Heute war bisher der schwierigste Tag. Obwohl ich mehr Zeit hatte als an Tag 2, fielen mir die heutigen 4000 Wörter um einiges schwerer. Dafür haben sich diese 4000 Wörter zumindest symbolisch besonders gelohnt: Ich habe die 10000er-Marke erreicht und damit ein Fünftel der erforderlichen Menge bereits zusammen.
Handlung vs. Charaktere
Der Grund, dass ich mich heute schwer getan habe, ist vermutlich, dass meine Charaktere noch nicht richtig zum Leben erwacht sind und deswegen im Moment die Handlung der Chef ist. Da ich aber keine vorgegebene Handlung habe, geht es kaum voran. Ich bin gespannt, wann meine Charaktere beginnen, sich zu emanzipieren. Mit der Einführung neuer Charaktere hoffe ich, dieses Problem in den Griff zu kriegen.
2000 vs. 4000
Was die Qualität und den Schreibstil angeht, kann ich keinen Unterschied feststellen, ob ich viel oder wenig schreibe. Es ist die Geisteshaltung und Art, wie ich schreibe, die die Qualität und den Stil ausmachen. Es ist jedenfalls schön zu wissen, dass die Qualität meines Textes durch mein höher gestecktes Wortminimum nicht noch mehr leidet; das macht es später leichter, den Text zu editieren.
Musik
Mir ist aufgefallen, dass rhythmische Musik auf mich während des Schreibens ziemlich ablenkend wirkt, während flächige Musik mir viel weniger ausmacht und mir sogar beim Schreiben helfen kann. Ich probiere gerade verschiedene Stile zum Schreiben aus und habe das Gefühl, dass Softpop, Ambient und Scores produktiv auf mich wirken, während Dance, Punkrock und Metal teilweise sehr zerstreuend wirken können.
Geht es euch ähnlich oder macht ihr andere Erfahrungen? Welche Musik nutzt ihr zum Schreiben?
Statistik
Wörter: 10141
Es fehlen noch: 39859
Veröffentlicht am 4.November 2009
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Hi,
Musik: Klassik. Hilft bei mir am besten – lenkt wahrscheinlich, schon aufgrund des mangelnden Textes, auch am wenigstens ab.
Wünsche dir noch viel Durchhaltevermögen und emanzipierte Charaktere.
@Taklara:
Danke! Text stört mich gar nicht so, wie ich gedacht hätte. Hast du irgendwelche Lieblingskomponisten?
Wenn ich richtig im “Schreibfluss” bin, höre ich buchstäblich nicht mehr, ob Musik läuft – geschweige denn, welche. (Dann bin ich froh, wenn ich mitbekomme, dass das Telefon klingelt – wenn ja, ist es wie aufgeweckt werden.) Allerdings schaffe ich es nicht immer, diesen “Flow” zu erreichen.
Wenn du mich adden willst: Ich heiße da HannahKraus
Ich habe am Tag 3 ebenfalls die 10.000 Marke geknackt und war voll dolle stolz auf mich *lach* obwohl ich eigentlich eh viel schreibe und an einem Tag sogar auch mal 6 Dokumentseiten zusammenkommen können. Trotzdem bin ich immer noch skeptisch, ob ich das so durchhalte. Weil ich auch zwischen meinen Marathonschreibphasen auch gerne mal ein paar Wochen Pause habe. Die hab ich hier nicht und wenn mal alles an Motivation fehlt, dann muss ich mich wohl zum schreiben prügeln.
Mit der Musik geht es mir ähnlich. Ich brauche etwas, das mich nicht ablenkt, also das mich sogar zum Schreiben einläd. Ich greife da vielfach auf verschiedene Instrumentalstücke zurück. Entweder von Pianisten, die sehr schöne tragende Sachen spielen, oder Filmmusik, die nicht episch ist. meist eignen sich da Soundtracks aus kleinen Indiproduktionen. Auch mal gerne dramatische Sachen, wie etwa Apocalyptica (Celloooo!!!!) oder eben dann doch brachiale Orchester Filmmusik aber es kommt eben immer auf die Szene an. In meiner Blogbericht vom zweiten Tag hab ich auch darüber geschrieben, dass ich mir beim Schreiben Stücke eines bestimmten Pianisten reingezogen habe, das hat zwar dann einen tränenreichen Post bewirkt, aber immerhin^^
Musik mit Gesang hingegen lenkt mich komplett ab.
So, genug gelabert, ich komme gerade von der Arbeit und habe noch NICHTS geschrieben und wirklich Motivation hab ich auch nicht, weil die doofe Bahn wieder ausgefallen ist und überhaupt und generell *nörgel*
Hier mal mein Tag 3:
http://flummigotdrunkonwriting.blog.de/2009/11/03/tag-3-10-000-worte-mauer-durchbrochen-7300753/
Ganz liebe Grüße,
Stephie
also ich finde, dass Jazz manchmal auch eine ziemlich unterbewusst-entspannende Wirkung auf mich hat. Gleicht vielleicht etwas der Fahrstuhl Musik, aber bei iTunes gibts einen vorinstallierten Radiosender unter Jazz, der immer sehr gute Musik spielt. Nennt sich: Absolutely Smooth Jazz. Gleich der erste Kanal
viel Glück weiterhin, ich bin heute erst bei 5600 Wörtern!
Heute war es zwar nichts mit dem Schreibfluss – liegt wohl daran, dass ich tagsüber zu tun habe – aber ich bin immerhin bei 14118 Wörtern. Einfälle gehen mir nicht aus, wenn sie auch bestimmt nicht immer besonders originell sind. (Rauskürzen kann ich sie *nach* dem nanowrimo immer noch
)
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Hi
irgendwie hänge ich bei Dir immer einen Tag hinterher… mein 3. Tag war gut, genial im Vergleich zu den anderen Beiden und auch im Verhältnis zum 4. Ich habe aber dasselbe Phänomen mit den Charas gestern (4) bemerkt. Vielleicht besteht da ein Zusammenhang? Das man am Anfang einer Geschichte euphorisch ist, weil alles neu erscheint, und dann, wenn es um weitere Vorarbeit geht, die zur eigentlichen Handlung führt, ist es ruhiger und nicht mehr so spannend. Es kommt dann gar nicht auf die Emanzipation der Charas an, sondern auf das Fortschreiten der Handlung. Ich glaube, den Gedanken werde ich mal verfolgen (in der nächsten Geschichte!)
Musik ist bei mir mal an und hilfreich, mal aus und total ablenkend. Früher habe ich nur ruhige Musik gehört (keine Klassik, die macht mich aggressiv). Sachen wie J. Kadison oder schöne Frauenstimmen. Die konnte ich endlos hören (oder überhören *g) und schreiben. Seit diesem Jahr habe ich plötzlich meine Liebe für lautere,hektischere Musik entdeckt und ich merke, daß ich dann Schwierigkeiten habe in den Schreibfluß zu kommen. Laß ich die Musik ganz aus, muß es aber um mich herum super leise sein. Sonst nerven sogar die Wellensittiche im Nachbarzimmer.
Mein Fazit: Schreibe ich tags, habe ich Musik an, um andere Geräusche zu überblenden. Schreibe ich nachts, bin ich allein mit meinen Gedanken und der obligatorischen Kerze auf dem Schreibtisch.