Endlose Ideen
Ein neuer Blogartikel, ein neuer Songtext, eine neue Kurzgeschichte, alles beginnt mit einer Idee. Ohne Idee bist du machtlos. Vielleicht hast du sogar ein paar Ideen, aber keine davon ist gut. Wenn du dich öfter in der Situation der Ideenlosigkeit befindest, hilft am leichtesten ein systematischer Vorgang, mit dem du dich von deiner Ideenlosigkeit befreien kannst.
1.Experte werden
Werde Experte in einem Gebiet. Am naheliegendsten ist es, Experte in dem Gebiet zu werden, mit dem du dich kreativ befassen möchtest. Wenn du noch nicht weißt, welche Themen du bearbeiten möchtest, werde in irgendeinem Bereich Experte. Werde z.B. Experte zum Thema „Social Networks“, „Literatur um 1900“, „psychische Störungen“, „Spinnentiere“, „Liebe“, „Bewusstsein“…
Es spielt wirklich keine große Rolle, welches Gebiet du wählst. Dennoch sollte es dich interessieren – ansonsten wirst du keine großen Fortschritte machen.
Eigne dir so viel Wissen an, wie du finden kannst. Wichtiger als Detailwissen, ist es, grundlegende Prinzipien zu verstehen. Als Experte musst du darüber hinaus aber auch genauer bescheid wissen.
2.Verknüpfungen herstellen
Wenn du denkst, dass du genug gelernt hast und vertraut mit deinem Expertengebiet bist, weite das Gebiet aus: Beschäftige dich mit Randthemen, lies Meinungen und journalistische Texte, die dein Gebiet betreffen, diskutiere mit anderen Experten darüber, forsche selbst nach, sieh dir verwandte Gebiete an, versuche Prinzipien mit den Prinzipien anderer Gebiete zu vergleichen, übertrage dein Wissen in andere Bereiche…
Dein Fokus sollte nun nicht mehr darauf liegen, das Wissen und die Prinzipien separat innerhalb des Gebietes herzustellen, sondern Verknüpfungen in allen anderen Teilen deines Wissen und deines Lebens zu kreieren.
3.Reflektion
Während dieses Prozesses wirst du auf neue Gedankengänge und Ideen stoßen. Vielleicht sogar auf Themen, die dir sehr nahe gehen. Was auch immer in deinem Kopf vor sich geht, lass es nicht dort, schreib es auf.
Du brauchst keinen Aufsatz zu schreiben, Stichpunkte genügen. Versuche Zusammenhänge deutlich zu machen, so dass du später das gelesene wieder nachvollziehen kannst. Schreib am besten so viel dazu auf, wie dir in den Sinn kommt.
Wenn dir Fragen durch den Kopf gehen, schreib dir die Fragen auf.
4.Ideenliste entwickeln
Nach einer Weile kannst du durch deine Notizen gehen und die Ideen herauspicken, die dir am besten gefallen und die am besten ausbaufähig sind. Übertrag sie in eine separate Ideenliste und wenn dir bereits einfällt, wie du sie umsetzen könntest, notiere dir das in Stichpunkten dazu.
Du wirst sehen, dass deine Ideenliste so schnell wächst, dass du nicht mehr mit den Umsetzungen nachkommst. Das ist gut so, denn dann kannst du dir die besten Ideen heraussuchen, um sie zu bearbeiten.
Wenn du eine Menge Ideen hast, dir aber keine gut genug vorkommt, bearbeite sie trotzdem. Es ist besser etwas zweitklassiges zu schreiben, als in eine Kreativitätsblockade zu verfallen.
Du wirst feststellen, dass du, schon allein dadurch, dass du eine Idee bearbeitest, wieder neue Einfälle findest. Versäume dann nicht, dir diese zu notieren.
Für meine Blogartikel hab ich im Moment 76 Ideen in meiner Ideenliste. Oft habe ich mehrere Ideen an einem Tag, die allein dadurch aufkommen, dass ich mich mit einem Thema beschäftige, in dem ich mich auskenne.
Für den Fall, dass du einen Start brauchst, kannst du mit dieser Liste anfangen: 100 Inspirierende Themen.
Es gibt keine Ideenknappheit im Universum, also schaffe sie auch nicht in deinem Kopf. Dir stehen so eine Menge Ressourcen zur Verfügung, aus denen du Ideen ziehen kannst, dass es schade wäre, sie nicht zu nutzen. Welche Ideen gehen dir jetzt durch den Kopf?
Veröffentlicht am 24.März 2009
Letzte Änderung am 26.März 2009
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