Raus aus dem Sommerloch

Sommer heißt für viele Leute Urlaubszeit und Nichtstun. Wenn du zu den Leuten gehörst, die auch trotz Hitze und Urlaubsstimmung noch vorhaben, für ihre Ziele zu arbeiten, Respekt. Eventuell fällt es dir trotzdem schwer, dich aufzuraffen und etwas zu tun. Vielleicht steckst du in den Sommerferien und du bist hin- und hergerissen zwischen exzessivem Nichtstun und produktiver Arbeit für deine Ziele.

Einerseits ist es schön, auf einen Schlag viel mehr Freizeit zu haben, als vorher. Anderseits kann einen diese Umstellung anfangs überfordern. In der Regel gilt, je krasser die Unterschiede, desto länger die Umstellungszeit.
Wenn du deinen Job oder die Schule nicht ausstehen kannst und du in deiner neu gewonnen Freizeit nicht mal daran denken möchtest, kann die Umstellung besonders schwierig sein.

1.Lass dich nicht anstecken

Ein Einflussfaktor von außen, der besonders lähmend wirken kann, sind die Verhaltensweisen anderer Leute. Wir wollen nun mal gerne dazugehören und sei es noch so destruktiv für uns. Wenn jeder um dich herum nichts tut, ist es schwieriger, dich selbst in Bewegung zu setzen.

Als Gegenpol zu den Nichtstuern in deinem Leben, such dir ein paar motivierte Leute. Versuch dabei sicherzugehen, dass diese Leute es wirklich ernst meinen. Ferienvorsätze sind oft wie Neujahrvorsätze nur von kurzer Dauer. Wenn jemand das ganze Jahr nichts erreicht hat, ist es unwahrscheinlich, dass er plötzlich, nur weil er mehr Freizeit hat, sehr viel erreicht.

Selbst wenn du mit niemandem befreundet bist, der selbst größeres vorhat, muss dich das nicht herunterziehen. Leute, die dich motivieren können, findest du überall.
Ich lasse mich oft von anderen Bloggern inspirieren. Zu sehen, wie viele Blogger täglich einen oder sogar mehrere gute Artikel posten, motiviert mich selbst, mehr zu schreiben.

Auch in dem Bereich, in dem du vorankommen möchtest, gibt es Leute, die gerade aktiv sind. Im Park findest du Leute, die ebenfalls joggen, im Schreibforum Leute, die ebenfalls schreiben und im Bioladen Leute, die ebenfalls bewusst einkaufen gehen. Viel Fantasie brauchst du oftmals gar nicht, um Leute mit ähnlichen Zielen zu finden.

Am besten ist es natürlich, wenn du mit jemandem Motivierten über deine Ziele reden kannst. Ein kurzer wöchentlicher Check hilft oft schon, am Ball zu bleiben und das Bewusstsein über die eigenen Ziele nicht zu verlieren.

2.Konkrete Ziele stecken

Um an einem wünschenswerten Ort anzukommen, brauchst du konkrete, messbare Ziele, die dir zeigen, in welche Richtung du gehen musst.
Kein Wunder, dass du es nie schaffst „viel zu lernen“, wie du es dir vornimmst – denn was ist bitteschön „viel“?
Auf deiner To-Do-Liste sollten Dinge stehen, die du abhaken kannst. Bei größeren Projekten kannst du eine geschätzte Prozentzahl angeben, die dir anzeigt, wie weit du in etwa bist. Es macht nicht nur Spaß, die Prozentzahl langsam wachsen zu sehen – die Zahl hilft dir auch, vorauszusehen, wie viel Zeit und Arbeit du noch in ein Projekt investieren musst. Gerade, wenn du nur kurz viel Freizeit zur Verfügung hast, ist es wichtig, sich über die verbleibende Zeit im Klaren zu sein.

Klar ist es wichtig, sich auf wenige aber wichtige Ziele zu fokussieren, wenn man wenig Zeit hat. Aber auch, wenn du viel Zeit hast, ist es ratsam, auf wenige Ziele fokussiert zu bleiben. Wenn du ständig hin und herspringst und damit deinen Fokus zerstreust, kommst du weniger gut voran, als wenn gezielt in eine Richtung schreitest.

3.Spaß haben

Wenn du schon frei hast, vergiss bitte nicht, dich regelmäßig zu amüsieren. Nimm dir Zeit für Spaß! Viele Pläne übereifriger Leute scheitern nach kurzer Zeit daran, dass Spaß und Erholung so vehement ignoriert werden, dass Körper und Unterbewusstsein beginnen, um ihrer Gesundheit willen, sie zu sabotieren.
Wenn du schon deine Zeit selbst einteilen darfst, teil sie doch so ein, dass sie dir gefällt.

4.Herausforderungen annehmen

Um dich nicht von der Hitze einschläfern zu lassen, sorge für Action und werde hellwach: Indem du Herausforderungen annimmst und deine Komfortzone verlässt, wird deine Freizeit nicht nur produktiver, sondern auch spannender.
Wenn du regelmäßig deine Komfortzone verlässt, brauchst du dir um das Sommerloch keine Gedanken zu machen.
Das Sommerloch ist der Stillstand. Und der Stillstand kommt gar nicht hinter dir her, wenn du in Fahrt bist.

5.Sommerchancen

Gerade der Sommer bietet im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten ein paar Vorteile, die einem dabei helfen können, in Bewegung zu bleiben.
- Es ist schon sehr früh hell – Warum also nicht den Tag etwas früher beginnen und mehr vor Mittag schaffen, als andere Leute den ganzen Tag?
- Die Temperatur macht lange Spaziergänge und Sport (z.B. joggen) draußen möglich. Wenn es tagsüber sehr heiß ist, eignet sich die Nacht oder der frühe Morgen.
- Mal kurz frische Luft schnappen, macht mehr Spaß, wenn man sich nicht erst wie im Winter einen Mantel anziehen muss: Unverbrauchter Sauerstoff erfrischt das Gehirn und damit den Geist. Am besten du lässt dein Fenster so lange geöffnet, wie es geht.

6.Wenn alles nichts hilft

Vielleicht möchtest du wirklich gerne deine Ziele erreichen, aber irgendetwas hält dich davon ab. Du lenkst dich von deinen wahren Zielen ab und verschwendest deine Zeit mit Sinnlosigkeiten wie Fernsehen, E-Mails checken und schlafen.
Wenn du das Gefühl hast, alles versucht zu haben und trotzdem nicht an den Punkt kommst, der dich in Bewegung bringt, lass es. Streng dich nicht weiter an. Erlaube dir, das zu tun, was du wirklich am liebsten tun möchtest. Tu es einfach. Orientiere dich an nichts, als deinem Willen. Du bist frei! Du kannst machen, was du möchtest! Fang jetzt damit: Was möchtest du jetzt am liebsten tun?
Dann tu es.

Nach einer Weile wirst du an den Punkt kommen, an dem du dich wieder von deinen Zielen inspiriert fühlst: Einfach deswegen, weil du dich erneut aus freien Stücken für sie entscheidest, statt sie als Pflicht wahrzunehmen.

Weitere Möglichkeiten, dich zum loslegen zu motivieren, findest du auch im Artikel: Was tun bei Motivationslosigkeit?

Um gar nicht erst ins Sommerloch zu fallen, hilft es, schon vorher die eigenen Ziele zu wissen. Bei längeren Projekten solltest du am besten schon vorher mit der Arbeit begonnen haben. So bist du schon in Bewegung, wenn der Urlaub oder die Ferien beginnen und das Sommerloch hat Mühe, dich einzuholen.

31.Juli 2009

Zeit besser nutzen

Wenn du abends auf deinen Tag zurückblickst, weißt du eigentlich, was du den ganzen Tag gemacht hast? Wie viele Stunden hast du effektiv gearbeitet und wie viel Zeit dich nur abgelenkt, im Internet gesurft und herumgeträumt?
Du weißt es nicht? Solltest du aber, denn nur wenn du deine Zeit bewusst einsetzt, lebst du auch bewusst. Wenn du keine klaren Entscheidungen triffst, wie du deine Zeit verbringen möchtest oder dich nicht daran hältst, verschwendest du damit deine Lebenszeit. Dabei ist es ganz egal, ob es um die Zeit geht, die du für deinen Beruf nutzt oder deine Freizeit. Zeitverschwendung ist immer Zeitverschwendung – egal in welchem Kontext.

Hier fangen viele Leute an und versuchen produktivere Arbeitsroutinen zu entwickeln. Stattdessen wäre es ein viel offensichtlicher Schritt, die effektive Arbeitszeit zu erhöhen. Wenn du von den drei Stunden, an denen du an deinem Artikel schreibst, eine Stunde damit verbringst, Mails zu checken, etwas zu essen und dir zu überlegen, welchen Film du dir heute Abend anschaust, wäre es nicht sinnvoller, diese eine verschwendete Stunde zu nutzen, als zu versuchen, die zwei anderen Stunden produktiver zu gestalten?

Genauso in deiner Freizeit: Während du dein Buch liest, solltest du dich eigentlich amüsieren, stattdessen denkst du ständig daran, was du später noch alles zu tun hast und liest deswegen den gleichen Absatz fünfmal. Effektive Zeitnutzung sieht anders aus. Und effektives Amüsieren sowieso. ;) Gut, dass es eine handfeste, praktische und simple Methode gibt, um sich seine Zeitnutzung bewusst zu machen.

Time-Log

Diese Methode ist sehr simpel und sehr effektiv. Grundlegend funktioniert ein Time-Log so: Schreibe auf, was du tust und wie lange du es tust.
Normalerweise würde zu einem Time-Log dazu gehören, wann du etwas tust, aber wenn das für dich keine Bedeutung hat (für mich hat es die nicht), kannst du es weglassen.
Leg dazu ein neues Worddokument oder eine neue Textdatei an, wenn du vor allem am Computer arbeitest, oder leg dir einen Notizblock zu (ein Blatt Papier würde zwar erstmal reichen, aber die Chance ist viel zu groß, dass es dir abhanden kommt, also setz lieber auf den Notizblock).

Wenn du eine neue Tätigkeit beginnst, merk dir die Zeit, zu der du sie begonnen hast. Beendest du deine Tätigkeit, rechne aus, wie viel Minuten du mit der Tätigkeit verbracht hast und notiere dir die Tätigkeit und die Minutenanzahl. Mach das den ganzen Tag hindurch, solange du deine Zeitnutzung optimieren möchtest.

Normalerweise werden Time-Logs als Produktivitätsmaßname nur benutzt, um einmalig die Zeitnutzung zu überprüfen und dann zu optimieren. Mein Tipp dagegen lautet: Log deine Zeit jeden Tag, an dem du produktiv sein willst. Und wenn du jeden Tag produktiv sein willst, log sie eben jeden Tag.
Ich schlage das deswegen vor, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass du nach dem einmaligen loggen deiner Zeit, zwar kurz danach mehr auf Zeitnutzung achtest, aber bald darauf wieder in dein altes Muster zurückfällst. Unbewusste Muster sind stark. Mit einem einmaligen Loggen deiner Zeit, kannst du nichts gegen deine alte Gewohnheit, Zeit zu verschwenden, ausrichten. Indem du dir deine Zeitnutzung jeden Tag bewusst machst, gibst du deinem Unterbewusstsein weniger Raum, für dich Entscheidungen zu treffen. Du kannst selbst entscheiden.

Jeden Abend kannst du deinen Time-Log auswerten. Zeitnutzungsprobleme, die dir vorher vielleicht nicht einmal aufgefallen sind, können jetzt nicht mehr fliehen. Wenn du z.B. das Muster erkennst, dass du mehr Zeit mit Twitter, als mit deinen Artikeln verbringst, mach deine Recherchen, bevor du schreibst und schalte dann, bevor du einen neuen Artikel beginnst, deine Internetverbindung ab. Lies dir dazu auch meinen Artikel durch, in dem es geht, Zerstreuungen zu eliminieren. In diesem Artikel, hatte ich auch schon das Thema Time-Log erwähnt, allerdings als einmalige Methode.

Ich habe vorhin geschrieben, dass du aufschreiben sollst, welche Tätigkeiten du wie lange ausführst. Besser kann es jedoch sein, zu notieren, mit welchem Bereich du dich wie lange beschäftigst. „Schreiben“ kann man sich zwar gut vorstellen, aber was hast du geschrieben? Eine E-Mail? Einen Artikel? Ein Gedicht? Oder bei der Tätigkeit „Lesen“: Was hast du gelesen? Einen Roman? Oder ein Buch über Marketing?

Hier einige Beispiele, wie ich die Bereiche aufteile:

Blog = ein Blogposting veröffentlichen, ein neues Plugin installieren, meinen Blog bekannt machen
Lesen = Literatur lesen
Marketing = Marketingmaßnahmen durchführen oder planen, ein Buch oder einen Artikel über Marketing lesen
Internet = surfen, twittern, Accounts checken

Die Bereiche können bei dir ganz anders aussehen, wichtig ist nur, dass du in etwa absehen kannst, in welchem Bereich du deine Zeit eingesetzt hast, damit du weißt, ob du produktiv warst.

Natürlich musst du nicht jede halbe Minute mitloggen und die Zeit in Sekunden messen. Wie genau du sein solltest, hängt davon ab, wie produktiv du sein willst.
Ich messe meine Zeit in 5-Minuten-Blöcken. Kleinere Einheiten machen meiner Meinung nach kaum Sinn. Wenn ich davon zwei Minuten das eine und drei Minuten das andere gemacht habe, such ich mir einfach eines davon aus.
Es kommt wirklich wenig auf Exaktheit an (wen willst du mit deinen exakten Zahlen beeindrucken?), sondern darauf, dass du dir deiner Zeitnutzung bewusst bist.

Gerade bei Zeitnutzungsmethoden ist es wichtig darauf zu achten, dass die Methode am Ende nicht all die Zeit wieder wegnimmt, die man versucht, damit einzusparen.
Da die Time-Log-Methode extrem leicht verwaltbar ist, sollte das für dich kein Problem sein. Investiere die 15 Minuten am Tag, wenn du dadurch 2 Stunden retten kannst.

Normalerweise braucht man eine Weile, um eine neue Verhaltensweise zu etablieren und beim Time-Logging sollte es logischerweise auch so sein. Glücklicherweise ist es das nicht: Dadurch dass dein Time-Log Realität jeder deiner Minuten wird, gibt es auch keine Möglichkeit, daran vorbeizukommen. Es gibt nicht einmal einen Grund dazu.
Mit „nur noch diese Sendung, dann meditiere ich“, kannst du deine seit Tagen geplante Meditation ewig hinausschieben. „Nur noch diese Sendung, dann logge ich wieder meine Zeit“ funktioniert in der Time-Log-Logik dagegen nicht. Daraus wird: „Ich logge, wie viel Zeit ich mit dieser Sendung verbringe“.

Viel schneller als vorher lassen sich mit einem Time-Log Entscheidungen treffen: Die Zeit läuft und du musst später notieren, was du getan hast – also was tust du eigentlich? So lassen sich auch unnötige Pausen vor Aufgaben verringern, die man noch aufschiebt, weil man sich so schwer überwinden kann.

Singeltasking

So ein Time-Log macht Multitasking noch schwieriger, als es sowieso schon ist: Wie viel Zeit hat man mit der einen Tätigkeit verbracht, wie viel Zeit mit der anderen?
Deswegen gleich mein Rat: Wo Multitasking nicht sinnvoll ist, bitte auch nicht einsetzen. Chatten und gleichzeitig Artikel schreiben ist nach meinen Erfahrungen blödsinnig, genauso wie kochen und gleichzeitig Fußball spielen.

Natürlich gibt es auch sinnvolles Multitasking, dass sich sehr leicht loggen lässt: Podcast hören und gleichzeitig joggen, lässt sich beides gleichermaßen loggen und ist dazu noch sinnvoll (außerdem reimt sich „joggen“ auf „loggen“ – und was sich reimt, ist immer gut). Insofern kann dir dein Time-Log vielleicht sogar beibringen, welches Multitasking sinnvoll und welches dagegen sinnlos ist.

Vielleicht hast du das Gefühl, dass dir mit der Time-Log-Methode eine tickende Zeitbombe im Nacken sitzen könnte, die dir laufend ein schlechtes Gewissen macht. Vielleicht wird es sich am Anfang sogar wirklich so anfühlen. Aber dann wirst du erkennen, was dir dein Gewissen eigentlich sagen will: Dass du verantwortlich für deine Zeit bist und dass du sie besser nutzt, bevor sie abläuft. Egal wie, nur nutze sie.

Veröffentlicht am 26.März 2009

Zerstreuungen eliminieren

Veröffentlicht am 14.Februar 2009

Das Internet ist großartig. Es verbindet Menschen mit Menschen, mit Inhalten, mit Diensten – und das auf der ganzen Welt. Du kannst die Zeit, in der du das Internet nutzt, sehr sinnvoll verbringen. Du kannst sie aber auch vollkommen nutzlos verbringen.

Da du nicht unbegrenzt Zeit auf der Erde zur Verfügung hast (ca. 876600 Stunden wenn du 100 Jahre alt wirst – wobei du ein Drittel der Zeit vermutlich verschläfst), willst du diese wahrscheinlich nicht sinnlos verbringen. Zeit ist Leben und sinnlose Zeit ist sinnloses Leben.

Die einfachste und offensichtlichste Möglichkeit, deinen Alltag nützlicher und produktiver zu gestalten, ist, nutzlose Aktivitäten zu eliminieren, allen voran Zerstreuungen.

Zerstreuen ist das Gegenteil von fokussieren. Statt deinen Fokus auf etwas zu richten, was dich erfüllt, zerstreust du dich, um dich davon abzulenken, dass du nicht erfüllt bist.
Du checkst deine E-Mails, statt dich um eine dringende Aufgabe zu kümmern, spielst ein Computerspiel, statt einen Anruf beim Arzt zu machen. Vielleicht liest du sogar gerade diesen Artikel, um dich zu zerstreuen. Geradezu klassisch ist es, in solchen Momenten etwas zu beginnen, wovon man sich sonst vielleicht zerstreuen würde: Aufräumen, spülen, putzen.
Mit deiner Zerstreuung lenkst du dich nicht nur ab, sondern schiebst obendrein wichtige oder dringende Tätigkeiten auf. Dieses Symptom ist auch als „Aufschieberitis“ oder „Prokrastination“ bekannt.

Um nicht ständig auf deine Unzufriedenheit aufmerksam zu werden, bekämpfst du die Symptome: Du eliminierst die unzufriedenen Gedanken beim Fernsehen (anstatt etwas zu tun, was dich zufriedener macht) oder dein körperliches Unwohlsein mit süchtigmachende Nahrungsmitteln (anstatt dich um deine Gesundheit zu kümmern).

Zerstreuung ist immer eine Flucht vor sich selbst. Wenn du dich zerstreust baust du eine Distanz zu dir auf. Im Moment zu leben wird dadurch verhindert. Eventuell lügst du dich sogar an, um deine Zerstreuung aufrecht halten zu können: „Ich brauche eben eine Pause“; Um einen darauffolgenden unangenehmen inneren Dialog zu unterbrechen, ist es am leichtesten, sich zu betäuben: Drogen, Schlaf und alles, was sonst den Verstand abschaltet.

Zerstreuen kannst du dich aber nicht nur, um zu verhindern, eine Tätigkeit zu beginnen, sondern auch, um zu verhindern, eine Tätigkeit weiterzumachen oder zu beenden. Gerade wenn du an einer länger andauernden Tätigkeit sitzt: E-Mails checken,  twittern, chatten, Blogs checken, „mal kurz“ die Fernsehprogramme durchzappen oder ein Video auf Youtube schauen. Die meisten dieser Sachen dauern wirklich nur kurz (weshalb es sehr leicht ist, sich so eine Tätigkeit zu genehmigen), können aber, wenn sie sich häufen ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen und was noch wichtiger ist: Wenn du deinen Fokus immer wieder von deiner Arbeit weglenkst, zerstreust dich von deiner Arbeit. Fokussiertes, konzentriertes, produktives Arbeiten ist so nicht mehr möglich.

Wenn du dich von Zerstreuungen lenken lässt, heißt das nicht nur, dass du weniger quantitativ, sondern auch, dass du weniger qualitativ arbeitest. Denn qualitative Arbeit ist ohne Konzentration (Fokussierung) nicht möglich.

Zerstreuungen eliminieren

1.Quelle des Zerstreuung eliminieren

Das ist die leichteste Methode, weil sie sofort und praktisch umsetzbar ist.
Wenn du zuviel Fernsehen siehst, zieh den Stecker raus oder, wenn du’s etwas dramatischer magst, stell ihn in den Keller, verschenke ihn oder lass ihn entsorgen.
Wenn du dich durch das Internet ablenken lässt, kappe die Verbindung, während du arbeitest oder melde deinen Internetanschluss ab.
Wenn dich Musik ablenkt, mach sie gar nicht erst an, etc.

2.Fokus trainieren

Ob du dich zerstreuen lässt, ist vor allem Gewöhnungs- und Übungssache. Vielleicht kannst du dich nicht täglich 8 Stunden auf deine Arbeit konzentrieren, aber du kannst dich vielleicht 1 Stunde konzentrieren, oder 30 Minuten, oder 10 Minuten. Es ist egal, wo du anfängst, denn du kannst lernen, dich zu steigern.

So kannst du dich steigern: Arbeite täglich eine Woche lang eine Stunde (oder deine persönliche Anfangszeit) pro Tag mit voller Konzentration. Wenn du das geschafft hast, kannst du die Woche darauf täglich 1,5 oder 2 Stunden versuchen konzentriert zu arbeiten. So steigerst du dich Woche für Woche bis du entweder deine Wunschkonzentrationszeit erreichst oder es sich kaum noch steigern lässt. Wenn du merkst, dass es kein Problem für dich ist, dich für deine festgesetzte Zeit zu konzentrieren, kannst du deinen Zeitrahmen natürlich schneller steigern, genauso wie du den Zeitrahmen verkleinern solltest, wenn du nicht so schnell Fortschritte machst, oder dich mit dem aktuellen Zeitrahmen überfordert fühlst.

3.Time-Log

Eventuell bist du dir gar nicht darüber bewusst, wie viel Zeit du effektiv verbringst und wie viel Zeit Zerstreuungen einnehmen. Um das herauszufinden, hilft ein simpler Time-Log. Dazu notierst du dir für einen Tag lang, jede Beschäftigung und ihre Dauer. Wenn du sehr unterschiedliche Tagesroutinen hast (z.B. Wochenende und Werktage, wenn du nur an Werktagen arbeitest), kann es dir helfen, mehrere Tage zu loggen. Am Ende des Tages solltest du eine genaue Aufzeichnung über deine Aktivitäten zu haben.
Evtl. bemerkst du, dass du dich allein wegen des Time-Logs weniger oft zerstreust, weil du deine Aufmerksamkeit, wie du deine Zeit nutzt, dich dazu bringt, deine Zeit sinnvoller zu nutzen. Dann macht es Sinn, deine Zeit regelmäßig zu loggen.

4.Wissen, was zu tun ist

Es gibt verschiedene Gründe, Zerstreuung anstatt Fokussierung zu wählen. Ein Grund kann sein, dass du dir nicht darüber bewusst bist, was du wirklich tun willst. Wenn du etwa ein großes Projekt vor dir hast wie „einen Roman schreiben“, weiß dein Gehirn nicht, wie es sich diese Aufgabe konkret vorstellen soll und lenkt dich lieber davon ab. Das Ziel „einen Roman schreiben“ ist als Aufgabe nicht gehirngerecht und dazu auch noch ziemlich überfordernd. Wenn du Projekte angehst, ist es deswegen immer hilfreich zu wissen, was der konkret nächste Schritt ist. Vielleicht gibt es sogar mehrere mögliche Schritte – wichtig ist nur, dass du dir konkret etwas darunter vorstellen kannst, etwa: „Kapitel 2 umschreiben“ oder „Manuskript ausdrucken“.

5.Wissen, was du wirklich willst

Wenn du dich auffällig oft zerstreust, statt dich zu konzentrieren, ist das, worauf du dich konzentrieren willst, vielleicht gar nicht das Richtige für dich. Eventuell möchtest du gar keinen Roman schreiben, kein Computerspiel entwickeln und keine Blogartikel mehr posten. Wenn du erkennst, dass du an einem Ziel arbeitest, dass dich nicht interessiert, hör am besten sofort damit auf. Und ich meine sofort. An einem Ziel zu arbeiten, das du nicht erreichen möchtest, ist genauso nur eine Zerstreuung und damit eine Flucht vor dir selbst.

Falls es dir schwer fällt, aus der Zerstreuungsroutine zu kommen, empfehle ich dir die Timer-Methode und andere Motivationsübungen.

Um den Zerstreuungen ein Ende zu machen, brauchst du vor allem Ehrlichkeit zu dir selbst. Wenn du nicht zu dir sagen kannst, dass das, was du gerade machst, dich nicht erfüllt, sonder dich nur ablenkt, kommst du kaum aus der Zerstreuungsspirale hinaus. Da es manchmal nicht leicht ist, von selbst zu erwachen, kann dir vielleicht diese Frage helfen: „Will ich das, was ich gerade tue, wirklich gerade tun?“

Wenn du die Frage beantwortest, beobachte, wie du dich fühlst. Ambivalente Reaktionen (z.B. „ja“-sagen und sich schlecht fühlen), können darauf hindeuten, dass du dir was vormachst.

Um deine Aufmerksamkeit auf deine Zerstreuungen zu lenken, könntest du die Frage mit der Time-Log-Methode verbinden (siehe oben Nr.3): Beobachte einen oder mehrere Tage lang, was du tust und wie lange du es tust und frage dich dabei, ob du es wirklich tun willst. So wirst du dir über zerstreuende Aktivitäten gleich im Klaren, wenn du sie ausführst.

Wenn du dir erstmal bewusst über die Zerstreuungen bist, kannst du sie gezielt reduzieren und durch sinnvolle Tätigkeiten ersetzen. Und, was tust du als nächstes?

Warum Neujahrsvorsätze nie funktionieren

Veröffentlicht am 29.Dezember 2008

Während es Leute gibt, die ihre Vorhaben immer noch extrem unprofessionell angehen, machen sich die Zyniker, die sowieso keine Vorsätze haben, darüber lustig. Und das jedes Jahr erneut. Es wird also längst einmal Zeit für einen Artikel, der das Thema Neujahrvorsätze produktiv behandelt.
Wenn du etwas wieder und wieder versuchst und immer wieder scheiterst, machst du vermutlich etwas falsch. Das ist das typische Muster des Neujahrsvorsatzes: Jedes Jahr werden neue Vorsätze gemacht (oder die Vorsätze vom alten Jahr aufgewärmt) und jedes Jahr werden sie nicht eingehalten. Es läuft also irgendetwas schief.

Verteufelung von Vorsätzen

Es wäre nun ein Fehler, das Problem in der Sache selbst zu suchen. „Vorsätze“ sind nicht grundsätzlich so geschaffen, dass man sie nicht einhält und der Jahreswechsel an sich ist auch kein Problem. Das Problem des Neujahresvorsatzes ist ein Problem, dass bei vielen Vorsätzen auftritt, sich bei Neujahresvorsätzen allerdings schon deswegen häuft, weil sich die Vorsätze häufen.

„Ich nehme mir nichts vor, weil ja das Meiste doch nicht erreicht wird.
Willkommen im langweiligsten Leben der Welt!
Statt Vorsätze und damit die Möglichkeit, sein Leben zu verändern, komplett abzuschreiben, bietet es sich eher an, einmal zu untersuchen, warum sich viele Leute so schwer tun, sich an sie zu halten. Grob gesagt, gibt es drei Phasen, die ein Vorsatz überstehen muss, damit er als erfolgreich abgehakt werden kann.

Phase 1: Vorbereitung

Als Vorbereitung zählen alle Arten von Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, deinen Vorsatz überhaupt zu ermöglichen. Dazu gehört manchmal eine umfassende Recherche (z.B. wenn du deine Essgewohnheiten ändern möchtest), manchmal musst du erst gewisse Dinge beschaffen oder organisieren (wenn du lernen möchtest, professionell zu zeichnen, brauchst du bestimmte Zeichenmaterialien) und manchmal musst du schon vorher gewisse Gewohnheiten ändern (wenn du deinen Schlafrhythmus verändern willst, gibst du vorher am besten Koffein für eine Weile auf).
Wenn du dich vorbereitet hast, darf dir nichts mehr fehlen, was für den Erfolg notwendig ist.

Phase 2: Planung

Wenn du nun bescheid weißt und startklar bist, kannst du den Erfolg deines Vorsatzes planen. Dazu musst du verstehen, wie Pläne funktionieren.

Positiv

Dein Plan muss positiv sein. „Weniger fernsehen“ ist nicht positiv. Dein Gehirn weiß nicht, was es mit der Information „weniger fernsehen“ anfangen soll. Was soll nicht-fernsehen sein? Anstatt zu planen, was du nicht tun willst, musst du planen, was du tun willst. Zum Beispiel „mehr lesen“ oder „lesen statt fernsehen.“

Konkret

Wenn du weißt, was du tun willst, kannst du es konkret in deinem Plan festhalten. Zum Beispiel „jeden Tag eine Stunde lesen“ oder „10 Seiten pro Tag“. Du kannst das ganze natürlich auch mit einer Uhrzeit oder anderen Tätigkeiten verknüpfen, z.B. als Pendler: „im Zug lesen“.

Schaffbar

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man sich nur etwas ernsthaft vornimmt, was man auch schaffen kann. „Herkulesvorhaben“, also Vorhaben, die nur ein Halbgott schaffen könnte, sind aber so verbreitet, dass ich diesen Punkt erwähnen muss.
Dabei ist es ein Unterschied, ob ein Vorsatz wirklich unschaffbar ist oder nur psychologisch unschaffbar. Wirklich unschaffbar ist eine Aufgabe, wenn derjenige, der sich ihr annimmt, einfach nicht gewachsen ist. Etwa, wenn du als 50-Jahre alter, untrainierter Laufanfänger von heute auf morgen einen Marathon laufen möchtest.
Unschaffbar wird es nicht nur ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad eines einzelnen Vorsatzes, sondern auch ab einer gewissen Anzahl von Vorsätzen. Generell gilt: Je weniger Vorsätze, desto besser kannst du dich darauf konzentrieren, sie zu erreichen.
Psychologisch unschaffbare Vorsätze sind Vorsätze, die eigentlich schon machbar sind, die aber aufgrund ihrer Formulierung größer erscheinen als sie sind und deswegen leichter zum aufgeben reizen.
Solche Vorsätze sind meistens pessimistisch oder unrealistisch formuliert. „Ich muss/sollte 10 kg abnehmen“, ist pessimistisch formuliert. Der Vorsatz hört sich so an, als wäre man zu etwas gezwungen. Und wer wird schon gerne zu etwas gezwungen? So ein Vorsatz ist leicht aufgegeben.
Unrealistisch ist eine „für immer“- oder eine „nie wieder“-Formulierung, z.B. „Ab morgen werde ich nie wieder rauchen“. Was sich erst gut anhört, kann sich bald als Problem herausstellen: Anstatt sich jeden Tag darauf zu konzentrieren, an diesem Tag nicht mehr rauchen, sieht man sich jeden Tag mit der Aufgabe konfrontiert, nie wieder zu rauchen. Und wenn man dann doch einmal der Versuchung nicht widerstehen kann, ist der komplette Vorsatz dahin.
Wenn ich mir letztes Jahr vorgenommen hätte, vom Fleischesser für immer auf vegetarische Kost umzusteigen, wäre Fleisch für mich wahrscheinlich noch eine Zeit lang Hauptmahlzeit gewesen. Stattdessen entschied ich mich dazu, mich nur für 30 Tage zu verpflichten, kein Fleisch mehr zu essen. Obwohl ich nach den 30 Tagen erstmal wieder begann, Fleisch zu essen, entschied ich mich wenig später wieder, auf Vegetarierkost umzusteigen, einfach, weil mir die Erfahrung gefallen hatte. Es viel mir nicht mal schwer, wieder auf vegetarische Kost umzustellen. Ich wusste, was mich erwartete und ich wusste, dass ich es konnte.

Definitiv

Generell gilt: Je entschiedener du bist, desto leichter wird es dir fallen, motiviert zu bleiben. Bevor du zu Phase 3 übergehst, solltest du dich noch mal versichern, dass du das, was du dir vorgenommen hast, auch wirklich willst. Eine Vor- und Nachteileliste kann dir deutlicher machen, was deine Entscheidung dir wirklich bringen wird. Außerdem kann sich diese Liste als nützliches Hilfsmittel für später erweisen, wenn du vielleicht in einer emotionalen Situation nicht mehr nachvollziehen kannst, warum du die Entscheidung getroffen hast.

Dich für etwas zu entscheiden, was du eigentlich nicht willst, wird dich nie zu einem Ergebnis führen, dass dich zufrieden stellt. Um herauszufinden, was du wirklich willst, musst du hemmungslos ehrlich zu dir selbst sein. Wenn deine Entscheidung „mehr Geld verdienen“ nur darauf aufbaut, dass du dich schlecht fühlst, weil du weniger Geld als deine Freunde hast, und nicht, weil dir selbst was daran liegen würde, ist das wahrscheinlich die falsche Entscheidung. Stattdessen könntest du dir vornehmen, ein besseres Selbstvertrauen zu entwickeln, um unabhängiger von der Meinung anderer zu sein.

Phase 3: Ausführung

Die letzte Phase ist die Phase der Ausführung, also der Zeitraum, in dem du dein eigentliches Vorhaben verwirklichst. Mit dem Wissen und den Vorbereitungen aus Phase 1 und dem Plan aus Phase 2, solltest du nun in der Lage sein, dein Vorhaben umzusetzen.

Priorität

Für mindestens vier Wochen sollte deine neue Gewohnheit oder dein Vorsatz Top-Priorität sein. Erinnere dich immer wieder an deinen Vorsatz. Idealerweise ist es eine der Sachen, an die du als erstes denkst, wenn du morgens aufwachst. Wenn du dich mit deinem Vorsatz in Phase 3 auch gedanklich öfter beschäftigst, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du ihn auch tatsächlich einhalten wirst, als wenn du nur ab und an daran denkst.

Abhaken

Jedes Mal, wenn du dich an deinen Plan gehalten hast, mache dir deinen Erfolg deutlich: Ein Kreuz im Kalender, ein Haken in der ToDo-Liste kann dir zeigen, dass du auf einem guten Weg bist. Sehr gut eignet sich auch ein Tagebuch, um deinen Fortschritt festzuhalten.

Wenn es schwierig wird

Gib nie aus einer emotionalen Situation heraus auf. Mach keine Entscheidungen über deinen Vorsatz, wenn deine Gefühle dich überrollen. Verschieb die Entscheidung darüber, was du machen sollst auf mindestens einen Tag später. Nach einer Portion Schlaf sieht die Welt manchmal ganz anders aus.

Für den Fall, dass du dich einmal nicht an den Plan hältst, mach dies zum absoluten Ausnahmetag. Erkenne an, dass du es an diesem Tag nicht geschafft hast und nimm deinen ganzen Willen zusammen, um dir deine Entscheidung klar zu machen, dich an den Plan zu halten.

Aufgeben

Wenn du dich dazu entschließt, aufzugeben oder es einfach nicht klappen will, sei nicht zu hart zu dir. Gehe der Ursache nach, die dafür verantwortlich ist, dass es diesmal nicht funktioniert hat. Zum Beispiel kann es sein, dass du dein Schlafverhalten nicht unter Kontrolle bekommst, weil du immer verschläfst und du zuerst dein Verschlafen abschaffen musst. Mit dem Wissen darum, wo der Fehler liegt, kannst du dich das nächste Mal besser vorbereiten.

Wieder und Wieder

Wenn du es wieder und wieder probierst und es doch nicht funktionieren will, liegt der Fehler, den du gemacht hast, wahrscheinlich in Phase 1 oder 2. Gibt es etwas, was du noch nicht weißt oder kannst, was für dein Vorhaben notwendig ist? Stehst du wirklich zu deiner Entscheidung? Ist dein Plan schaffbar, konkret und positiv?

Phase 1 und 2 werden nicht nur am häufigsten bei normalen Vorsätzen übergangen, sondern gerade bei Neujahrvorsätzen. Für Phase 1 und 2 braucht es Zeit, die man nicht hat, wenn man sich am 27.Dezember überlegt, was man will, und am 1.Januar schon mit seinem Vorhaben beginnen möchte. Wenn du den Jahreswechsel also nutzen möchtest, um deine Verhaltensweisen umzustellen, nimm dir schon vorher Zeit, um dich vorzubereiten.

Neujahr

Natürlich ist es blödsinnig, sich nur zum Jahreswechsel Dinge vorzunehmen. Du kannst jederzeit deine Verhaltensweisen ändern. Neujahr bietet sich allerdings besonders an: Das neue Jahr steht symbolisch für einen Neuanfang, es ist also leichter sich das neue Jahr als einen neuen Zeitraum vorzustellen, in dem man andere Sachen macht, als in dem Jahr zuvor.
Außerdem gibt es eine Menge Leute, die sich um diese Zeit etwas vornehmen. Dadurch kann man sich ganz natürlich über seine Vorsätze unterhalten. Für viele Leute, ist es leichter, sich an seine Vorsätze zu halten, wenn man mit anderen darüber geredet hat. Nutze also die Gelegenheit.
Eventuell findest du sogar Mitstreiter für dein Vorhaben. Dann könnt ihr euch gegenseitig unterstützen, Erfolge miteinander teilen und euch in schwierigen Zeiten beistehen. Wenn du dir Mitstreiter auswählst, achte allerdings darauf, dass sie wirklich zu ihrer Entscheidung stehen. Genauso, wie man durch erfolgreiche Leute angespornt werden kann, kann man sich auch von Leuten, die schnell aufgeben, herunterziehen lassen.

Du musst nicht bis Dezember warten, dir zu überlegen, was du aus deinem Leben machen willst. Ich überlege es mir fast jeden Tag. Vorsätze zu verteufeln und ihnen die Verantwortung für das eigene Scheitern zuzuschieben ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch ziemlich feige. Und wie überwindet man Feigheit am besten? Genau – indem man das tut, was einem die größte Angst einjagt.