aus Nürnberg.

Publikum

Jedes Publikum ist anders. Und das ist auch gut so! Trotzdem gibt es manche Publikumsmischungen, die mehr Spaß machen als andere. Der Preis für das beste Publikum in diesem Jahr geht an das Publikum im Jugendzentrum Immerhin! Zwar war die Anzahl der Leute beschaulich, aber die Stimmung absolut top. Gegen Ende stand der Großteil des Publikums tanzend vor der Bühne. Sogar zum langsamen, depressiven Song „Unvergeblich“ wurde noch getanzt. Zur Zugabe (Point Of No Return natürlich) holte ich die Tänzer dann auf die Bühne, um die Show in einem gemeinsamen Höhepunkt zu beenden. Das hat auf jeden Fall gerockt!

Pannen

Texthänger, und –verwechslungen sind für Sänger natürlich Klassiker wenn auch nicht besonders spektakulär, wenn das Publikum den Text selbst nicht kennt. Technische Probleme gehören auch irgendwo dazu. Einmal hatte ich allerdings das Problem, dass die Musik für mich so leise war, dass ich kaum noch den Beat mitbekam, weswegen ich immer wieder aus dem Takt kam. Auf einen nicht-hörbaren Beat zu tanzen war natürlich auch nicht möglich, weswegen ich mich auf der Bühne immer unwohler fühlte. Ich gehöre nicht zu den Sängern, denen es genügt, irgendwo herumzustehen – ich muss einfach abgehen!
Eine weitere Panne? Bei einem Gig hab ich mich auf der Bühne beim Techniker bedankt, allerdings mit einem völlig falschen Namen. Mann, der sah kurz echt verwirrt aus. Entschuldigung dafür!

Weitere Begebenheiten

Bei einem Gig hatte ich plötzlich große Probleme mit dem Song Point Of No Return – und tja, eine Zugabe kann halt nicht rocken, wenn man den Text nicht kann. Da sah ich, dass der Sänger der Supportband Ocean Spout den Text mitsang, den ich selbst nicht singen konnte. Also zog ich ihn auf die Bühne und wir fingen noch mal von vorne an und sangen das Lied schließlich gemeinsam. Das ganze wurde eine sehr coole Show, vor allem dann, als der Sänger mit seinen langen Haaren zu moschen begann.

Medien

Natürlich kann man als Newcomer im Underground nicht erwarten, sämtliche Medien auf sich zu ziehen. Ein paar denkwürdige Medienbegegnungen hatte ich allerdings schon. Allen voran mein Interview mit Radio Feel The Musik. Nicht nur wurde während des Interviews das komplette Album gespielt, ich durfte mir auch meine Lieblingssongs wünschen. Schön (und besonders effizient) ist es natürlich auch, in den Medien erwähnt zu werden, ohne dafür etwas tun zu müssen, wie in diesem Ocean Spout Interview.

Band

Im Jahr 1 waren meine Auftritte reine Solo-Auftritte, im Frühjahr dann, begannen sich endlich ein paar mehr Musiker um SHATTENTAK zu sammeln. Nach der zweiten offiziellen Bandprobe hatten wir übrigens schon den ersten Bandunfall: Unser Bassist riss sich den Arm auf, als beim Einladen der Bassbox die Heckscheibe zersprang.

SHATTENTAK Awards

Zeit für die Ehrungen! Oben habe ich ja bereits geschrieben, wer für mich das beste Publikum war – warum also nicht gleich noch ein paar mehr Leute ehren? Meine Damen und Herren… die SHATTENTAK Awards!

Und in diesem ersten Jahr gehen sie an:

Bestes Publikum: 25.3. 2010, Jugendzentrum Immerhin
Bester Fan: Gold: MaX, Silber: Christoph H., Bronze: Adam S.
Beste Technik: Jugendclub Schalkau
Beste Location: Sound’n’Arts, Bamberg
Bester Support Act: Ocean Spout
Bester Rezensionist: Daniel von http://fiddler.over-blog.de/
Bester Interviewer: Sascha (ehemals bei Radio Feel The Musik)
Bester Online-Support: Wayne von wayne.interessierts.eu

Da es eine Menge Leute gibt, die ihren Namen nicht so gerne im Internet verbreiten, belass ich es erstmal bei den Vornamen der Gewinner; wenn ich von Einzelnen ein OK bekomme, auch den Nachnamen zu veröffentlichen, werde ich das natürlich tun.

Leider gibt’s keinen echten materiellen Preis dazu – im Moment bleibt es nur bei der Ehrung. Aber vielleicht fällt mir oder euch ja noch etwas ein.

Fazit

Ein interessantes erstes Jahr mit vielen neuen Erfahrungen! SHATTENTAK war in diesem Jahr auf jeden Fall eine meiner Haupt-Spaß-Quellen und hat mir neben den Erfahrungen viele tolle und nachhaltige Kontakte beschert. Man könnte ohne Zweifel sagen, SHATTENTAK hat mein Leben um viele Aspekte bereichert – und ich hoffe sehr, dass ein paar von euch ebenfalls ein bisschen reicher geworden sind.

Veröffentlicht am 30.August 2010

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Fitness + Gesundheit: Online-Ressourcen

Von Zuhause arbeiten ist schon eine feine Sache. Nicht zu verkennen, sind allerdings auch die Risiken, die Heimarbeit mit sich bringen kann. Zum Beispiel das Risiko, andere Lebensbereiche neben der Arbeit zu vernachlässigen: Allen voran die eigene Gesundheit.

Auch den Machern des Subvert Magazines ist erst eingefallen, dass ihr Körper fundamental wichtig ist, als er schon nicht mehr einwandfrei funktionierte. Das Subvert Magazine war bis vor einem halben Jahr ein Magazin, das aus Interviews mit Personen der kreativen Elite bestand. Nun hat sich der Focus von Kreativität auf Gesundheit und Fitness verschoben.

In ihren eigenen Worten:
„Darum gibt es die neue Website: Wir haben zwei Jahre damit verbracht, unser Traumbusiness aufzubauen. Es ging gut, bedeutete aber viel mehr Zeit auf unseren Ärschen vor dem Computer, während wir von zu Hause arbeiteten. Wir wurden faul, wir wurden fett und wir wurden müde. Irgendwann hatten wir die Nase voll, faul, fett und müde zu sein.
Wir merkten, dass es nicht das Problem war, eine neue Gesundheitsgewohnheit zu beginnen. Das Problem war, damit weiterzumachen. Also brachten wir das, was wir übers Interviewen und das Stellen ungewöhnlicher Fragen gelernt hatten mit zu den unglaublichsten Menschen der Fitnesswelt. Dashama, einer der Leute, die wir interviewt haben, sagte „Gesundheit ist Wohlstand“. Wir sind absolut seiner Meinung. Geld hat keinen Wert, wenn du nicht die Energie und Motivation hast, nach draußen zu gehen und es zu genießen.“

Absolut!

Und wenn man sich dann dazu entschieden hat, seinem Körper doch mehr Aufmerksamkeit zu widmen, braucht man einen Plan: Welche Veränderungen kann man in seinen Alltag einführen, um gesünder und fitter zu leben?

Glücklicherweise hat das Internet mal wieder viele Antworten. Und da ich mich ja bereits damit befasst habe, möchte ich euch hier ein paar der Ressourcen empfehlen, die mir in den letzten Jahren und Monaten persönlich geholfen und inspiriert haben (im Moment leider nur Englischsprachiges):

Training

One Hundred Push Ups

Der Name des Programms „One Hundred Push Ups“ (100 Liegestützen) verrät bereits, worum es dabei geht. Auf dieser Seite finden sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene einen Trainingsplan, der ihnen dabei hilft, in einem Zeitraum von sechs Wochen 100 aufeinanderfolgende Liegestützen zu schaffen.

Ein ähnliches Programm gibt es mit jeweils 200 Sit-Ups und Kniebeugen. Praktisch an Liegestützen, Sit-Ups und Kniebeugen ist vor allem, dass man dazu keine Ausrüstung braucht. Man kann also sofort loslegen. Außerdem kann alle diese Übungen drinnen machen – das heißt: keine Ausreden mehr bei schlechtem Wetter.

Ernährung

Steve Pavlina

Was Ernährung betrifft, gibt es einfach zu viele Meinungen, um sich an irgendetwas halten zu können. Deswegen am besten selbst ausprobieren! Eine Quelle, die mich dazu inspiriert hat, meine Ernährung zu überdenken und etwas Neues zu versuchen ist der Blog von Steve Pavlina. Nachdem ich etwa einen Monat damit verbracht hatte, seine Artikel aufzusaugen, entschloss ich mich dazu, mich dreißig Tage lang vegetarisch zu ernähren. Nachdem ich danach versuchsweise erstmal wieder zu fleischhaltiger Ernährung zurückgekehrt bin und danach einige Zeit hin und herpendelte, entschied ich mich letztlich doch für den Vegetarismus.
Aber Vegetarismus ist weder das Ende vom Lied, noch der einzige Weg. Im Artikel „Why Vegan“ erklärt Steve seinen Weg zur veganen Ernährung. Ebenfalls inspirierend sind seine Erfahrungsberichte über sein Raw Food Experiment und seine Juice Feasting Trial.

Sonstiges

Subvert Magazine

Hier möchte ich nochmal auf das Subvert Magazine hinweisen. Zwar befindet sich die neue Version noch im Aufbau, aber die Inhalte sind bereits abzusehen: Interviews mit den erfolgreichsten Menschen der Fitnesswelt. Und wer wüsste es besser als die?

Wenn ihr selbst gute Online Ressourcen wisst, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren empfehlen.

Veröffentlicht am 22.August 2010

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Review: Jeffrey Pepper Rodgers – Songwriting And The Guitar

Ich habe schon seit einiger Zeit, Zugriff auf eine Akustik- und eine E-Gitarre, hatte mir aber nie wirklich die Mühe gemacht, Akkorde, Tonleitern oder Techniken zu lernen, sondern die Zeit, in der ich spielte, damit verbracht, interessante Tonfolgen zu finden. Vor etwa anderthalb Jahren, während des FAWM 2009, konnte ich, als ich gerade kein Keyboard zur Verfügung hatte, so auch einige Songs schreiben.

Vor etwa einem halben Jahr hab ich nun begonnen, ein paar Songs auf der Akustikgitarre zu lernen und damit natürlich auch Akkorde und Schlagtechniken. So konnte ich eine kurze Cover-Setliste zusammenstellen, mit der ich im März dann sogar einen kleinen Auftritt auf der Straße hatte.

Aber covern ist für mich nur die Spitze des Eisbergs. Schön, wenn man ein paar Songs spielen kann, die man kennt und liebt – besser, aber wenn ich selbst welche erfinden kann.

Die Gitarre ist für Songwriter ein interessante Instrument, weil man hier sehr viel in Akkorden und Harmonien denkt und nicht nur in Melodien, wie man es bei anderen Instrumenten leicht kann. Aber wie geht man beim Songwriting auf der Gitarre am besten vor, wenn man erstmal die meisten wichtigen Akkorde gelernt hat?

Und hier kommt das Buch “Songwriting and the Guitar” von Jeffrey Pepper Rodgers ins Spiel. Denn hier erklären bekannte Songwriter, die ihre Songs auf Gitarre schreiben, ihre Vorgehensweise beim Songwriting, erläutern ihre Ansichten und Erfahrungen und geben ihre persönlichen Tipps weiter.

Unterteilt ist das Buch unter anderem in zwei größere Hauptteile: Im ersten Teil „In Their Own Words“ werden bekannte Songwriter interviewt, der zweite Teil („Workshops“) besteht aus einzelnen Tutorialen zu verschiedenen Themen, die das Songwriting betreffen.

Im ersten Teil kommen folgende Künstler zur Sprache: James Taylor, Richard Thompson, Paul Simon, Indigo Girls, Jules Shear, Gilian Welch und David Rawlings, David Crosby, Joni Mitchell, David Wilcox. Die Tutorialsektion stammt dagegen von den folgenden Autoren/Songwritern: Elizabeth Papapetrou, Patty Larkin, Don McLean, Steve Seskin, Sam Shaber, Jamie Anderson, Jeffrey Pepper Rodgers, Gary Talley und Stephen Dick.

Die Workshops umfassen Basis-Tutorials wie „Writing Your First Song“ genauso wie fortgeschrittene Themen wie „Understanding Chord Progressions“. Dabei geht es nicht nur um Musik- und Songwritingtheorie, sondern auch um Kreativität und Inspiration. Weiterhin behandeln die Autoren nicht nur die musikalische Seite des Songwriting, sondern auch die textliche Seite.

Auffallend ist, wie viele Künstler alternative Gitarrenstimmungen (vor allem open Tunings) nutzen, um auf neue Ideen zu kommen. Zum Zeitpunkt des Interviews (Buchveröffentlichung war 2000) hatte Joni Mitchell beispielsweise 51 verschiedene Stimmungen für ihre Songs genutzt. Zum Thema alternative Tunings hat fast jeder Künstler etwas zu sagen und im letzten Kapitel des Buchs befindet sich zur Krönung eine Liste von 25 verschiedenen Stimmungen (sowie Songs, die in diesen Stimmungen geschrieben wurden) zum ausprobieren.

Viele der Infos sind nicht nur für Gitarristen, sondern auch für andere Songwriter nützlich: Allen voran das songtheoretische Material des Buchs. Jamie Anderson schlägt beispielsweise vor die besten Teile des Songs nicht zu früh wegzugeben, sondern sich zum Beispiel die höchste Note für den Chorus aufzuheben. Ein weiterer nützlicher Tipp besteht etwa darin, Chorus- und Strophenmelodie in anderen Melodiebereichen zu komponieren, um zu vermeiden, dass sie sich zu sehr ähneln.
Die songtheoretische Sektion ist vor allem für Songwriter nützlich, die bereits Grundkentnisse und Erfahrungen im Songwriting haben. Für alle, die noch nicht soweit sind, empfehle ich mein Songwriting Tutorial sowie den Artikel Songparts und ihre Funktionen, und für einen tieferen Einblick auch das Buch „Six Steps to Songwriting Success“ von Jason Blume.

Besonders anschaulich für Texter ist das Kapitel „Lyric Lessons“ von Sam Shaber, die den textlichen Entstehungsprozess einer ihrer Songs erläutert. Zeile für Zeile kann man hier nachvollziehen, wie der Songverlauf entsteht, warum Ideen wieder verworden wurden oder neue Ideen eingefügt wurden.

Obwohl die Interviews sicherlich auch interessant sind und einige Aha-Momente bei mir bewirken konnten, geben die Workshops etwas mehr her, da sie mehr in die Tiefe gehen.

Zwar sind im Buch auch einige gute Tipps für Anfänger dabei, mehr würde ich es aber Songwritern empfehlen, die bereits etwas Erfahrung gesammelt haben und sich auch theoretisch vielleicht schon etwas auskennen. Genauso sollte man zumindest Grundkenntnisse im Gitarrenbereich mitbringen. Ein großartiges Gitarrengenie braucht man aber auch nicht zu sein, wenn man Songs schreiben möchte. Besondere Fähigkeiten sind zwar immer von Vorteil, aber nicht die Bedingung. Schlimmstenfalls schreibt man auf der Gitarre nur die Akkorde und überlässt das Spielen dann jemandem anderen. Andererseits kann gerade das Schreiben von Songs ein neuer Anreiz sein, seine Gitarrenfähigkeiten zu verbessern. So ist es nämlich bei mir.

Veröffentlicht am 17.August 2010

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