20 Zitate zum Thema Schreiben

Ich hab mal wieder Zitate gesammelt. Diesmal zum Thema Schreiben.

01. Man muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben.
(Maxim Gorki)

02. Die beiden fesselndsten Fähigkeiten eines Autors bestehen darin, neue Dinge vertraut und vertraute Dinge neu erscheinen zu lassen.
(Samuel Johnson)

03. Ein Dichter ist eine Welt, eingeschlossen in einen Menschen.
(Victor Hugo)

04. Der Dichter fischt im Strom, der ihn durchfließt.
(Stanislaw Jerzy Lee)

05.In die Welt zu gehen, ist deswegen für einen Schriftsteller nötig, nicht sowohl damit er viele Situationen sehe, sondern selbst in viele komme.
(Lichtenberg)

06. Lesen Sie einfach alles, was ich schreibe, um des reinen Vergnügens willen. An dem, was Sie darüber hinaus finden, lässt sich messen, was Sie selbst eingebracht haben.
(Ernest Hemingway)

07. Für mich ist auch die Literatur eine Form der Freude. Wenn wir etwas mit Mühe lesen, so ist der Autor gescheitert.
(Jorge Luis Borges)

08. Was immer du schreibst -
schreibe kurz, und sie werden es lesen,
schreibe klar, und sie werden es verstehen,
schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.
(Joseph Pulitzer)

09. Die Klarheit und Kraft der Sprache besteht nicht darin, dass man zu einem Satz nichts mehr hinzufügen kann, sondern darin, dass man aus ihm nichts wegstreichen kann.
(Isaak Babel)

10. Das Ideal mancher Autoren ist offensichtlich eine Literatur ohne Leser.
(Jules Romains)

11. Wahre Dichtung kann mitteilen, bevor sie verstanden wird.
(Thomas S. Eliot)

12. Es gibt kein Werk, es mag noch so vollendet sein, das sich in den Händen der Kritik nicht völlig auflöste, wenn der Autor auf alle Beurteiler hören wollte, von denen jeder die Stelle streicht, die ihm am wenigsten gefällt.
(Jean de la Bruyére)

13. Das Schreiben löst die Illusion vom individuellen Sein auf, und man wird Teil eines Ganzen. Das liebe ich am Schreiben: Cornelia ist mit einem Mal ganz viele.
(Cornelia Funke)

14. Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und dem Glühwürmchen.
(Mark Twain)

15.Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher befällt.
(Georg Christoph Lichtenberg)

16. Was man heute als Science-Fiction beginnt, wird man morgen vielleicht als Reportage zu Ende schreiben müssen.
(Norman Mailer)

17. Es ereignet sich nichts Neues. Es sind immer dieselben alten Geschichten, die von immer neuen Menschen erlebt werden.
(William Faulkner)

18. Nichts ist leichter als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht.
(Arthur Schopenhauer)

19. Wenn man kein Herz in der Brust hat, kann man nicht für die große Menge schreiben.
(Heinrich Heine)

20. Jedes gute Buch schreibt sich von selbst – man darf es nur nicht dabei stören.
(Patricia Highsmith)

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Andere Zitate, die ich bereits gesammelt habe:
Musik Zitate
Zitate zum Thema Publikum

WriYe 2010

Wer gedacht hat, dass der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) bereits das Ende des Schreibwettbewerbwahnsinns ist, hat sich geirrt. Dieses Jahr nehme ich am WriYe teil. WriYe ist kurz für „Writing Year“ und zeigt schon durch seinen Namen eine andere Orientierung als der NaNoWriMo: Der Wettbewerb geht über das ganze Jahr und es muss nicht unbedingt ein Roman dabei herauskommen.

Stattdessen kann man beim WriYe mit einigen Ausnahmen so ziemlich alles schreiben: Sachtexte, Biographien, Artikel, Hausarbeiten, Poesie um nur einige Formen zu nennen. Persönliche Blogposts oder Computer Codes werden dagegen z.B. nicht gezählt. Was im Einzelnen erlaubt oder nicht erlaubt ist, steht genauer im WriYe-Forum.

Beim WriYe gibt es im Gegensatz zum NaNoWriMo auch kein vorgegebenes Wortziel – die Teilnehmer können sich selbst eine bestimmte Zielwortanzahl setzen. Theoretisch fängt die WriYe-Challenge bei 50000 Wörtern an, nur die wenigstens lassen sich jedoch davon begrenzen. Einige Schreiber haben sich für die 10fache Menge verpflichtet, ein einzelner Mutiger möchte dieses Jahr sogar zwei Millionen Wörter hinter sich bringen.

Ich habe mich für 300000 Wörter entschieden. Ich denke, dass diese Summe mich zwar nicht übermäßig herausfordern wird, ich kann mir aber vorstellen, dass mir das Ziel dabei hilft, mit meinen Schreibzielen am Ball zu bleiben.

50000 der 300000 Wörter werden wohl aus einem Roman bestehen – denn ich habe vor, 2010 wieder am NaNoWriMo teilzunehmen. Die restlichen 250000 Wörter hoffe ich vor allem mit Artikeln zu verbraten. Meine Lyrik wird wohl nicht viel dabei helfen, meiner Wortsumme näher zu kommen, allerdings zählen auch Entwürfe und vorbereitendes Schreiben, das mir auf jeden Fall ein paar tausend Wörter abnehmen wird. Über andere literarische geplante Projekte möchte ich mich jetzt noch nicht äußern. Es sei aber angemerkt, dass mir noch die ein oder andere Idee im Kopf herumschwirrt.

Wer beim WriYe mitmachen will, muss sich lediglich im dortigen Forum registrieren und seine Mindestwortzahl angeben. Im Laufe des Jahres soll es dort auch zu einigen zusätzlichen Challenges kommen, an denen man allerdings nicht teilnehmen muss, um das Writing Year erfolgreich zu bestehen. Zusätzlich dazu widmen sich ein paar Forummitglieder der Aufgabe, den Workshop „Writing Fiction“ mit den übrigen Teilnehmern durchzuarbeiten. Gerade für Schreiber, die aktiv an ihrer Schreibqualität feilen wollen, könnte das eine gute Übung sein.

Noch bin ich ganz neu dabei und kann noch nicht viel berichten, ich werde aber über das Jahr hinweg das ein oder andere Update hier hinterlassen. Vielleicht gibt es ja auch von euch ein paar, die sich für eine bestimmte Wortanzahl verpflichten möchten? Soweit ich weiß, kann man sich auch im Laufe des Jahres noch für das Writing Year registrieren. Es eilt also nicht, wenn ihr noch Zeit zum überlegen braucht.

Offizielle WriYe-Webseite

Veröffentlicht am 4.Januar 2010

NaNoWriMo 2009: Ein Auszug

Hier ein Auszug aus meinem diesjährigen NaNoWriMo-Roman. Außer ein paar Rechtschreibfehlern und einem einzigen Wort, ist er noch völlig unbearbeitet. Der Auszug entstand bereits in den ersten NaNoWriMo-Tagen.

Hintergrund: Lina (lyrisches Ich), Serj (benannt nach dem System of A Down Sänger Serj Tankian) und Toby sind versehentlich in der Wüste auf einem fremden Planeten gelandet und versuchen nun einen Weg zurückzufinden. Wie sich später herausstellt, ist die Luft dort mit einem Halluzinogen angereichert.

Auszug

Der warme Wind lies meine Gedanken wie Federn erscheinen, die an mir vorbeisegelten, ohne mich zu berühren. Alles schien leicht und oberflächlich und doch zufriedenstellend.
„Was ist das für ein Planet?“, fragte ich und merkte, dass sich meine Stimme fern und leise anhörte.
Weder Serj, noch Toby schienen darauf zu antworten. Ich sage „schien“, denn ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich mitbekommen hätte, wenn sie mir geantwortet hätten. Aus dem schwarzen Himmel und den beigen Kieseln wurde immer mehr eine riesige Fläche meiner Gedanken und Träume. Alles wurde bildlich, alles bekam ein Gesicht. Und während ich spürte, wie meine Beine sich roboterhaft weiterbewegten, ohne dass ich überhaupt daran denken musste, fühlte ich mich meinem Körper immer ferner und ferner. Ich wurde der warme Wind. Der Wind war ich. Ich war der Wind.
Ich wünschte für einen Moment, ich hätte diese Erfahrung schon früher machen können. 23 Jahre gelebt und nie war ich eins mit dem Wind gewesen. Erst jetzt wurde mir bewusst, wofür ich da war. Wofür es sich lohnte zu leben. Tief atmete ich ein und aus und versuchte die Lungen mit dem Wind, der ich war, so sehr zu füllen wie es nur ging.
Ich hörte mich kichern. In der Ferne. Ich wusste nicht, was so lustig war. Doch, jetzt fiel es mir wieder ein. Ich kicherte wieder. Es war so lustig, dass meine Freunde noch nie der Wind gewesen waren und trotzdem dachten, sie würden ein glückliches Leben führen. Herrje, ich hatte es bis vor einem kurzen Moment selbst gedacht. Ich hatte doch gedacht, ich wäre glücklich! Ich lachte. Das Lachen tat mir kurz im Kopf weh, ich lachte wieder. Ich spürte das Lachbedürfnis in meinem Bauch und fand es witzig, es zu beobachten. Ich fand es an sich witzig.
Ich fragte mich, wie lange wir noch laufen mussten. Nein, fiel mir plötzlich auf, ich lief nicht mehr. Ich kniete, mein Oberkörper war nach vorne gebeugt. Ich wusste, ich war einfach nur müde. Obwohl es schon witzig war, dass man sich dazu hinlegte. Und dass ich das jetzt gemacht hatte… Es war angenehm als mein Oberkörper nach vorne auf den Boden prallte und mein Kopf auf dem beigem Kies aufschlug. Ich glaube nicht, dass ich die Augen geöffnet hatte. Aber ich wusste wie schön mir die Farbe des beigen Kies vorkam. Sie war warm. Sie war viel wärmer als der weiße Kies, der wahrscheinlich auf anderen Planeten herumlag. Schwarzer Himmel, weißer Kies? Das konnte sich nichts geben. Es wäre ein endloser Kampf mit kaltem, eisigem, einem ins Gesicht hämmernden Wind. Niemand wollte dort sein. Und langsam lies ich es zu, in das beige, warme Meer der Stille zu entgleiten.

Ich glaubte nicht, dass ich schnarchte. Es war klar, dass ich schlief und träumte und trotzdem fühlte ich mich lebendig. Als könnte ich meine Träume mitgestalten.
Ich hatte es mir immer so ähnlich vorgestellt, in einem luziden Traum das Ruder zu übernehmen. Doch ich zweifelte an der Echtheit der Luzidität. Ägyptische Gesichter auf Schriftrollen begannen um mich herumzutanzen. Ich freute mich, dass so gefeiert wurde. Sie hatten ein seltsames dunkelorangenes Getränk, von dem sie ab und zu einen Schluck tranken. Es schien zu wirken wie Alkohol. Und nein, ich wollte nichts davon trinken. „Ich bin bereits ohnmächtig genug“, sagte ich und zog die Nase hoch.
„Nimm nur einen Schluck! Einen Schluck!“ Sie tanzten um mich herum. Alles war durchdrungen von dem Getränk. Das Gesamtbewusstsein der Szene, des Lebens, der Welt. Warum? Ich konnte mich nicht widersetzen. Mir war klar, es würde mich umbringen, nicht davon zu trinken. Meine Traurigkeit würde mich umbringen. Meine Einsamkeit. Der erste Schluck schmeckte kalt und kratzig.  Und giftig. Vielleicht wie man sich Ammoniak in flüssiger Form vorstellt. Ich spürte jeden einzelnen Tropfen meine Kehle hinunterrinnen und meinen Körper vergiften. Meine schöne Kehle. Mein schönes Fleisch!
Wie konnte ich die Schönheit und die Kraft dieses Fleisches so sehr schänden?
Ich kam nicht dazu, zu trauern. Eine Welle der Aufregung und Fröhlichkeit riss mich mit. Wie eine Achterbahn, als würde ich auf einer Tsunamiwelle surfen, ich wurde herumgewirbelt, in den Tanz aufgenommen, willkommen geheißen. Ich war es, das Bewusstsein, das all das verursachte. Ein Schrei der Verzweiflung versumpfte in den Freudenschreien der Tänzer und in der lauten handgemachten Musik.
Ich war so traurig. Ich war so traurig. Tränen flossen meine Wangen hinunter. Dann erinnere ich mich an nichts mehr. Die Schwärze hat das beige aufgefressen.

Veröffentlicht am 16.Dezember 2009

NaNoWriMo 09: Der Rest

Zugegeben ist das letzte NaNoWriMo-Update schon etwas her, was dazu führt, dass ihr, wenn ihr den Button in meiner Navigationsleiste nicht beachtet habt, vielleicht noch gar nicht wisst, wie mein NaNoWriMo-Ergebnis aussieht.

Kurzum: Ich hab natürlich gewonnen. :D

Da ich „nur“ bis Tag 12 regelmäßige Updates gebloggt habe, habt ihr vielleicht das Gefühl, den Großteil verpasst zu haben. Dem ist aber nicht so.
Tatsächlich hab ich nach Tag 13 erstmal bis Tag 27 pausiert. Es gab also kein fälliges Update, weil einfach nichts zu berichten war. Tag 27 – Tag 30 hab ich dann den Rest meines Romans geschrieben, was noch ca. 17000 Wörter waren.

Pause

Ich hätte die Pause angekündigt, wenn ich sie eingeplant hätte. Das war sie allerdings nicht. Die Entscheidung, eine Pause einzulegen, entstand eher indirekt: Nämlich dadurch, dass ich mich dazu entschied, mich kurzfristig anderen Medien zu widmen.
Ich hab ja bereits in einem Update erwähnt, dass ich meine anderen Medien bald vermisst habe (Prosa-Schreiben ist eines der Medien, mit denen ich relativ wenig Ausdrucksbedürfnis habe). Ich wollte mal wieder einen Song oder ein Gedicht schreiben. Damit habe ich um Tag 13/14 angefangen und sogar einige interessante Sachen zusammengebracht.

Danach sah ich erst Mal keinen Grund, gleich wieder an meinem Roman weiterzuschreiben. Das lag vor allem daran, dass ich mir hundertprozentig sicher war, dass ich die 50000 Wörter sowieso erreichen würde. Ob ich sie jetzt zu Ende bringen würde oder später war im Grunde egal. Und da mich meine Mindestwortanzahl von 4000 Wörtern pro Tag nicht mehr Recht motivieren konnte, beschloss ich, einfach abzuwarten, was passieren würde.

Final Countdown

Als der Monat dann zu Ende ging, machte ich mich wieder ans Werk. Tag 27-28 schrieb ich dabei insgesamt nur etwa 1500 Wörter. Da ich mir immer noch absolut sicher war, die restlichen 15500 Wörter bis zum 1.Dezemeber zusammenzukratzen, machte mir das keinen Stress.
Am Abend des 29.November begann für mich dann die letzte Etappe des NaNoWriMo. Ich setzte mich hin und schrieb und schrieb und schrieb. Diesmal mit dem Unterschied, dass ich mir weniger Pausen gönnte und das Ende des Schreibens nicht so greifbar war wie sonst.

Innerhalb eines Zeitraumes von etwa 29 Stunden brachte ich dann die fehlenden 15500 Wörter zusammen und beendete den NaNoWriMo 2009 für mich etwa eine Stunde vor Mitternacht.

Erfahrung

Hört sich das nach Stress an? War es nicht wirklich. Ich hetzte mich nicht, da ich dazu keinen Grund sah. Im Gegenteil. Da ich mich mehr aufs Schreiben konzentrierte als auf das Ziel (da das Ziel einfach viel weiter weg war als sonst), wurde ich weniger schnell ungeduldig.

Nebenbei verfolgte ich einen Thread im NaNoWriMo-Forum, in dem sich Schreiber, die im Wordcount sehr weiter hinterherhingen, aber trotzdem fest entschlossen waren, es zu schaffen, sich gegenseitig anfeuerten. Es war schön mitzuerleben, wie einige Leute einfach aufgrund ihres großen Willens ein für sie außergewöhnlich großes Ziel erreichten.

Inhalt

Über den Inhalt des Romans lohnt es sich kaum ein Wort zu verlieren. Gerade was ich in den letzten Stunden zum Roman beigetragen habe, konnte die Qualität nicht mehr erhöhen. Das lag vor allem daran, dass mich die Plotidee, die ich hatte nicht mehr reizte und ich den Plot quasi abbrach, ohne ihn durch einen neuen zu ersetzen.
Ich hab nun also einen Roman mit Anfang und Ende und riesigen Löchern in der Mitte.
Das macht mir allerdings überhaupt nichts aus, da ich sowieso nicht für die Textqualität geschrieben habe (wäre beim NaNoWriMo auch nicht zu empfehlen).

Neues

Ich fand es überraschend, dass ich, obwohl ich bereits letztes Jahr erfolgreich beim NaNoWriMo teilgenommen hatte, viele neue Erfahrungen beim Schreiben machen konnte. Das lag wahrscheinlich vor allem an der anderen Herangehensweise und dem Schreibverlauf.

Während ich letztes Jahr kleinere, regelmäßigere Schritte gegangen bin, hab ich dieses Jahr in größeren Blöcken, dafür aber unregelmäßiger geschrieben. Letztes Jahr hätte ich vermutet, dass mir die Unregelmäßigkeiten das Genick hätten brechen können, dieses Jahr weiß ich, dass es mir nicht nur viel Spaß machen kann, in größeren Blöcken zu schreiben, sondern auch, dass die Unregelmäßigkeit keineswegs ein Hindernis ist, wenn man es wirklich schaffen möchte.

Eine Nebenwirkung hatte der neue Schreibrhythmus allerdings auch noch: Das Communitygefühl kam nicht ganz auf wie beim letzten NaNoWriMo. Wenn man selbst ein oder zwei Wochen nichts schreibt, hat man nicht unbedingt das Bedürfnis die Blogs oder Forenposts anderer Schreiber zu lesen. Das fand ich etwas schade und werde mir für nächstes Jahr etwas ausdenken, das diesen Effekt umgeht.

Schreibgeschwindigkeit

Schon in den ersten Novembertagen konnte ich feststellen, dass sich meine Schreibgeschwindigkeit im Vergleich zum letzten Jahr erhöht hatte (früher: 1000 W/h; dann 1500 W/h). Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass ich ohne größere Probleme auch 2000 Wörter pro Stunde schaffe, wenn ich konzentriert bei der Sache bleibe. Ich hatte zwar nicht immer Lust, so hundertprozentig bei der Sache zu sein und hab gerne etwas getrödelt, es ist aber gut zu wissen, dass es auch anders geht.

Roman

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Roman nicht veröffentlichen werde. Ich werde vielleicht die ein oder andere Idee daraus aufgreifen und in weiteren Prosawerken oder Kolumnen umsetzen, eine große Überarbeitung mit anschließender Veröffentlichung interessiert mich (momentan) aber nicht.
Wenn ich überhaupt anfange, etwas zu überarbeiten, wird das mein Roman von letztem Jahr sein. Der hat nämlich nicht nur einen Plot und cool Charaktere, sondern auch das Potenzial für eine Fortsetzung.

Nächstes Jahr

Im Gegensatz zu letztem Jahr, wo ich lange nicht sagen konnte, ob ich dieses Jahr wieder mitschreiben würde, bin ich im Moment ziemlich sicher, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde. Vermutlich werde ich wieder nach anderen „Regeln“ schreiben als dieses Jahr, einfach, um noch interessantere Erfahrungen zu sammeln.

Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, den Plot für nächstes Jahr bereits im Voraus kopfkinomäßig auszuarbeiten, so dass alles bereits steht und die Worte nur noch heruntergeschrieben werden müssen.
Ich könnte auch Script Frenzy im April dazu nutzen, ein Drehbuch zu schreiben, auf dem der Roman im November dann basiert. Dazu könnte ich dann auch noch einen Score komponieren, was mich sowieso unglaublich reizt.

Aber im Moment sind das alles noch Spekulationen. Wie war das NaNoWriMo-Finale für euch? Seid ihr nächsten November wieder dabei?

Veröffentlicht am 8.Dezember 2009

NaNoWriMo 2009 – Tag 11 und 12

Tag 11 und 12 konnte ich gut schreiben, auch wenn ich nicht ganz die 4000 Wörter erreicht habe. Ich hab nach den beiden Tagen etwa 6300 Wörter mehr, womit ich jetzt bei 27512 Wörtern liege und damit bereits die Hälfte überschritten habe. Wenn ich in dem Tempo weiterschreibe (mit einem hohen Wortminimum aber einigen Pausen), kann ich noch locker bereits einige Tage vor dem 30.November mit dem Schreiben aufhören. Mehr als 50000 Wörter plane ich mittlerweile nicht mehr.

Prosa vs. andere Medien

Was ich im Moment etwas vermisse, sind meine andere kreativen Medien. Ich würde mir gerne mal wieder Zeit dafür nehmen, ein paar Songs und Gedichte zu schreiben. Zeitlich würde sich das vielleicht einrichten lassen, allerdings komme ich nicht wirklich zur Ruhe, wenn ich ständig daran denke, dass ich mir meine Kreativität und Energie eigentlich in meinen Roman investieren sollte, anstatt in irgendwelche anderen Projekte.
Ich bin ja was kreative Medien angeht recht vielseitig und habe auch gemerkt, dass die Prosa eine der Medien ist, die mir im Vergleich zu anderen Medien, weniger wichtig ist. Zwar macht es mir wirklich Spaß, Prosa zu schreiben, aber mit anderen Medien hab ich ein größeres Ausdrucksbedürfnis. Insofern bin ich wirklich froh, dass der NaNoWriMo auch schon bald wieder vorbei ist und ich mich dann wieder anderen Dingen zuwenden kann.

Alle Register ziehen

Da ich ja keine Plotvorlage für den Roman hatte und habe, steuern meine Szenen und Charaktere von alleine vorwärts. Damit das ganze nicht zu langweilig oder einseitig wird, habe ich begonnen, alles mögliche, was mir einfällt, spontan in den Roman einzubauen.
Während des Schreibens gelangt eine Szene von den Simpsons in meinen Kopf? Also baue ich eine Referenz zu den Simpsons in den Plot ein. Mir fällt ein passendes Lied zur Szene ein? Also streue ich Teile des Liedtextes in den Text mit ein.
Da mein Roman eine Genre-Mischung aus Science Ficiton und Comedy sein soll, klappt das auch sehr gut. Ich kann jeder absurden Eingebung verfolgen, ohne dabei an Grenzen zu stoßen. So schreibt es sich nicht nur sehr unterhaltsam, es ist auch unmöglich, dass einem dabei die Ideen ausgehen.

Freude!

Gestern ist es mir passiert, dass ich einen Absatz geschrieben habe, der mir so gefallen hat, dass ich ihn mehrmals lesen musste und dann erstmal nicht mehr weiterschreiben konnte: Ich war viel zu aufgedreht, um mich wieder hinzusetzen und weiterzuschreiben, so sehr hab ich mich über das Stück Text gefreut. Ich musste aufstehen und eine Runde spazieren gehen, um über meine Euphorie hinwegzukommen.
Das ist ein Phänomen, das ich vom dichten und manchmal auch vom komponieren kenne, vom Prosaschreiben bisher aber nicht. Ob ich es während des NaNoWriMo nochmal schaffe, eine so gelungene Passage zu schreiben?

Statistik

Wörter: 27512
Es fehlen noch: 22488

Veröffentlicht am 13.November 2009