NaNoWriMo 2009 – Tag 11 und 12

Tag 11 und 12 konnte ich gut schreiben, auch wenn ich nicht ganz die 4000 Wörter erreicht habe. Ich hab nach den beiden Tagen etwa 6300 Wörter mehr, womit ich jetzt bei 27512 Wörtern liege und damit bereits die Hälfte überschritten habe. Wenn ich in dem Tempo weiterschreibe (mit einem hohen Wortminimum aber einigen Pausen), kann ich noch locker bereits einige Tage vor dem 30.November mit dem Schreiben aufhören. Mehr als 50000 Wörter plane ich mittlerweile nicht mehr.

Prosa vs. andere Medien

Was ich im Moment etwas vermisse, sind meine andere kreativen Medien. Ich würde mir gerne mal wieder Zeit dafür nehmen, ein paar Songs und Gedichte zu schreiben. Zeitlich würde sich das vielleicht einrichten lassen, allerdings komme ich nicht wirklich zur Ruhe, wenn ich ständig daran denke, dass ich mir meine Kreativität und Energie eigentlich in meinen Roman investieren sollte, anstatt in irgendwelche anderen Projekte.
Ich bin ja was kreative Medien angeht recht vielseitig und habe auch gemerkt, dass die Prosa eine der Medien ist, die mir im Vergleich zu anderen Medien, weniger wichtig ist. Zwar macht es mir wirklich Spaß, Prosa zu schreiben, aber mit anderen Medien hab ich ein größeres Ausdrucksbedürfnis. Insofern bin ich wirklich froh, dass der NaNoWriMo auch schon bald wieder vorbei ist und ich mich dann wieder anderen Dingen zuwenden kann.

Alle Register ziehen

Da ich ja keine Plotvorlage für den Roman hatte und habe, steuern meine Szenen und Charaktere von alleine vorwärts. Damit das ganze nicht zu langweilig oder einseitig wird, habe ich begonnen, alles mögliche, was mir einfällt, spontan in den Roman einzubauen.
Während des Schreibens gelangt eine Szene von den Simpsons in meinen Kopf? Also baue ich eine Referenz zu den Simpsons in den Plot ein. Mir fällt ein passendes Lied zur Szene ein? Also streue ich Teile des Liedtextes in den Text mit ein.
Da mein Roman eine Genre-Mischung aus Science Ficiton und Comedy sein soll, klappt das auch sehr gut. Ich kann jeder absurden Eingebung verfolgen, ohne dabei an Grenzen zu stoßen. So schreibt es sich nicht nur sehr unterhaltsam, es ist auch unmöglich, dass einem dabei die Ideen ausgehen.

Freude!

Gestern ist es mir passiert, dass ich einen Absatz geschrieben habe, der mir so gefallen hat, dass ich ihn mehrmals lesen musste und dann erstmal nicht mehr weiterschreiben konnte: Ich war viel zu aufgedreht, um mich wieder hinzusetzen und weiterzuschreiben, so sehr hab ich mich über das Stück Text gefreut. Ich musste aufstehen und eine Runde spazieren gehen, um über meine Euphorie hinwegzukommen.
Das ist ein Phänomen, das ich vom dichten und manchmal auch vom komponieren kenne, vom Prosaschreiben bisher aber nicht. Ob ich es während des NaNoWriMo nochmal schaffe, eine so gelungene Passage zu schreiben?

Statistik

Wörter: 27512
Es fehlen noch: 22488

Veröffentlicht am 13.November 2009

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One Response to NaNoWriMo 2009 – Tag 11 und 12

  1. MartinM says:

    Über die “Halbzeit” (Bergfest oder Äquatortaufe) habe ich hier etwas gebloggt. Darin schreibe ich auch erstmals etwas darüber, was ich denn eigentlich bisher so schrob:
    http://martinm.twoday.net/stories/6040706/

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