Durch einen Artikel von Steve Pavlina bin ich Anfang September auf die Idee gekommen, ein Buch pro Woche zu lesen. Ich entschloss mich sofort dazu, das Ganze einmal auszuprobieren. Ich bin bisher (abgesehen von meiner Kindheit und frühen Jugend) eher Gelegenheitsleser gewesen. Schon deswegen, weil meine Augen sich relativ schnell überanstrengen und das Lesen unbeleuchteter Sachen für mich schnell mühevoll bis unmöglich werden kann.
Ich konnte mir aber gut vorstellen, dass ich mit einem Buch pro Woche meine Grenzen nicht überschreiten würde. Ich nahm mir nicht explizit vor, ein Buch pro Woche zu lesen, da ich nicht wusste, wie viel Zeit ich in den einzelnen Wochen haben würde, sondern verteilte das ganze auf die Monatsebene: Ich wollte vier Bücher in einem Monat schaffen. Wenn ich hier von Büchern rede, rede ich übrigens ausschließlich von Sach- und Fachbüchern. Es ging mir nicht um Unterhaltung, sondern rein um Information.
Schon nach einem Monat (und übrigens nein, es war nicht schwierig, dieses Vorhaben durchzuhalten) ist mir nun klar, dass ich aus dem Bücherlesen eine Gewohnheit machen möchte. Was an Büchern so besonders ist? Im Gegensatz zu anderen Medien haben sie den Vorteil, dass sie sich viel detaillierter mit einem Thema auseinandersetzen können und damit meistens wesentlich mehr in die Tiefe gehen, als andere Medien.
Es ist so leicht, oberflächliche Informationen aus dem Internet zu erhalten, dass man leicht vergessen kann, dass es auch Möglichkeiten gibt, sich detailliertes, tiefgründiges und fokussiertes Wissen über ein Thema zu besorgen. Es ist zwar in den meisten Fällen etwas aufwendiger, sich ein Buch zu einem Thema zu besorgen, statt einen Blog zu dem Thema zu lesen, wenn man sich aber wirklich mit einem Thema auseinandersetzen möchte, ist ein Buch meistens die bessere Wahl.
Vielen Leuten fällt der Qualitätsunterschied verschiedener Informationsquellen kaum oder gar nicht auf. Deswegen mag ihnen so ein Artikel absurd erscheinen. Er liest sich wie: „Du willst mehr Informationen? Dann besorg dir mehr Informationen!“ Es geht allerdings eben gerade nicht um die Quantität der Informationen, sondern um die Qualität.
Da Bücher meistens einen größeren Eindruck hinterlassen, eignen sie sich hervorragend, um den eigenen Geist längerfristig zu füttern: Jede Woche ein Schwung geballter Eindrücke und Ideen – rechnet man das längerfristig, kann man sich in etwa vorstellen, wie groß der Unterschied nach einem Jahr zwischen jemandem ist, der wöchentlich ein Buch gelesen hat und jemandem, der das nicht getan hat. Oder nach fünf Jahren. Oder nach zehn Jahren.
Bevor man eine Gewohnheit erlernt hat, kann man in der Regel nicht voraussehen, welche Effekte sie auf einen hat. Deswegen am besten einfach mal selbst austesten. Wenn du überhaupt nicht weißt, bei welchem Buch du anfangen sollst, schau doch mal in einer Bücherei vorbei. So musst du nicht gleich finanziell belasten, wenn du wenig Geld zur Verfügung hast. Für den Fall, dass du speziellere Informationen suchst, kannst du auch Unibibliotheken nutzen. An Ressourcen sollte es also nicht scheitern.
Nach ein paar gelesenen Büchern solltest du bereits den Unterschied zu vorher erkennen. Dann kannst du entscheiden, ob die neue Gewohnheit für die in Frage kommt oder nicht. Ich werde sie erstmal behalten.
Veröffentlicht am 13.Oktober 2009
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Ich bin einfach neugierig: was von Fachbüchern willst du lesen? Auf welchem Gebiet?
Grüße
ich bin froh, wenn ich zur zeit ein buch pro quartal hinbekomme. die firma nimmt mich voll in anspruch und ich bin echt froh wenn als wochenende ist. zeit ist wirklich das wertvollste.
Bernd Helmut Frank
@Dimmi: Ich lese z.B. Bücher aus den Bereichen Philosophie, persönliche Entwicklung (Erfolgsliteratur), Marketing, Psychologie, Musik(theorie), Dichtung… Etwa die Bereiche, die ich auch in meinem Blog abdecke.
@Bernd: Stimmt, denn Zeit ist Leben. Speed Reading/Photo Reading könnte für dich interessant sein: Dabei lernt man, seine Lesegeschwindigkeit um ein Vielfaches zu erhöhen. Falls du dich weiter informieren möchtest, ein Buch zum Thema Speed Reading findest du hier: Visual Reading® – Garantiert schneller lesen und mehr verstehen
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