Keyboard, Track „Between Silouhettes“, Drumatic

Mein Keyboard

Am Freitag hab ich mein Keyboard wieder aus dem Studio abgeholt. Dort war es ca. ein halbes Jahr herumgestanden. Teilweise hab ich die Keyboardsounds für mein Album gebraucht, teilweise hab ich es genutzt um per MIDI einige PlugIns in Logic Studio zu steuern (das heißt, ich hab damit Sounds am Computer angespielt).

Mein Keyboard (ein Yamaha PSR 2100) ist neben meinem PC eines der wichtigsten Werkzeuge für mein Songwriting. Ich bin also extrem froh, dass ich es wieder habe. Für das letzte halbe Jahr stand deswegen mein Songwriting fast still (mit einer großen Außnahme im Februar, in dem ich 14 Songs für den FAWM schrieb – allerdings mit der Gitarre).

Ich besitze neben dem Yamaha Keyboard auch noch einen Synthesizer von Korg mit Keyboardtastatur (Microkorg), allerdings kann ich diesen nicht an meinen Computer anschließen, da ich dazu ein Interface benötige (und leider nicht besitze). Da ich ebenfalls ein Audiointerface benötige, steht so ein Gerät auf meiner Kaufliste ganz weit oben.

Between Silhouettes

Nachdem ich das Keyboard an meinen Computer angeschlossen hatte, war ich für Stunden an einem Track beschäftigt. Während des NaNoWriMo und des FAWM habe ich gelernt, mehr zu kreieren und weniger zu zögern. Da ich hier schon lange keine Musik mehr veröffentlicht habe, dachte ich, es wäre vielleicht interessant für euch, wenn ich hier einen Ausschnitt dieses Tracks veröffentliche.

Der Arbeitstitel dieses Tracks lautet „Between Silhouettes“. Ob er je fertig wird, wie viel Arbeit ich noch reinstecken werde und was ich damit vorhabe, ist noch völlig offen. Ich habe vor, in nächster Zeit immer wieder mal ein paar Ausschnitte von fertigen und unfertigen Werken (Tracks/Gedichten/usw) zu veröffentlichen und euch damit einen kleinen Einblick in meine Arbeit zu gewähren.

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung dazu loswerdet. Entweder als Kommentar oder auch per Kontaktformular. Das gilt natürlich nicht nur für diesen Track, sondern ganz allgemein. Mich interessiert es einfach, was euch gefällt und wo ihr noch Verbesserungspotenzial seht.
Den Track findet ihr am Ende dieses Artikels.

Drumatic

Die Drums dieses Tracks wurden mit dem VST-PlugIn Drumatic erstellt, das ich vor kurzem schon bei Twitter vorgestellt habe. Drumatic ist Freeware, der Programmierer würde sich aber sicherlich über eine kleine Spende freuen.
Ich habe Drumatic bei diesem Track zum ersten Mal ausprobiert. Es ist übersichtlich, unkompliziert, hat ein paar tolle Samples inklusive und es macht Spaß damit herumzuspielen.

Audio-Player PlugIn für Wordpress

Auf das Audio-Player PlugIn, mit dem ihr Between Silhouettes streamen könnt hat mich Gorden von funkygog aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür!

Between Silhouettes Snippet

Veröffentlicht am 3.Mai 2009

Im Studio – Die erste Woche

Veröffentlicht am 27.Oktober 2008

Am Montag Morgen, den 20.Oktober, begann meine Arbeit im Studio. Das Studio der Schalldruckrecords, ein Projekt von Thorsten Bernhardt und seinem Freund Johannes, liegt in Ebern. Wenn man mit dem Zug fährt, braucht man von Bamberg aus etwa eine halbe Stunde, um dort hinzukommen.

Thorsten hatte mir auf eine Anzeige geantwortet, die ich in einer regionalen Zeitung aufgegeben hatte, und in der ich geschrieben hatte, dass ich die Möglichkeit suche, mein Album kostenlos oder kostengünstig aufzunehmen.

Thorsten ist es auch, der mich seitdem durch den Aufnahme-, Mix- und Masteringprozess begleitet. Kurz nachdem ich mit meinem Notebook, meinen Songs und meinen Ideen angekommen war, begannen wir dann schon mit der Arbeit.

Zuerst musste ich meine Synthesizer-Plugins dazu bringen, Mididateien in Audiodateien zu verwandeln und sie auf den Mac des Studios bringen. Das verlief problemlos und schnell.
Dann begannen wir mein Keyboard aufzunehmen, dass ebenfalls durch Mididateien über meinen Sequencer gesteuert wurde. Als wir beim letzten Lied angelangt waren, bemerkte Thorsten jedoch ein unschönes, hohes und ziehendes Geräusch in der Aufnahme. Kurz darauf hatten wir festgestellt, dass dieses Geräusch auf sämtlichen Keyboardaufnahmen war, die wir gemacht hatten.
Die Arbeit von zweieinhalb Stunden war also schon mal vergeblich gewesen. Als Ursache des Störgeräusches stellte sich das Netzteil meines Notebooks heraus. Wir mussten den ganzen Prozess wiederholen.

Danach kamen die ersten Gesangsaufnahmen. Ehrlich gesagt hab ich am Anfang echt abgelost. Irgendwie dauerts bei mir immer etwas bis ich mich auf ein neues Mikrofon oder einen neuen Song einstellen kann.

Am Tag zwei kam ich etwas später (am Montag hatten wir etwa um 9.45Uhr angefangen) und blieb auch nicht so lange. Wir machten einige Gesangsaufnahmen, mit der Zeit bekam ich es immer mehr raus – hatte ich zumindest das Gefühl.

Um am nächsten Tag weiterzumachen, musste ich allerdings noch ein Problem lösen. Einige meiner Plugin-Sounds waren mit dem Plugin Zebralette realisiert worden. Da Zebralette aber noch nicht auf meinem neuen Notebook installiert worden war (ich hatte die Installations-CD irgendwo in einem alten CD-Stapel bei meinen Eltern vergraben), versuchte ich, den Sound mit der Demoversion der Synthesizer-Plugins Zebra 2 wiederherzustellen, die man sich aus dem Internet herunterladen konnte. Der Sound war tatsächlich der gewünschte. Da ich aber wie gesagt nur die Demoversion hatte, wurde etwa jede Minute ein Rauschen eingeblendet, das den Sound des Synthesizers überdeckte. So konnte ich unmöglich weitermachen.
Ich musste also zuerst zu meinen Eltern fahren und mir die CD mit der Zebralette besorgen. Unglücklicherweise stand auf der CD von „Sound & Recording“ dann nicht mal drauf, was drin war. Aber letztlich hab ich den Synthie doch gefunden.

Am dritten Tag luden wir erst mal, nachdem ich Zebralette installiert und mühselig die einzelnen Zebradateien entfernt hatte, sämtliche neuen Synthie-Files (die von der Zebralette) auf den Mac von Thorsten und er lud sie in die jeweiligen Projektfiles. Danach waren wieder Gesangaufnahmen dran. Außerdem experimentierten wir mit Effekten (bei „Außerhalb“ suche ich nach einem bestimmten Halleffekt für den Refrain). Als wir am späten Nachmittag angelangt waren, merkten wir, dass auf meinen Gesangsaufnahmen seltsame Geräusche mit drauf waren, die sich später als „Mundnebengeräusche“ herausstellten. Das heißt: Noch mehr Schnipsel-Arbeit und eventuell müssen einige Gesangsaufnahmen wiederholt werden.

Ein Tag Pause, danach ging’s wieder ins Studio. Wir begannen mit dem Mixen von einigen Tracks, und dem Herausschneiden von Mundnebengeräuschen. Der Track „Tux Racer“ wurde gemastert.
Gegen Abend kam Philipp Hawlitschek als Gitarrist für mein Album vorbei. Innerhalb von drei Stunden schafften wir alle Gitarrenaufnahmen – ich erfand während des Aufnahmeprozesses sogar ein paar neue Gitarrenmelodien.

Wieder ein Tag frei, weiter ging es dafür gestern. Nachdem wir einige Gitarrenaufnahmen eingepasst hatten, nahmen wir den Gesang für Point Of No Return auf. Da ich allerdings meine Textmapppe vergessen hatte, musste ich auf eine Textzeile verzichten: Sie fiel mir einfach nicht mehr ein.
Danach ging es an die Drumkomposition für Rastlos. Ich muss dazu sagen, dass mir Drums bei ruhigen Tracks um einiges schwerer fallen als bei schnellen oder harten Tracks. Mal sehen, was sich von den Drums noch retten lässt und was davon wieder im Müll landet.
Dafür schnitten wir noch etwas an Unvergeblich herum, und Thorsten stellte ein Mastering-Preset ein.

Diese Woche haben wir im Studio leider nicht so viel freie Zeit zur Verfügung. Thorsten muss wieder arbeiten, auch ich hab ein paar Sachen zu tun. Da aber einige Tracks schon ziemlich weit sind (zwei sind bereits gemastert), bin ich optimistisch, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird. Voraussagen kann ich allerdings noch nichts.
Dafür werde ich diese Woche wieder mehr Zeit fürs Bloggen und andere Dummheiten haben…