FAWM Fundstücke

Im Februar während des February Album Writing Month, kurz FAWM, habe ich 14 Songs in 28 Tagen geschrieben. Ich habe bisher nicht vor, etwas davon auszuarbeiten, fände es allerdings schade, wenn die Sachen ganz in der Versenkung verschwinden würden. Deswegen ein paar Textfragmente, die während des FAWM entstanden sind:

Die Besucher

(zur Melodie der TV-Serie „Die Besucher“)

die Welt ist in Gefahr
doch wir können fliehen
ein Akademiker
und sein Expertenteam

Du glaubst, Zeit ist linear
vergeht irgendwann gänzlich
und nun sind wir zurück
das alles war nie vergangen
es ist unendlich

Godless

every time you realise that I’m present
do you get that this is not an accident?

I’m thoughtless when you’re around
I am godless when you’re around

Hypnotized

it is spinning
black and white
and I’m becoming
hypnotized

an endless fall
an endless flight
the vaccuum
I’m lost inside

I’ve let myself
all slip away
when I tried
to catch the gray

The Game

playing with people, you call it a game
sold it to the lost, they all know your name
you saw me and thought it would just be the same
you will regret the very day that I came

the biologist told you essentially the same
at first you were nothing and now you’ve got fame
the loss of the weak is all that you gain
you will regret the very day that I came

the manager says you should get control
the scientist says it’s your natural role
the man you look up to says it’s his goal
how you love the things that you have been told

behind the curtains
two silhouettes play
one is your shadow
the other decays

Freedom

this is where I’m
in my mind
got a place
you can’t find
made you blind
with my lies
in my veins
my blood cries

I’m dying for freedom

this is my place
in my mind
all I am
is alright
this is why
I’ve to hide
save the freedom
inside

I’ll have to flee
for being free

In diesem Moment

irgendwann siehst du zurück
und es ist nichts mehr da
das Leuchten verblasst
im Moment ist es noch klar
wenn es soweit ist,
frag nicht ob, es richtig war
denk einfach dran wie es war
in diesem Moment

Not Breathing

can you feel this nothingness?
I can’t
I know it is more than I
can stand

I’m not grieving
I’m not breathing

you are gone – so do you
understand?
can you see me breathing on?
I can’t

Veröffentlicht am 13.August 2009

50/90 Challenge 09

Seit dem 4.Juli läuft nun die 50/90 Challenge. Das ist eine Art Wettbewerb für Songwriter, sehr ähnlich wie der FAWM, an dem ich dieses Jahr erfolgreich teilgenommen habe. Während es beim FAWM darum geht, ein Album von 14 Songs in einem Monat zu schreiben, ist die 50/90 Challenge dagegen ein etwas langfristigeres Projekt: 50/90 bedeutet 50 Songs in 90 Tagen. Es soll also etwa alle zwei Tage ein Song geschrieben werden.

Was „Song“ im einzelnen bedeutet, wird dabei nicht vorgegeben. Sowohl instrumentale Tracks, als auch Tracks mit Gesang sind zugelassen. Es gibt keine Mindestlänge und keine Veröffentlichungspflicht. Wer an der 50/90 Challenge teilnimmt, macht das für sich selbst und braucht deswegen auch keine Beweise zu erbringen.

Trotzdem ist das ganze ein Community-Projekt. Im 50/90-Forum treffen sich Songwriter auf der ganzen Welt und unterstützen sich. Das ist praktisch, wenn man, wie ich, nicht viele Songwriter kennt. Wer möchte, kann seine Songs oder auch nur die Lyrics mit der 50/90-Gemeinde teilen.

Je nachdem, was einigermaßen brauchbar ist, kann ich mir vorstellen, in den drei Monaten ebenfalls ein paar Lyrics oder Tracks zu veröffentlichen. Da ich selbst kein brauchbares Recording-Equipment besitze, werde ich aber höchstwahrscheinlich nur instrumentale Tracks veröffentlichen.

Zwischenstand

Bisher habe ich zwei Tracks fertiggestellt. Sie tragen beide noch keinen Namen. Für Track 1 hab ich teilweise einen Text geschrieben, ich bin mir aber nicht sicher, ob der Text thematisch zum Song passen.
Ich werde in den nächsten zweieinhalb Monaten immer mal wieder über den Zwischenstand berichten und über die Songwriting-Herausforderungen, denen ich mich bis dahin gestellt habe.

Veröffentlicht am 14.Juli 2009

Songwriting und MIDI

Ich werde öfter mal gefragt, wie mein Songwriting-Prozess aussieht. Für viele Laien ist es schwierig, es sich vorzustellen, wie man einen Song schreibt. Andererseits gibt es auch unter Musiker so viele Methoden und Herangehensweisen, dass man schon dadurch auf neue Ideen kommen kann.

Wenn ich Songs schreibe, dann schreibe ich sie fast ausschließlich mit meinem PC und meinem Keyboard. Mein Keyboard ist dazu per USB mit meinem PC verbunden. Wenn ich es spiele, sendet es MIDI-Signale an meinen Computer.

Auf meinem Computer ist ein Sequencer installiert. In meinem Fall ist es Cubase. Andere Sequencer sind z.B. Pro Tools, Logic (nur noch für Mac), Samplitude, Ableton Live oder Fruity Loops.

Der Sequencer ist das Programm, mit dem ich meine Musik aufnehmen und bearbeiten kann. Projekte in Sequencern sind in mehrere Spuren unterteilt. Auf jede Spur kann man nun bestimmte Instrumente und Effekte legen. Spielt man mehrere Spuren gleichzeitig ab (zum Beispiel eine Gitarrenspur, eine Bassspur und eine Drumspur), so hat man eine übersichtliche Grundlage für einen Song.

In fast jedem Sequencer hat man die Möglichkeiten, Audio- oder MIDI-Spuren anzulegen.

Audio ist alles, was bereits festgelegte Wellenformen hat, z.B. alles was über ein Mikrofon aufgenommen wurde. Alle .wav und .mp3-Dateien sind Audio. Der Computer muss sie nur noch abspielen, er muss nichts selbst generieren, es ist alles schon da. Der Computer liest eine Audio-Datei, wie die Nadel des Plattenspielers die Platte liest.

MIDI ist dagegen ein Steuerungscode. In einer MIDI-Datei stehen Anweisungen, wann der Computer wie lange welchen Sound generieren soll. Der Sound muss jedes mal erst ausgerechnet werden und entsteht damit jedes mal neu. Mit MIDI lassen sich etwa Synthesizer steuern.

Ich nutze zum Songwriting ausschließlich MIDI. MIDI ist sehr flexibel und einfach und hilft deswegen enorm, sich beim Songwritingprozess auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Song.

Wenn ich einen Song schreiben möchte, beginne ich damit, eine Melodie auf meinem Keyboard zu suchen. Wenn ich eine gute Melodie gefunden habe, spiele ich sie ein. Das heißt, ich nehme mit dem Sequencer die MIDI-Signale auf, die das Keyboard schickt, während ich es spiele. Das hört sich jetzt komplizierter an, als es ist, denn ich brauche dazu nur einen einzigen Knopfdruck.

Wenn die Aufnahme abgeschlossen ist, habe ich eine MIDI-Sequenz in meinem Sequencer. Diese Sequenz ist ein Abbild dessen, was ich gespielt habe. Ich kann die Sequenz beliebig oft abspielen. Es wird immer erneut und exakt das reproduziert, was ich das erste mal gespielt habe.

Ich kann meine MIDI-Sequenz wieder an mein Keyboard leiten und mein Keyboard damit steuern. Ich kann die MIDI-Sequenz aber auch an ein anderes Instrument leiten, etwa an einen Synthesizer. Der Synthesizer hält sich ebenfalls an die Befehle, wann welcher Ton wie lange gespielt werden soll – er generiert damit lediglich einen anderen Sound. Eben den Sound, den man einstellt.

Indem man also eine MIDI-Sequenz generiert, kreiert man lediglich eine Melodie und legt das Instrument damit noch nicht fest. Das ist gut, denn um Instrumentierung kann ich mich dann immernoch später kümmern, wenn ich mehr über meinen Song weiß. Ich kann MIDI-Sequenzen sogar beliebig bearbeiten: Das heißt, einen Ton herausschneiden, einen anderen verlängern oder verschieben ist gar kein Problem.

Meine MIDI-Sequenz liegt nun auf einer beliebigen MIDI-Spur. Ich hab meine Melodie. Nun kann ich weitere Melodien darüber legen. Etwa eine Begleitungsmelodie.
Ich mache aus der vorhandenen MIDI-Sequenz nun einen Loop, so dass sie sich ständig wiederholt. Dann probiere ich auf meinem Keyboard verschiedene Begleitungsmelodie aus, während sich die erste Sequenz immer und immer wieder wiederholt.
Habe ich eine passende Begleitung gefunden, gehe ich in den Recording-Modus und spiele sie ein. Dabei wird die erste Sequenz, sofern ich das will, immer noch abgespielt. Das ist praktisch, denn so kann ich mich an der Melodie orientieren.

Nun habe ich zwei Sequenzen. Und so geht das immer weiter. Irgendwann habe ich einen ganzen Bildschirm voller Sequenzen. Na gut, ich bin minimalistisch veranlagt und deswegen sieht es bei mir nicht ganz so schlimm aus, aber an sich ist jeder meiner Songs nur ein Haufen MIDI-Sequenzen, wenn ich ihn schreibe.

Nun zur Preisfrage: Muss man dafür Keyboard spielen können?
Nein, muss man nicht. Das Keyboard ist lediglich eine praktische Hilfe: Man drückt eine Taste, es kommt ein Ton raus – einfach spitze, wenn man wissen möchte, welche Melodie sich eignet und welche nicht.
Ansonsten bietet fast jeder Sequencer mehrere Möglichkeiten, die MIDI-Töne einzeln zu programmieren. Etwa über einen Noten-Editor, einen Listen-Editor oder einen Event-Editor. Das ist aber relativ aufwendig, da man damit jeden Ton einzeln einzeichnen muss, was einerseits länger dauert und zweitens einem die mögliche Flexibilität beim Improvisieren nimmt.

MIDI-Sequenzen zu erstellen ist lediglich eine der Möglichkeiten, einen Song mit dem Computer zu schreiben. Es ist die Möglichkeit, die ich mir angewöhnt habe und die meiner Meinung nach durch ihre Einfachheit und Flexibilität besticht.
Wenn ich mich um das Songwriting kümmere, muss ich meistens nicht mehr als drei Knöpfe drücken: Play, Record, Stop. Fehler lassen sich leicht ausbessern, Arrangements lassen sich komplett ändern.

Wenn es dich interessiert, wie man von einer einzelnen Melodie nun zum Song kommt, empfehle ich dir die beiden Artikel:
Songwriting Crashkurs
Songparts und ihre Funktionen

Veröffentlicht am 13.Juli 2009

Songwriting Twitterer

Wer als Songwriter seines Gleichen bei Twitter sucht, findet im Verhältnis zur Anzahl der Twitteruser wahrscheinlich nicht allzu viel. Noch weniger findet man, wenn man nach Leuten sucht, die über das Songwriting twittern.

Ich hab  mich mal auf die Suche gemacht und euch ein paar Twitterer rausgeschrieben, die sich in ihren Tweets verstärkt mit dem Thema Songwriting befassen. Bisher habe ich leider nur englischssprachige Twitterer gefunden.

englischsprachig:

@CaseySorrells
@RavenousRaven
@SongWriteNews
@jeanettearsenau
@TuneSpace
@TedSanborn
@jasonwhitehorn
@hithackers
@MrGuitarPlayer

Diese Liste wird ständig erweitert.

Veröffentlicht am 19.Mai 2009

Songwriting-Blogs und -Webseiten

Da Seiten zum Thema Songwriting nicht gerade weit verbreitet sind (und besonders nicht in Deutschland), habe ich mal ein paar gesammelt und möchte sie euch hier als Linkliste präsentieren. Der Fokus dieser Seiten liegt besonders auf der kreativen Arbeit des Songwriters.

Die Liste wird ständig erweitert. Falls ihr weitere Seiten kennt oder selbst eine besitzt, würde ich mich freuen, wenn ihr mich kontaktiert.

Englisch:

http://www.bloggingmuses.com/
http://jeffsongwriting.blogspot.com/
http://theshysinger-songwriter.blogspot.com/
http://christinekane.com/blog/
http://lyrist101.blogspot.com/
http://www.tdbstudio.com/blog/
http://www.songwritingzen.com/
http://lavellsworld.com/
http://www.greatsongwriting.com/index.html
http://www.ultimatesongwriting.com/index.html
http://garyewer.wordpress.com/
http://www.berkleeshares.com/songwriting__arranging/

Deutsch:

http://www.delamar.de/category/songwriting/
http://www.klangkost.net/

Veröffentlicht am 11.April 2009