Konsum reduzieren

Veröffentlicht am 13.Januar 2009

Es gibt verschiedene Gründe, den Konsum herunterzuschrauben. Vielleicht möchtest du sparen oder dich auf wenigere und dafür wichtigere Dinge konzentrieren.

Die Frage, die dir hilft, wenn du deinen Konsum reduzieren möchtest, lautet: „Was brauche ich wirklich?“
Wenn du etwas nicht brauchst, kannst du es von deiner Einkaufsliste streichen.

Wenn du also das nächste Mal im Supermarkt/in der Drogerie/im Kaufhaus bist und dich der Kasse näherst, frage dich diese einfache Frage: „Brauche ich das wirklich?“

„Brauchen“ ist immer sehr relativ. Deswegen ist es wichtig, dass du herausfindest, was dieses Wort für dich bedeutet. Um dir einige Anhaltspunkte zu geben, habe ich dir eine kleine Liste von Dingen erstellt, auf die du getrost verzichten kannst:

Weg damit

Suchtkonsum

Zugegeben, über eine Sucht hinwegzukommen ist schwierig, lohnt sich aber umso mehr: Stell dir doch mal vor wie viel freier du ohne deinen ständigen Kaffee-, Zucker- oder Zigarettenkonsum wärst.

Zubereitetes Essen

Natürlich brauchst du etwas zu essen, aber du brauchst niemanden, der es dir zubereitet. Wenn es mal etwas schneller gehen muss, kannst du Obst essen. Und statt dich mit deinen Freunden in der Kneipe zu treffen, kannst du sie nach Hause einladen.

Schnell verfallende Lebensmittel

Kaufe nur bald verfallende Lebensmittel, wenn du dir sicher bist, dass du sie auch wirklich verbrauchst. Genauso bringt es manchmal mehr, den Kühlschrank zu plündern, als erneut einkaufen zu gehen.

Ablenkungskonsum

Konsumierst du bestimmte Dinge nur, um dich zu zerstreuen? Vielleicht siehst du nur fern, um dich von den Gedanken an deine Arbeit abzulenken, statt dich richtig zu entspannen. Oder du isst, obwohl du gar nicht hungrig bist, nur um einen Anruf hinauszuzögern.

Markenkonsum

Brauchst du wirklich den Schokoriegel aus der Fernsehwerbung und das Shirt mit dem Label auf der Brust? Du hast eine Menge Möglichkeiten – lass dich nicht von unterbewussten Mechanismen beherrschen.

Natürlich willst du wahrscheinlich mehr als du brauchst. Vielleicht sogar viel mehr. Das ist normal. Aber dadurch, dass du weißt, was du brauchst, findest du heraus, was du alles nicht brauchst und das macht dich viel freier, wenn du dich entscheidest, was du konsumieren möchtest und was nicht.

Bewusstes Konsumieren tut nicht nur dir und deinem Geldbeutel gut, sondern auch dem Rest der Welt. Die Welt braucht dich. Was brauchst du?

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6 Responses to Konsum reduzieren

  1. Schaps says:

    Sehr guter Artikel! Vor allem die Sache mit der Sucht kann ich unterschreiben :)
    Ein Kumpel hat grad vor ner Woche das Rauchen aufgegeben. Und er hat sehr viel geraucht vorher.
    Naja, was mich selbst betrifft, zB dass ich auch “ein wenig” darauf achte was ich einkaufe…ab und zu sone unnütze Sache ist ja egal…aber es gibt ja Leute, die kaufen täglich Schokolade usw, eben etwas, was man nicht braucht. Zählst du zu zubereiteten Sachen denn auch Tiefkühlkost und Ähnliches? Sowas kauf ich auch häufig…na gut, und zu Fast Food und Döner brauch ich eig gar nix mehr zu sagen. Davon hab ich wöchentlich mindestens 3-4 Mal was ^^

  2. ALICE says:

    Ich drücke deinem Kumpel die Daumen. Ich hatte und habe eine Menge Raucher in der Familie, daher kenne ich das nur zu gut (wenn auch nur von außen).
    Zur Tiefkühlkost: Ich denke, da ist es sehr schwierig zu pauschalisieren.
    Zum Fast Food: Na, dann weißt du ja wenigstens, wo du ansetzen kannst, wenn du mal knapp bei Kasse bist. ;)
    Ich hab im Dezember übrigens eine Non-Fast-Food-Trial gemacht: http://alicehive.de/30-tage-kein-fast-food/

  3. bei mir fällt das alles etwas schwerer, da meine Eltern noch einkaufen :D und gewisserweise gebe ich 80% meines Geldes, das ich ausgebe, für unnötige Dinge wie Kino, Disco, Bar, etc aus .. :x

  4. ALICE says:

    Jep, großer Vorteil, wenn man alleine wohnt: Man hat den ultimativen Einfluss über seinen Konsum- und Lebensstil. Einer der Hauptgründe, warum ich ausgezogen bin: Ich wollte mehr Einfluss auf mein Leben.

  5. Ika (Dornen) says:

    Hallo Alice,
    wieder ein sehr interessanter Beitrag.
    Ich finde es sehr wichtig, mir vor dem Einkaufen einen Zettel zu machen, damit ich weiß, was ich wirklich brauche!
    Ich esse auf meiner Arbeitsstelle mit. Habe letztes Jahr irgendwann entschieden, dass ich nicht mehr täglich esse, weil ich merkte, dass mir das nicht gut tat.
    Vieles ist wirklich “Ersatzbefriedigung”. Warum muss ich abends vor dem Fernseher etwas essen? Weil sie da auch oft essen oder Werbung vom Essen zeigen. Wenn ich das durchblicke, habe ich schon gewonnen. ;-)
    Herzlichen Gruß´
    Ika

  6. ALICE says:

    @Ika: Gut, dass du den Einkaufszettel erwähnst. Wenn ich mir so einen schreibe, komme ich nie mit Sachen heim, die ich nicht brauche. Und außerdem vergesse ich nichts. Ist also gleich doppelt praktisch.
    Ich kenne ebenfalls das Phänomen, das ich etwas esse, obwohl ich nicht hungirg bin. Manche Menschen, die ihre Ernährung grundsätzlich ändern, merken aufeinmal, wie sehr sie von ihrem bisherigen Essen abhängig waren, um sich gut zu fühlen. Erst wenn man sich darüber bewusst wird, kann man dagegen etwas unternehmen.

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