NaNoWriMo 2009 – Tag 2

Tag 2 vorbei und bisher läuft alles so, wie ich es mir vorstelle. Gestern habe ich entschlossen, mein Wortminimum auf 4000 Wörter heraufzusetzen. Und die 4012 Wörter, die ich heute erreicht habe, waren tatsächlich nicht weiter problematisch. Sie schreiben sich einfach so herunter.

Plot

Mein Plot hat bereits jetzt eine Wendung genommen, die ich selbst nicht vorausgesehen habe. Da ich noch keine Ahnung habe, wie ich da wieder herauskommen soll, weiß ich noch nicht, ob das nun gut oder schlecht ist. Wer weiß, vielleicht muss ich noch ein paar Charaktere einführen, die das Denken für mich übernehmen können. Letztes Jahr hat das ganz gut funktioniert.

Träume + Gedanken

Mein heutiger Text bestand unter anderem aus einem Drogentrip und einem Traum und ich hab das Gefühl, dass das die Art von Texte sind, bei denen ich mir mit am leichtesten tue. Letztes Jahr hatte ich am Anfang bereits einen Abschnitt, in dem die Hauptperson träumt. Auch damals ist mir aufgefallen, wie leicht mir das Schreiben dort im Gegensatz zu anderen Abschnitten gefallen ist. Das schöne ist, dass Träume so herrlich unrealistisch sein können, dass man sich nicht viel Gedanken um die Handlung machen muss, da sie nicht logisch sein muss. Man kann sich viel mehr auf die Wirkung der Worte konzentrieren. Außerdem muss man sich nicht sorgen, dass man den Plot in eine falsche Richtung lenkt, da nach dem Aufwachen der Figur ja wieder alles beim Alten ist.
Ich frage mich, ob es eine Möglichkeit gibt, die Art, wie ich Träume schreibe auf andere Szenen zu übertragen, so dass ich alle Szenen mit so viel Leichtigkeit schreiben kann.

Tippen

Ich schreibe meinen Roman auf meinem Laptop. Nach etwa 3500 Wörtern ist mir aufgefallen, dass ich immer wieder Verschreiber hatte, was das Schreiben etwas stressiger machte.
Jetzt, wo ich diesen Text schreibe, sind fast zwei Stunden seit dem NaNoWriMo-Schreiben vergangen und ich merke immernoch, dass meine Finger etwas müde sind, verschreibe mich aber nicht mehr annähernd so oft. Mir fällt allerdings auf, dass ich gerade um einiges schneller tippe, als zuvor. Scheint, als ob meine Finger in einen Schreibrausch verfallen sind.

Training

Insgesamt, wenn ich das nach 2 Tagen und ca. 6000 Worten schon sagen kann, mache ich mit dem Schreiben ähnliche Erfahrungen wie letztes Jahr, nur dass ich mir trainierter vorkomme. 4000 Wörter wären für mich am Anfang des letzten NaNoWriMo ein ziemlicher Overkill gewesen. Heute kommen sie mir so vor, wie mir letztes Jahr vielleicht 2000 Wörter vorkamen. Wie bereits erwähnt, habe ich auch den Verdacht, dass sich meine Schreibgeschwindigkeit erhöht hat. Ich werde das in den nächsten Tagen einmal beobachten und versuchen, eine Durchschnittsgeschwindigkeit festzustellen.

Statistik

Wörter: 6133
Es fehlen noch: 43867

Veröffentlicht am 3.November 2009

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12 Responses to NaNoWriMo 2009 – Tag 2

  1. ChristianK says:

    Wie lange hast du für die 4012 Worte gebraucht?

  2. ALICE says:

    @ChristianK: Kann ixh nicht genau sagen, da ich sie nicht am Stück geschrieben habe.

  3. cgb says:

    Ui, 4000 Wörter… Gratuliere ^^

    Da gestern der Pingback nicht funktioniert hat und ich den Bericht zum 2ten Tag bereits gestern Nacht geschrieben haben hier einfach der Link zu meinem Artikel: http://caterpillar-goes-butterfly.ch/butterfly/?p=721

    Liebe Grüsse
    Désirée

  4. Tanja Thome says:

    Ja, das mit der Schreibgeschwindigkeit stelle ich auch fest. Ich habe zwar kein so hohes Minimum wie du, aber das, das ich schreibe, schreibt sich schneller und leichter als letztes Jahr. Kann bei mir allerdings auch am Genrewechsel liegen.

  5. dreamers_dh says:

    Hi,
    die Erfahrung mit den Träumen habe ich auch schon mehrfach gemacht. In einem meiner früheren Geschichten hat eine Frau “Visionen” von einer anderen Realität. Die zu schreiben, fiel mir einfacher als das, was wirklich passierte. War eigenartig. Aber ich habe auch mal versucht diese Art zu schreiben auf andere Szenen zu übertragen. Hat leider nie geklappt, falls Du also eine Universalmethode finden solltest.. ich wäre für Tipps immer dankbar!
    Ansonsten muß ich sagen, daß es mir gefällt zu lesen, was Du so denkst, während Du Dich mit dem Nano beschäftigst. Dadurch grübel ich auch gleich noch viel mehr *gg*

  6. ALICE says:

    @cgb/Désirée: Danke für den manuellen Pingback! Kann man dir nicht kommentieren?

    @Tanja Thome: Welchen Genrewechsel hast du den vorgenommen? Ich schreibe im Moment nicht so düster wie letztes Jahr, weiß aber nicht, ob mir das letztlich beim Schreiben hilft. Ich glaube, ich wäre ein ganz guter Horrorschriftsteller, das muss ich wohl nächsten NaNo mal ausprobieren. ;)

    @dreamers_dh: Interessant, dass du diese Erfahrungen auch machst! Schade, dass man Träume immer nicht so sehr in die Länge ziehen kann. Ich werde aber weiterexperimentieren…

  7. dreamers_dh says:

    Hallo ALICE *g*

    naja, man kann sie schon sehr in die Länge ziehen, aber irgendwie wird das dann nur noch sehr verworren und unleserlich – obwohl ich vor Jahren mal ein Buch in der Hand hatte, das wirklich gedruckt und sogar übersetzt worden ist (!) und das handelte von einem Drogensüchtigen und seiner Fantasiewelt. Ich bin bis zur letzten Seite fasziniert gewesen, aber so richtig durchgestiegen bin ich nicht. Der Übergang von Drogenrauschträumen zu Realität war zu undurchsichtig

  8. Stephie says:

    Ja Träume zu schreiben ist etwas großartiges. Das mache ich auch sehr gerne, eben genau deshalb, weil man dann jedwede Logik vor der Tür stehen lassen kann und einfach herrlich wirr schreiben kann, wenn man will^^

    Hier mein Tag 2 in Blogform:

    http://flummigotdrunkonwriting.blog.de/2009/11/02/tag-7294870/

  9. MartinM says:

    Ich stelle fest, dass ich beim nanowrimo ziemlich genau so schnell schreibe, wie bei meinen journalistischen Texten oder beim Bloggen (ohne Recherchezeit und Nachbearbeitung) – etwa 1000 Worte pro Stunde.
    Das Problem ist, dass ich nicht allzu viele Stunden für Schreiben “freischaufeln” kann. Hat aber auch sein gutes, sonst würde ich tatsächlich bis zum “Zusammenbruch” schreiben.
    Mein Roman geht deutlicher in Richtung “historischer Roman” als ich eigentlich plante – liegt wohl daran, dass die vielen Recherchen im Vorfeld, und die Fachliteratur, die ich hier ´rumliegen habe, eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Ist aber kein Genrewechsel.

    So, heute habe ich keine Lust mehr zu schreiben oder zu bloggen. Ich gebe einen Überblick, wenn ich meinen nächsten “Milestone” erreicht habe.

  10. cgb says:

    Hi Alice,

    doch, jetzt geht die Kommentarfunktion wieder. Danke für’s aufmerksam machen!

    Liebe Grüsse
    Désirée

  11. ALICE says:

    @dreamers_dh:
    Hört sich interessant an. Zu lesen kann ich dir, falls du es noch nicht kennst, “Walking Among The Mad” von Rae Grimm empfehlen: http://freaking-muse.net/indexx_germ.html (Link: geschriebenes), das sind jeweils einzelne “Szenen”, die teilweise sehr traumhaft geschildert sind. Trotzdem ist es eine zusammenhängende Geschichte. Wahnsinnig spannend! Die Autorin ist übrigens auch beim NaNoWriMo dabei: http://freaking-muse.blogspot.com/

    @Stephie:
    Danke für’s Verlinken. Ja, mit der Logik ist es während des NaNoWriMos eh nicht so weit her, da passen Träume ganz gut.

    @MartinM:
    Interessant! Für meine Blogtexte brauche ich normalerweise um einiges länger. Wenn ich blogge, schaffe ich etwa 400 – 500 Wörter die Stunde. Ich schätze, ich komme ich beim rechtshirnkonzentrierten Prosaschreiben mit einer Geschwindigkeit von 1000 – 1300 Wörtern voran.
    Wenn dich deine Recherche beim Schreiben beeinflusst, weißt du wenigstens, dass davon genug hängen geblieben ist. ;)

    @cgb/Désirée:
    Ah, dankeschön für’s richten! :)

  12. Pingback: » Archiv

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