Seit Anfang Februar bin ich jetzt in einer Online-Mastermindgruppe. Das Mastermind-Prinzip stammt von Napoleon Hill, dem Autor von Think And Grow Rich, und man könnte es folgendermaßen zusammenfassen: Gehirne denken in Gesellschaft besser.
Um dieses Prinzip auch für mich nutzen zu können, bin ich vor etwa vier Wochen einer Mastermind-Gruppe beigetreten. Ich hatte schon einige Zeit davor an so eine Gruppierung gedacht, allerdings hatte ich niemanden gefunden, der Interesse hatte. Kurz darauf wurde ich von meiner Freundin Rosine darauf aufmerksam gemacht, dass sie vorhatte eine Mastermind-Gruppe zu gründen und fragte mich, ob ich Interesse hätte beizutreten. Ich war natürlich dabei.
Unsere Gruppe besteht mit mir aus fünf Frauen, die auf der ganzen Welt verstreut, sowie alle treue Leser von Steve Pavlina sind
. Wir treffen uns Montag bis Freitag jeweils einmal für 15-30 Minuten im Chat und nehmen uns ein bis zwei Aufgaben für den nächsten Tag vor, die unseren jeweiligen Zielen entsprechen. Am nächsten Tag berichten wir dann, wie es uns ergangen ist und bestimmen neue Aufgaben für den darauffolgenden Tag. Einmal in der Woche weiten wir unser Treffen zeitlich etwas aus und sprechen ausführlicher und gezielt über ein bestimmtes Thema, indem wir unser Treffen zum Beispiel einer einzelnen Person unserer Gruppe widmen. Dabei geht es nicht darum, sich um allgemeine Themen zu unterhalten, sondern sich mit den Zielen, Problemen und Weltvorstellungen der anderen auseinanderzusetzen, sich gegenseitig zu helfen und zu motivieren, damit jeder einzelne seinen Zielen näher kommen kann. Gerade hier spielt der Gruppenaspekt eine große Rolle: Allein hat man nun mal nicht so viel Inspiration wie zusammen.
Motivation
Eine Mastermindgruppe motiviert auf zwei Arten:
1. Das Versprechen bestimmte Tätigkeiten zu erledigen ist viel bindender, je mehr Leute davon wissen. Wenn man das Versprechen nicht hält, bricht man nicht nur das Versprechen, das man sich selbst gegeben hat, sondern auch das, das man der Gruppe gegeben hat.
2. Die Gruppe ist nicht nur dazu da, Aufgaben abzuchecken, sondern ganz generell zur Unterstützung der einzelnen Mitglieder. Ergebnisse werden in der Gruppe gefeiert, bei schwierigen Situationen spricht man sich Mut zu und feuert sich an.
Strategie
Ich erledige natürlich mehr als 1-2 Aufgaben am Tag und habe auch eine ganze Reihe mehr auf meiner täglichen To-Do-Liste stehen. Die Aufgaben, die ich mir für die Mastermindgruppe setze sind allerdings meine höchste Priorität. So kann ich sichergehen, dass ich die besonders wichtigen Aufgaben nicht für eine Reihe unwichtiger Arbeiten umgehe.
Ergebnisse
Bis auf zwei Mal konnte ich seit Anfang des Monats alle Aufgaben erfüllen, die ich mir in der Gruppe vorgenommen hatte. Dabei habe ich mich darauf konzentriert, vor allem Aufgaben zu erledigen, die mich besonders herausfordern, die besonders viel ausmachen oder Dinge, die ich ohne mein bindendes Versprechen an die Gruppe vielleicht nicht machen würde (selbst wenn sie nur ein paar Minuten dauern!). Dementsprechend effektiv sind die ersten Ergebnisse: Ein unmittelbares Resultat dieser Aufgaben war z.B. der Gig im Bamberger Irish Pub am 14.Februar (auf den übrigens mindestens ein weiterer Gig folgen wird).
Technisches
Um uns online zu treffen, benutzen wir einen privaten Chatroom auf Javabasis. Daneben haben wir eine private Gruppe bei Google Groups, in der die täglichen Berichte über die Treffen gepostet werden (jeden Tag ist ein anderes Mitglied für den Bericht zuständig), sowie andere Diskussionen. Denkbar wären zudem Skype-Meetings (davon hatten wir bisher nur ein kurzes, um mal hallo zu sagen), da durch die Konferenzfunktion ein Gespräch mit mehreren Personen möglich ist.
Man braucht keine besonderen Vorkenntnisse, um eine Mastermind-Gruppe zu arrangieren. Detailliertere Informationen dazu habe ich in diesem Artikel bei i-bux.com gefunden.
Wenn ich mir die Erfahrungen aus den letzten drei Wochen durch den Kopf gehen lasse, bin ich mir sicher, dass mir die Mitgliedschaft in der Gruppe in den nächsten Wochen und Monaten dabei helfen wird, besser voranzukommen und wahrscheinlich auch mehr Spaß am Vorankommen zu haben. Schließlich ist der Weg das Ziel.
Veröffentlicht am 25.Februar 2010
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Ich bin so froh, dass du dabei bist!!
ICH bin so froh, dass ich dabei bin.
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Wow. das freut mich fuer euch das ihr so etwas auf die beine gekriegt habt.
Ich suche auch so eine gruppe, oder ev. organisiere ich so eine selber.
Koennt ihr noch einem Kopf gebrauchen?
@Dominik: Die Gruppe, in der ich war, gibt’s mittlerweile nicht mehr. Wünsche dir aber viel Erfolg bei deiner Suche!