Bob Baker – Guerilla Music Marketing Handbook

Wenn man, wie ich, auch ohne Label als Musiker erfolgreich sein möchte, muss man mehr wissen, als wie man einen guten Song schreibt.
Selbst wenn du den besten Song auf der Welt geschrieben hast, werden bei dir am nächsten Tag nicht 10000 Leute klingeln und ihn dir abkaufen wollen.

Um deinem Produkt einen netten Platz auf dem Markt zu sichern, braucht es jede Menge Marketing. Und da auch ich mich nicht auf meine eigenen beschränkten Einsichten aus dem Wirtschaftsunterricht verlassen möchte, habe ich mir zu diesem Thema ein Buch zugelegt:
“Guerilla Music Marketing Handbook – 201 Self-Promotion Ideas for Songwriters, Musicians and Bands on a Budget” von Bob Baker.

Das Guerilla Music Marketing Handbook richtet sich, wie der Name schon sagt, gezielt an Musiker. Gerade deswegen habe ich es mir zugelegt und gerade deswegen, können Leute, die sich bisher nur mit klassischem (Firmen-)Marketing beschäftigt haben, aus diesem Buch ein paar tolle Ideen entnehmen.

Das Buch umfasst zusammengefasst folgende Inhalte:

Kurzer Theorieausflug

Hier werden die 3 Marketingprinzipien (Creating awarness, making connections, asking for sale) besprochen. Außerdem geht es um Zielsetzung und etwas um Branding.

Marketingideen

Der größte Teil des Buches handelt von konkreten Marketingideen, die meistens unkompliziert umzusetzen sind, und wenig kosten.

Beispiele:

01) Nutzung von Social Networks und Social Media
Zu den größten Social Networks und Social Media Seiten werden Tipps gegeben, wie sie konkret genutzt werden können. Zum Beispiel könntest du deine Fans darum bitten, für  deine Blogartikel zu voten (etwa bei Yigg), um dort einen möglichst hohen Rang zu erhalten.

02) Sampler.CDs rausgeben
Billige Sampler-CDs mit ein paar Best-Of Tracks brennen und zum Unkosten-Preis verkaufen. Natürlich mit Anweisungen versehen, die dem Hörer erklären, wo man das letzte Album kaufen kann.

03) Dankesschreiben verschicken
Um garantiert in Erinnerung zu bleiben. Und zwar gerade als jemand, der sich auch mal bedankt. Einer der einfachsten Methoden, Beziehungen im Business aufrecht zu erhalten.

Für jede Strategie wird in ein paar Absätzen erklärt, worauf genau geachtet werden sollte. Daneben gibt es oft Beispiele von Bands und Musikern, die bestimmte Strategien kreativ für sich genutzt haben.

Pressekits

Beim Thema Pressekits geht Bob Baker etwas mehr in die Tiefe und gibt kreative Ratschläge, wie man es schafft, nicht zu den 95% aller Einsendungen zu gehören, die gleich im Mülleimer landen.
Schritt für Schritt wird erklärt, wie das Anschreiben aussehen sollte, was es bei Fotos zu beachten gibt und wie sich eine Biografie lesen sollte.
Ich hab zwar schon einige Webseiten und Blogs zu dem Thema gelesen, habe aber bisher nie so schöne konkrete und ausführliche Ratschläge gefunden.
Hier merkt man wirklich, dass es sich lohnt, ein Buch zu lesen.

Finanzielles

Ein Teil des Buches widmet sich dem finanziellen Aspekt der Musikerkarriere. Einerseits wird darauf eingegangen, wie man mit seiner Karriere sein Einkommen steigern kann (CD-Verkäufe ankurbeln usw.), andererseits werden auch Lösungen angeboten, wie man anderweitig als Musiker Geld verdienen oder sparen kann. Letzteres hat mir persönlich nicht viel gebracht, birgt aber gute Ideen für Leute, die in solchen Dingen etwas flexibler sind.

Das „Guerilla Music Marketing Handbook“ ist schnell durchgelesen, da locker geschrieben, und ist doch vollgepackt mit nützlichem Inhalt. Was vielleicht etwas verwirrt, ist die Übersicht. Die einzelnen Kapitel sind so geschrieben, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten, weswegen einige Tipps mehrfach wiederholt werden. Aber darüber kann man aufgrund der sonstigen Nützlichkeit des Inhalts hinwegsehen.

Besonders gut gefallen mir die Beispiele in dem Buch, und, dass Bob Baker nie nur theoretisch bleibt, sondern immer kreative, praktische Anwendungen für seine Strategien findet, die sich leicht umsetzen lassen.

Für mich war es außerdem praktisch, dass der Autor nicht ewig auf den Themen „Online Marketing“, „Musik im Web 2.0“ und „Long Tail“ herumreitet, da diese Themen schon zur Genüge von diversen Musikbusinessblogs abgedeckt werden, die ich regelmäßig lese.

Mir hat das Buch jedenfalls eine Menge coole Ideen gebracht. Jetzt muss ich sie alle erst mal in mein Gehirn einsortieren. Und dann natürlich: Loslegen!

Noch mehr Musik Marketing Tipps findet ihr übrigens in Bob Bakers Blog The Buzz Factor und in seinem E-Book „Indie Music Marketing Secrets“, das ihr unter anderem erhaltet, wenn ihr euch für seinen Newsletter anmeldet.

Veröffentlicht am 22.August 2009.

Signaturen

Was, wenn ein kostenloser und unaufwändiger Trick dazu führen würden, dass täglich interessierte Leute auf deine Internetseite stoßen?
Der Trick ist nicht neu, ist aber immer noch nicht bei allen angekommen: Signaturen.

Eine Signatur ist der Textabschnitt, den du automatisch an deine eMails und an Posts in Foren anhängen lassen kannst. Oft werden eMail-Signaturen dazu genutzt, Adressdaten anzuhängen. Aber wenn du vor allem für deine Webseite sprichst, wen interessiert dann eine Adresse, außer eben deine Webadresse?

Wenn du bisher schon mit dem Gedanken gespielt hast, deinen eMails eine Signatur hinzuzufügen, aber dich bisher noch nicht dazu durchgerungen hast: warum noch nicht?
Wenn du eine Webseite hast, die du Leuten empfehlen kannst, wäre es doch schade, wenn sie niemand besuchen würde. Oder verpasst niemand wirklich was, wenn er deine Webseite nicht besucht?

Nachdem du deine Webseite in deiner Signatur untergebracht hast, muss das allerdings nicht alles gewesen sein. Wer klickt schon auf einen Link, wenn er nicht weiß, was dahintersteckt? Beschreibe den Inhalt deiner Webseite mit ein paar Worten.

z.B.
alicehive.de – Musik, Kreativität, Persönliche Entwicklung

Damit hat der Leser schon einen etwaigen Eindruck davon, was ihn erwartet und kann entscheiden, ob ihn die Webseite interessieren könnte oder nicht (Für den Fall dass ihn die Themen nicht interessieren, hast du ohnehin nichts verloren).
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand deine Seite ansieht, ist aber schon dadurch gegeben, dass dein eMail-Kontakt eventuell das Interesse hat, dich näher kennenzulernen und sich deswegen auch gerne deine Webseite ansieht.
Aber du kannst noch mehr mit deiner Signatur bewirken.

Newsticker

Verwende deine Signatur doch als Newsticker, in der du aktuelle Projekte und Termine ankündigst. Als Musiker rück mit deinen Tourterminen raus, als Autor gib das Erscheinungsdatum deines neuen Buchs an, als Blogger verlinke deine drei letzten Artikel. Alles was allgemeines öffentliches Interesse fordert, kannst du in deine Signatur einbauen.

Ein Beispiel einer erfolgreichen eMail-Signatur kommt von der Musikerin Amber Rubarth. So sehen beispielsweise ihre Signaturen aus:


thank you for listening, i like you a lot.
http://myspace.com/ambeRrubarth

NEWS FLASH: Featured Artist on NPR’s “All Songs Considered” – Request her at www.NPR.org
“Washing Day” (co-written w/ Adam Levy) chosen as 1st Place Winner (Lyrics) in International Songwriting Competition!

TOURING NOW All Over the Place to Find You (and sleep on your couch!)
10.21 (BRUSSELS, BELGIUM) Sounds Jazz Club
10.26 (YORK, UK) House Concert
10.29 (LONDON, UK) House Concert
10.30 (LONDON, UK) Monkey Chews
10.31 (BO, NORWAY) The Bull Inn
11.1  (ARHUS, DENMARK) Cafe Lobby
11.2  (COPENHAGEN, DENMARK) Drop Inn
11.6  (SOMERVILLE, MA) Somerville Theatre
11.14 (SAN DIEGO, CA) Y1 Studios
11.16 (SAN JUAN CAPISTRANO, CA) The Coachhouse
11.17 (LOS ANGELES, CA) Room 5
11.21 (NEW YORK, NY) The Bowery Ballroom *The Paper Raincoat*
12.6  (LONDONDERRY, NH) Tupelo o/f LOUDON WAINWRIGHT!
12.11 (LOS ANGELES, CA) Hotel Cafe *The Paper Raincoat*
12.13 (SAN FRANCISCO, CA) Palace of Fine Arts *The Paper Raincoat*

Listen, Stalk & More from the comfort of your home. http://myspace.com/ambeRrubarth

Now on Facebook too, oh boy!

Als jemand, der sonst nicht mit vielen Signaturen konfrontiert wird, mag dir das jetzt vielleicht als zu viel erscheinen. Aber Amber Rubarth hatte damit Erfolg: Aufgrund ihrer Signatur wurde sie bereits von vielen Agenten kontaktiert.
Und auch als jemand, der nicht im Musikbusiness beschäftigt ist, kann man bei ihrer Signatur auf ihre Arbeit besonders aufmerksam werden. Statt sich darauf zu verlassen, dass die Welt sich über sie informiert, bringt Amber die Informationen über sich in die Welt.
(Mehr über Amber Rubarth, das Leben als Vollzeitmusikerin und Strategien, um dort hinzukommen, in diesem Interview.)

Nicht nur in eMails kannst du mit Signaturen deine Botschaft verkünden, sondern auch in vielen Internetforen. Wenn du in einem oder mehreren Foren regelmäßig unterwegs bist, solltest du dir die Möglichkeit nicht nehmen lassen, in deiner Signatur für deine Webseite zu werben.
Achte bei Signaturen in Foren aber immer auf die Länge. Mehr als drei, vier Zeilen Text, können dafür sorgen, dass sich die Diskussionsseite ewig in die Länge zieht.
Manche Foren haben zum Thema Signaturen strenge Regeln. Mach dich mit ihnen vertraut, bevor dir jemand wegen Nichtbeachtens den Account sperrt.

Welche Ergebnisse einzelne Signaturen erzielen, musst du selbst austesten. Wenn du merkst, dass dich Leute, auf deine Signatur positiv ansprechen (wie etwa bei Amber Rubarth geschehen), weißt du, dass du auf dem richtigen Weg bist, denn das passiert nicht zu häufig.

Veröffentlicht am 25.März 2009

Fanmails verwalten mit Fanbridge.com

Veröffentlicht am 31.Januar 2009

Wie informiert man seine Fans über Tourdaten, neue Tracks und Projekte? Sicherlich kann man die Information irgendwo hinterlassen und hoffen, dass alle Fans einmal vorbeischauen: Zum Beispiel auf einer Webseite oder in der Presse.
Wenn man sich jedoch nicht darauf verlassen möchte, dass sich seine Fans schon alleine informieren, versucht man am besten nicht die Fans zu den News zu bringen, sondern die News zu den Fans. Und wie könnte man das heutzutage leichter als durch E-Mails?

Fast jede große Band bietet auf ihrer Webseite einen Newsletter an, der die Fans auf dem Laufenden hält. Aber man muss keine große Band um sich den Luxus eines Newsletters leisten zu können. Auf Fanbridge.com können Musiker kostenlos ihren eignen Fannewsletter erstellen.

Nach der Anmeldung bei Fanbridge kannst du ein Formular auf deine Webseite einbauen, mit dem sich die Fans eintragen können. Wenn du innerhalb von 2 Tagen nach deiner Anmeldung ein solches Formular auf deine Webseite einbaust, nimmst du automatisch an einem Gewinnspiel über 5000$ teil. Du kannst aber auch selbst E-Mail-Adressen in den Newsletter eintragen, für den Fall, dass du bereits welche besitzt.

Nun kannst du einen Newsletter von der Fanbridge-Webseite erstellen und absenden. Du kannst dabei zwischen einem Text- und einem HTML-Newsletter wählen. Für letztere stehen einige bereits designete Templates zur Verfügung. Nachdem du auf den Sende-Button gedrückt hast, ist dein Newsletter zu deinen Fans unterwegs.

Neben der Fanliste, können sich Fans auch in die Streeteamliste eintragen. Das ist praktisch, denn so kannst du auch die E-Mail-Adressen deines Unterstützerteams verwalten und leichter neue Streeteamer hinzugewinnen.

Solange du nicht mehr als 400 Mails pro Monats verschickst, ist der Service von Fanbridge kostenlos. Perfekt für Musiker, die bisher nur ein kleines Publikum erreichen und nicht viel Geld für professionelle Lösungen ausgeben wollen.

Ich habe bereits ein Formular auf meine Webseite eingebaut. Fanbridge verlost unter allen neuen Faneintragungen in ihren E-Mail-Listen (also auch in meiner Liste) 10 Nintendo Wiis. Mit etwas Glück, könnte sich eine Eintragung also doppelt lohnen. ;)