Ohnmacht

Umhüllt von Gebirge bei Schwärze und Nacht,
Spürt meine einsame Seele die Macht
Der eisigen Kälte, von Feuer entfacht,
Während sie leise das Liebste bewacht.

Verlockt durch das Schweigen der dunklen Ohnmacht
Ist mein Traum, der nie zu Ende gebracht,
In glühender Sehnsucht von neuem erwacht,
Malt rote Streifen ins Antlitz der Nacht.

Schwerelos land ich dann wieder im Nichts,
Und lange nachdem ich schon aufgewacht,
Lieg ich im Strom eines schwarzroten Lichts
Und wache noch lang in der traumlosen Nacht.

Dieses Gedicht ist in der Anthologie Ausgewählte Werke IX der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte erschienen.

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