20 Möglichkeiten, um als Musiker Geld zu verdienen

Viele Musiker beschränken sich bei ihrer Karriereplanung und Monetarisierung immernoch auf die traditionellen Wege. Doch die Musikindustrie ist im Wandel. Nicht nur ändert sich das Kaufverhalten der Konsumenten, es gibt auch andere Möglichkeiten als früher, als Musiker Geld zu verdienen. Statt sich auf bestimme Ideen zu fixieren, ist es besser, offen zu sein, was die Monterarisierung angeht. Verschiedene Einkommensströme zu besitzen, hat einfach den Vorteil, dass man nicht von einer Quelle abhängig ist.
Im folgenden habe ich 20 Ideen aufgelistet, wie man als Musiker Geld verdienen kann.

01 Gib Konzerte / Leg als DJ auf
02 Lass deine Musik von einer Plattenfirma vertreiben
03 Arbeite als Studiomusiker
04 Gib Unterricht in deinem Instrument
05 Schalte Werbung auf deiner Bandwebseite
06 Finde Sponsoren
07 Schreibe/Produziere Songs für andere und verdiene mit
08 Verkaufe Beats an Hip-Hop- und Rap-Künstler
09 Verkaufe CDs mit deinen Songs (Samples/Soundeffekten)
10 Verkaufe Merchandise bei deinen Konzerten oder in einem Online-Shop
11 Lade deine Songs bei last.fm hoch (Siehe dazu auch den Artikel über meine last.fm-Erfahrungen)
12 Richte einen Spendenbutton auf deiner Homepage ein
13 Verkaufe deine Musik bei einer Royality-Free-Agentur wie stockmusic.net
14 Lass deine Songs remixen und mach 50/50
15 Melde dich bei der GEMA an und nimm Tantiemen für deine Songs ein (mittlerweile gibt es dazu auch alternative Modelle, die ebenfalls Tantiemen versprechen wie etwa Jamendo PRO)
16 Komponiere Songs für Firmen (etwa für Werbespots, Jingles, als Film- oder Gamemusik)
17 Platziere deine Songs über Agenturen in den Medien
18 Tritt als Straßenmusiker auf
19 Profitiere von deinem Starstatus und verkaufe dich
20 Verlange Gebühren für deinen Fanclub

Veröffentlicht am 11.Mai 2009

Warum unser monetäres System irgendwann kollabieren muss

Veröffentlicht am 16.Januar 2009
Letzte Änderung am 20.Januar 2009

Eine Menge Leute machen sich Sorgen, wegen der “Finanzkrise”. Ich nicht. :)

Aber das hält mich nicht davon ab, mich mit unserem Wirtschaftssystem zu beschäftigen. Vor kurzem habe ich einen interessanten Film gefunden, der erklärt, wie unser monetäres System funktioniert und warum es nicht ewig bestehen kann:

(Video englisch mit deutschen Untertiteln in 5 Teilen)

Zwei Richtigstellungen:

http://webskeptic.wikidot.com/money-as-debt

http://blog.leetsoft.com/2008/3/24/money-as-debt (in den Kommenaren)

Kunst und Kommerz

Veröffentlicht am 2.Januar 2009

Die Diskussion um Kunst und Kommerz ist eine der Diskussionen, die sich immer wieder in leicht abgewandelter Form in meinen Alltag einschleicht. „Musik aus der Retorte“ wird abschätzig über Bands gespottet, die in den Charts stehen. Indiebands zu hören gilt bei einigen Leuten als Beweis, Ahnung von Musik zu haben. Eine Menge Pauschalisierungen stehen im Raum, die man sich gegenseitig an den Kopf werfen kann. Selten habe ich außerdem so eine Diskussion mit so einem harmlosen Thema gesehen, die die Leute einiger Gemüter so aufheizt. Ich möchte zu diesem Thema nun mal meine Perspektive erläutern.

Hobbykünstler

Es gibt eine Menge Leute, die künstlerisch produktiv sind und damit keinen Cent machen. Alle Leute, die im Steinmetzkurs zusammenkommen und an ihren Skulpturen klopfen, oder all die Bands, die sich treffen, um zu jammen und ab und an bei einer Geburtstagsparty eines Freundes zu spielen, Leute, die einen Comic zeichnen und ihn auf ihre werbefreie Internetpräsenz stellen und noch viele mehr. In der Diskussion geht es natürlich nicht darum, diese Leute verpflichten zu wollen, sich bezahlen zu lassen. Die Diskussion wirft die Frage auf, ob man mit Kunst überhaupt Geld verdienen sollte.

Das Anti-Kommerz Argument

Das Hauptargument, das von den Kommerz-Gegnern ausgesprochen wird, ist, dass Kunst nicht mit dem Gedanken schaffen werden darf, damit möglichst viel Profit zu machen. Anstatt wahre Kunst zu erzeugen, begnügen sich Leute, die das Geld zum Ziel haben, damit, möglichst vielen Leuten zu gefallen, um so viel abzukassieren.

Dieses Argument ist nur auf eine Art und Weise schlüssig:
Wenn man etwas in erster Linie tut, um damit Geld zu verdienen, konzentriert man sich darauf, sein Produkt noch profitabler zu machen, anstatt ein wertvolleres Produkt zu erstellen. Man stellt sich also die Frage „Wie kann ich noch mehr Gewinn machen“, statt „Wie kann ich mein Produkt noch besser machen?“, worunter also der Wert des Produkts leidet.

Sobald das Anliegen des Künstlers nicht die Profitmaximierung ist, zieht dieses Argument aber überhaupt nicht mehr. Nur weil ein Künstler mit seiner Kunst Geld verdient, heißt das nicht, dass Geld das Ziel ist, dass er mit Musik verfolgt.

Ein typisches Gegenargument wäre nun:
Wenn jemand mit Kunst seinen Lebensunterhalt verdient, muss er sich auf das Geld konzentrieren. Geld ist also das Ziel seiner Kunst und darunter leidet die Kunst

Wenn du zufällig jemand bist, der so argumentiert, ist das in Ordnung – mit einem kleinen Problem: Es ist totaler Blödsinn! Nur weil dein Hauptaugenmerk bei deiner Beschäftigung vielleicht das Geld ist, muss das ja nicht bei jedem genauso sein.
Wenn ein Künstler an Geld wollte, um seinen Lebensunterhalt abzusichern, wäre er wahrscheinlich irgendwo angestellt und bekäme einen festen Stundenlohn. Das ist nämlich kurzfristig gesehen die leichteste Methode, Geld zu verdienen.
Wer einer Berschäftigung nachgeht, weil sie ihm Geld bringt und nicht, weil er sie liebt, ist (paradoxerweise) ziemlich arm dran.

Kunst nur für sich allein?

Ein Ideal scheint es zu sein, wenn Künstler nur für sich selbst Kunst machen. Da sie niemandem versuchen zu gefallen, ist die Kunst solcher Künstler unverbeult, wahr und authentisch.

Doch was bringt es der Welt, wenn jemand wahre Kunst macht, und niemand sie zu sehen oder hören bekommt oder wenn es niemandem anderen gefällt (wenn es also einen hohen persönlichen Wert aber keinen sozialen Wert hat)?
Natürlich möchte ich niemand verpflichten, Kunst für mich und den Rest der Welt zu machen. Wenn jemand etwas tut, was er liebt, was ihm Spaß macht, womit er sich kreativ ausdrücken kann, ist das toll! Aber es ist deswegen nicht edler.

Im Gegenteil: Indem jemand versucht, mit seiner Musik anderen Personen einen Wert zukommen zu lassen, und damit ihr Leben zu bereichern, kann man erst beginnen, von einem Ideal zu sprechen: Jemand teilt mit der Welt das, was er liebt!

Warum überhaupt Geld verdienen mit Musik?

Natürlich kann man in Zeiten des Internets seine Werke mit der Welt teilen, ohne einen Cent verdienen. Wäre das nicht noch besser? Wenn man aus Liebe zur Welt seine Liebe zur Kunst teilt? Ja, natürlich! Aber das heißt nicht, dass man damit nicht gleichzeitig Geld verdienen kann.
Der umgekehrte Prozess wäre logisch: Gerade weil man eine Tätigkeit liebt, wäre es sinnvoller damit Geld zu verdienen, als mit etwas, was man nicht liebt. Denn wenn ein Künstler Geld mit einer Sache verdient, die er nicht liebt, muss er dazu ja Zeit aufwenden, die viel sinnvoller genutzt würde, wenn er sie in seine Kunst investieren würde. Jemand, der sich auf die Art und Weise beschränkt, nur mit Tätigkeiten Geld zu verdienen, die er nicht liebt, hält sich dadurch auch von der Liebe fern – es sei denn, er verdient überhaupt kein Geld.
Warum sollte man darauf verzichten, Geld für etwas zu nehmen, was man zu tun liebt? Zwei Fliegen mit einer Klappe!

Die Wahrheit

Das alles gilt natürlich nicht nur für künstlerische Tätigkeiten. Auch ein Ingenieur kann seinen Beruf lieben und damit Geld verdienen. Oder eine Lehrerin. Oder ein Straßenkehrer. Oder eine Anwältin. Wo liegt das Problem?

Wenn du selbst Probleme damit hast, dass andere „etwas für Geld machen“, solltest du deine Einstellung überprüfen. Es gibt sicherlich die verschiedensten Gründe, warum man bei diesem Thema negativ reagieren kann. Das einzige, was dir deine negative Reaktion bringt, ist, dass du etwas über dich selbst daraus lernen kannst: Warum reagierst du so? Was ist dir wichtig? Was willst du und was willst du nicht? Willst du auch mit der Tätigkeit Geld verdienen, die du am meisten liebst? Was willst du tun und was hält dich dann noch davon ab?