Zitate zum Thema „Publikum“

Blogger, Schauspieler, Musiker, Autoren, sie alle haben einen direkten Bezug zu ihrem Publikum. Auch wenn man sein Publikum nicht immer sieht und hört, ist seine Existenz doch eine der bekräftigtsten Tatsachen eines kreativen Berufes.
Wenn man mit einer kreativen Karriere erfolgreich sein möchte, sollte man nicht vergessen, wem man dient: Dem Publikum.
Hier habe ich ein paar Zitate gesammelt, die das Thema „Publikum“ aufgreifen:

Das wichtigste ist es doch, sein Publikum zufrieden zu stellen. Die Kritiker mögen von einem Programm ganz begeistert sein, wenn es das Publikum nicht ist, bringt es gar nichts.
Luciano Pavarotti

Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer.
Winston Churchill

Ich bin von den Kritikern oft zerrissen worden, aber das Publikum hat mich immer wieder zusammengeflickt.
Jacques Tati

Jeder anständige Autor muss auf jeder nur denkbaren Stufe sein Publikum respektieren und darf ihm darum nur das subjektiv Beste vom Besten bieten.
Kurt Tucholsky

Man muss das Publikum zu sich heraufholen; man darf nicht zu ihm hinuntersteigen.
Gustaf Gründgens

Mein Antrieb, meine Motivation war immer meine Liebe zum Publikum.
Ella Fitzgerald

Der Witz setzt immer ein Publikum voraus. Darum kann man den Witz auch nicht bei sich behalten. Für sich allein ist man nicht witzig.
Johann Wolfgang von Goethe

Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten oder zu fordern.
Marie von Ebner-Eschenbach

Es ist nicht wahr, was man gewöhnlich behaupten hört, dass das Publikum die Kunst herabzieht. Der Künstler zieht das Publikum herab, und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfiel, ist sie durch die Künstler gefallen. Das Publikum braucht nichts als Empfänglichkeit, und diese besitzt es.
Friedrich Schiller

Künstler und Kunstschreiber klagen unaufhörlich über die Hilflosigkeit, Heuchelei und Brutalität der gebildeten Menge in künstlerischen Dingen. Es ereignet sich hier wie allerwärts, wo allzuviel beschuldigt wird: Frage und Anspruch sind falsch gestellt. Wer würde es wagen, einen Offizier über Volkswirtschaft, einen Maler über Kirchenrecht oder einen Geistlichen über Chemie zu verhören und ihm Unbildung und Urteilsschwäche vorzuwerfen?
Walther Rathenau

Künstler haben gewöhnlich die Meinung von uns, die wir von ihren Werken haben.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Was den Vortrefflichen gefällt, ist gut. Was allen ohne Unterschied gefällt, ist es noch mehr.
Friedrich Schiller

Ja, dich preisen sie hoch, mich aber lesen sie gern.
Martial

Ein Kunstwerk wird auf den Genießenden nicht mehr Seelenstimmung übertragen, als bei seiner Schöpfung aufgewendet wurde.
Walther Rathenau

Die wahre Kunst hat es nicht bloß auf ein vorübergehendes Spiel abgesehen. Es ist ihr ernst damit, den Menschen nicht bloß in einen augenblicklichen Traum von Freiheit zu versetzen, sondern ihn wirklich und in der Tat frei zu machen und dieses dadurch, dass sie eine Kraft in ihm erweckt, übt und ausbildet, die sinnliche Welt, die sonst nur als ein roher Stoff auf uns lastet, als eine blinde Macht auf uns drückt, in eine objektive Ferne zu rücken, in ein freies Werk unseres Geistes zu verwandeln.
Friedrich von Schiller

Von einem Kunstwerk zu sagen, dass es gut, aber für die meisten Menschen unverständlich ist, das ist so, als ob man von einer Speise sagt, sie sei sehr gut, die meisten Menschen könnten sie aber nicht essen.
Leo Tolstoi

Danke an mein Publikum! :)

Veröffentlicht am 23.Oktober 2009

Kreativität als göttliche Kraft

Habe ich schon erwähnt, dass ich total auf die TED-Reden stehe? TED ist eine Nonprofit-Organisation, die einmal im Jahr die TED-Konferenz veranstaltet. Auf dieser Konferenz stellen sehr interessante Menschen jeweils innerhalb von 18 Minuten sehr interessante Ideen vor.
Auch die erfolgreiche Autorin Elizabeth Gilbert hat eine Rede gehalten und ihre Sicht zum Thema „Kreativität“ erläutert. Statt Kreativität als Produkt des eigenen Gehirns zu sehen, stellt sie die Idee vor, Kreativität als eine äußere, von der eigenen Identität unabhängige, Kraft zu sehen.
Diese Ansichtsweise hat einige praktische Vorteile, die die Autorin auch in ihrer Rede erläutert.

(Für diese Rede sind deutsche Untertitel verfügbar. Einfach auf “View subtitles” klicken und “German” auswählen.)

Ihre Idee ist für mich keineswegs neu. Ich habe Kreativität und Inspiration immer so wahrgenommen, wie sie es beschreibt. Ich freue mich umso mehr, dass Elizabeth Gilbert als erfolgreiche Autorin den Kreativitätsprozess genauso sieht und ihre Erkenntnisse auf diese Weise verbreitet.
Standing Ovations dafür!

Veröffentlicht am 10.September 2009

Endlose Ideen

Ein neuer Blogartikel, ein neuer Songtext, eine neue Kurzgeschichte, alles beginnt mit einer Idee. Ohne Idee bist du machtlos. Vielleicht hast du sogar ein paar Ideen, aber keine davon ist gut. Wenn du dich öfter in der Situation der Ideenlosigkeit befindest, hilft am leichtesten ein systematischer Vorgang, mit dem du dich von deiner Ideenlosigkeit befreien kannst.

1.Experte werden

Werde Experte in einem Gebiet. Am naheliegendsten ist es, Experte in dem Gebiet zu werden, mit dem du dich kreativ befassen möchtest. Wenn du noch nicht weißt, welche Themen du bearbeiten möchtest, werde in irgendeinem Bereich Experte. Werde z.B. Experte zum Thema „Social Networks“, „Literatur um 1900“, „psychische Störungen“, „Spinnentiere“, „Liebe“, „Bewusstsein“…
Es spielt wirklich keine große Rolle, welches Gebiet du wählst. Dennoch sollte es dich interessieren – ansonsten wirst du keine großen Fortschritte machen.
Eigne dir so viel Wissen an, wie du finden kannst. Wichtiger als Detailwissen, ist es, grundlegende Prinzipien zu verstehen. Als Experte musst du darüber hinaus aber auch genauer bescheid wissen.

2.Verknüpfungen herstellen

Wenn du denkst, dass du genug gelernt hast und vertraut mit deinem Expertengebiet bist, weite das Gebiet aus: Beschäftige dich mit Randthemen, lies Meinungen und journalistische Texte, die dein Gebiet betreffen, diskutiere mit anderen Experten darüber, forsche selbst nach, sieh dir verwandte Gebiete an, versuche Prinzipien mit den Prinzipien anderer Gebiete zu vergleichen, übertrage dein Wissen in andere Bereiche…
Dein Fokus sollte nun nicht mehr darauf liegen, das Wissen und die Prinzipien separat innerhalb des Gebietes herzustellen, sondern Verknüpfungen in allen anderen Teilen deines Wissen und deines Lebens zu kreieren.

3.Reflektion

Während dieses Prozesses wirst du auf neue Gedankengänge und Ideen stoßen. Vielleicht sogar auf Themen, die dir sehr nahe gehen. Was auch immer in deinem Kopf vor sich geht, lass es nicht dort, schreib es auf.
Du brauchst keinen Aufsatz zu schreiben, Stichpunkte genügen. Versuche Zusammenhänge deutlich zu machen, so dass du später das gelesene wieder nachvollziehen kannst. Schreib am besten so viel dazu auf, wie dir in den Sinn kommt.
Wenn dir Fragen durch den Kopf gehen, schreib dir die Fragen auf.

4.Ideenliste entwickeln

Nach einer Weile kannst du durch deine Notizen gehen und die Ideen herauspicken, die dir am besten gefallen und die am besten ausbaufähig sind. Übertrag sie in eine separate Ideenliste und wenn dir bereits einfällt, wie du sie umsetzen könntest, notiere dir das in Stichpunkten dazu.
Du wirst sehen, dass deine Ideenliste so schnell wächst, dass du nicht mehr mit den Umsetzungen nachkommst. Das ist gut so, denn dann kannst du dir die besten Ideen heraussuchen, um sie zu bearbeiten.

Wenn du eine Menge Ideen hast, dir aber keine gut genug vorkommt, bearbeite sie trotzdem. Es ist besser etwas zweitklassiges zu schreiben, als in eine Kreativitätsblockade zu verfallen.
Du wirst feststellen, dass du, schon allein dadurch, dass du eine Idee bearbeitest, wieder neue Einfälle findest. Versäume dann nicht, dir diese zu notieren.

Für meine Blogartikel hab ich im Moment 76 Ideen in meiner Ideenliste. Oft habe ich mehrere Ideen an einem Tag, die allein dadurch aufkommen, dass ich mich mit einem Thema beschäftige, in dem ich mich auskenne.

Für den Fall, dass du einen Start brauchst, kannst du mit dieser Liste anfangen: 100 Inspirierende Themen.

Es gibt keine Ideenknappheit im Universum, also schaffe sie auch nicht in deinem Kopf. Dir stehen so eine Menge Ressourcen zur Verfügung, aus denen du Ideen ziehen kannst, dass es schade wäre, sie nicht zu nutzen. Welche Ideen gehen dir jetzt durch den Kopf?

Veröffentlicht am 24.März 2009
Letzte Änderung am 26.März 2009

100 inspirierende Themen

Veröffentlicht am 26.Februar 2009

Wenn dir mal kein gutes Thema für einen Song, eine Geschichte oder ein Bild einfällt, und dich die Themen, die du selbst gesammelt hast, kalt lassen, kann es helfen, sich von anderen Dingen inspirieren zu lassen.
Aus diesem Grund habe ich mal eine Themenliste erstellt, in der ich 100 zufällige Themen gesammelt habe, die mir in den Sinn gekommen sind. Vielleicht ist ja was für dich dabei?

01.Das Schönste, was ich je erlebt habe.
02.Das Schrecklichste, was ich je erlebt habe.
03.Wie Menschen unter Krieg leiden.
04.Als ich dem Tod ins Auge sah.
05.Eine Wanderung.
06.Besser Trauer und Trennungsschmerz, als nie geliebt zu haben.
07.Hilfe, ich werde paranoid!
08.In diesem Haus spukt es.
09.Die Vergangenheit verfolgt mich.
10.Mein Leben zerfällt in Einzelteile.
11.Ich werde dich besiegen.
12.Ich bin nicht verliebt.
13.Ein besonderer Mensch.
14.Eine Atmosphäre, die mir unter die Haut ging.
15.Ich fliehe vor mir selbst.
16.Im Geschwindigkeitsrausch.
17.Das ist es, woran ich glaube.
18.Allein im Labyrinth.
19.Es ist nur ein Spiel.
20.Ich werde krank.
21.Wo bist du?
22.Mein Arzt sagt, ich habe noch drei Wochen zu leben.
23.Mein Kopf explodiert.
24.Warum kann mein Traum nicht wahr werden?
25.Eine Hütte im Wald.
26.Nur deswegen bin ich so am Ende.
27.Ich verfolge dich.
28.Was ist eigentlich mit dir los?
29.Irgendwas fehlt.
30.Wie kann ich jemals sicher sein?
31.Das erinnert mich immer an…
32.Die Stadt, in der ich wohne.
33.Tief im Meer.
34.Ein Straßenkampf.
35.Warum passiert mir sowas immer?
36.Hab ich dir schon mal gesagt, dass…
37.Diese Leute nerven mich.
38.An diesen Tag werde ich mich noch lange erinnern.
39.Als ich dich das letzte mal sah.
40.Die ganze Welt soll wissen, dass…
41.Zwischen uns befindet sich ein besonderes Band.
42.Mir ist langweilig.
43.Wenn ich Superkräfte hätte…
44.Das macht mich aggressiv.
45.Hast du das schon mal gespürt?
46.Ich trage ein Pistole mit mir herum.
47.Das wollte ich schon immer einmal machen.
48.Davor habe ich am meisten Angst.
49.Soll ich auf meinen Kopf oder mein Herz hören?
50.An diese Regeln werde ich mich nicht halten.
51.Ein Regentag.
52.Als du mich besucht hast…
53.Ich bin abhängig.
54.Ich glaube nicht an Gott.
55.Ich habe aufgehört, Zeitung zu lesen.
56.Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
57.Du nutzt mich nur aus.
58.Meine Heimat.
59.Ein schreckliches Geheimnis.
60.Wie lange soll ich noch warten?
61.Das würde ich dir gerne schenken.
62.Zombies!
63.Ich hab dir einen Brief geschrieben.
64.Du benimmst dich wie ein Roboter.
65.Wie die Welt wäre, wenn du nicht da wärst.
66.Dieses Lied hat mich verzaubert.
67.Können wir uns nicht unterhalten?`
68.Ich kann nicht einschlafen.
69.Ich weiß gar nicht, wer ich bin.
70.Hört mich jemand?
71.Wo bleibst du nur?
72.Ein verborgener Ort.
73.Ich möchte dir etwas zeigen.
74.Ich verschwende meine Zeit.
75.Ich bin so gespannt.
76.Ein Kampf steht bevor.
77.Ich bin für dich da.
78.Flugangst.
79.Endlose Wüste.
80.Ich habe geträumt, dass ich sterbe.
81.Wann war ich das letzte mal glücklich?
82.Ich kann nicht so sein wie du.
83.Glaub mir, ich war es nicht!
84.Du bist meine letzte Rettung.
85.Wo gehen wir hin?
86.Nach dem Tsunami.
87.Du weißt schon, was ich sagen will.
88.Hast du dir das so vorgestellt?
89.Ich habe nie etwas erreicht.
90.Ein trister November.
91.Ich stecke fest.
92.Ich mache immer die gleichen Fehler.
93.So kann das nicht funktionieren.
94.Wie oft habe ich dir das schon gesagt?
95.Gedankensturm.
96.Wie komme ich von hier weg?
97.Erinnere mich daran.
98.Ein zerfallenes Haus.
99.Ich bin ganz neu hier.
100.Wie die Zeit verfliegt.

Brauchst du Drama für deine Kunst?

Veröffentlicht am 21.Februar 2009

Wenn du dir die Biografien großer Künstler ansiehst, kannst du schnell den Eindruck gewinnen, dass eine dunkle Vergangenheit und tragische Ereignisse Bedingung für den künstlerischen Erfolg sind. Alle waren sie depressiv, zig mal dem Suizid nahe, abhängig, wuchsen im Ghetto auf, verloren einen Geliebten auf tragische Weise.

Der Künstler leidet für seine Kunst, lautet das Klischee. Wenn man nichts dramatisches erlebt hat, kann man sich auch nicht künstlerisch darüber ausdrücken. Braucht man Drama, um ein gute Künstler zu sein?

Wie bei üblich Klischees, steckt mehr Mythos als Wahrheit dahinter: Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Leid, das eine Person ertragen musste und ihrer Genialität. Der Zusammenhang ist allein deswegen nicht herstellbar, weil sich weder Leid noch Genialität einer Person messen lassen.
Weder gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Leid einen Menschen zu einem guten Künstler macht, noch dafür, dass man ohne ein gewisses Maß an Leid gut sein kann.

Vielleicht inspiriert dich dein Leid, aber du musst dich nicht darauf verlassen. Es gibt keinen Grund dazu, dich auf die Verarbeitung deines emotionalen Dramas zu beschränken, denn es gibt genügend Alternativen.

1.Alltag

Viele Künstler befassen sich mit ganz banalen Dingen in ihren Werken: Das Wetter, eine Stimmung, eine Freundschaft, eine Jahreszeit, ein Gefühl. Dinge, die wir alle schon erlebt haben und mit denen sich jeder beschäftigen kann, ohne dafür einen spezielleren Erfahrungsschatz zu benötigen.

2.Alltag ändern

Dein Alltag langweilt dich, aber du möchtest vor allem Themen behandeln, die du selbst in deinem Leben hast? Dann wäre eine Möglichkeit, deinen Alltag aufregender zu gestalten. Du kannst so immer noch deine Erfahrungen verarbeiten. Hier findest du ein paar Ideen, wie du dein Leben verändern kannst.

Fantasie

Wenn du künstlerisch arbeitet, verwendest du immer Fantasie, sogar, wenn deine Werke rein autobiografisch sind (eine Erinnerung ist ja nichts weiter als eine Fantasie).
Dabei brauchst du dich nicht einzuschränken. Wenn du in der Lage bist, dir etwas, was du noch nicht erlebt hast, vorzustellen, bist du auch in der Lage, dich darüber auszudrücken.

Wenn du über ein Thema noch nicht so bewandert bist, recherchiere.
Es hat sich immer schon vorher jemand mit dem gleichen oder einem ähnlichen Phänomen beschäftigt – nutze das Wissen, dass sich Leute schon vor dir angeschafft haben und beobachte, wie sie es verarbeitet haben.

Je fantasielastiger du arbeitest, desto mehr musst du dich um die Glaubwürdigkeit deiner Werke kümmern. Wenn du eine gute Beobachtungsgabe hast, wirst du dich dabei leichter tun. Wenn nicht, beginne zu beobachten.

Inspiration

Die Welt ist bis zum Platzen mit Drama gefüllt. Du brauchst wirklich nicht dein eigenes als Ressource. Wenn dir deine Fantasie mal nicht weiterhilft oder du gerne mit der Realität arbeitest, brauchst du nur die Zeitung aufzuschlagen oder den Fernsehen anzumachen. Dort wirst du mit Konflikten geradezu überschüttet (ein Grund, warum ich weder fernsehe, noch Zeitung lese).

Kunst kann natürlich eine produktive Weise sein, mit Leid umzugehen, Kunst kann aber noch sehr viel mehr sein.
Und wenn du trotzdem an deinem emotionalem Drama festhältst, ist eines sicherlich nicht schuld: Deine Kunst.