Raus aus dem Sommerloch

Sommer heißt für viele Leute Urlaubszeit und Nichtstun. Wenn du zu den Leuten gehörst, die auch trotz Hitze und Urlaubsstimmung noch vorhaben, für ihre Ziele zu arbeiten, Respekt. Eventuell fällt es dir trotzdem schwer, dich aufzuraffen und etwas zu tun. Vielleicht steckst du in den Sommerferien und du bist hin- und hergerissen zwischen exzessivem Nichtstun und produktiver Arbeit für deine Ziele.

Einerseits ist es schön, auf einen Schlag viel mehr Freizeit zu haben, als vorher. Anderseits kann einen diese Umstellung anfangs überfordern. In der Regel gilt, je krasser die Unterschiede, desto länger die Umstellungszeit.
Wenn du deinen Job oder die Schule nicht ausstehen kannst und du in deiner neu gewonnen Freizeit nicht mal daran denken möchtest, kann die Umstellung besonders schwierig sein.

1.Lass dich nicht anstecken

Ein Einflussfaktor von außen, der besonders lähmend wirken kann, sind die Verhaltensweisen anderer Leute. Wir wollen nun mal gerne dazugehören und sei es noch so destruktiv für uns. Wenn jeder um dich herum nichts tut, ist es schwieriger, dich selbst in Bewegung zu setzen.

Als Gegenpol zu den Nichtstuern in deinem Leben, such dir ein paar motivierte Leute. Versuch dabei sicherzugehen, dass diese Leute es wirklich ernst meinen. Ferienvorsätze sind oft wie Neujahrvorsätze nur von kurzer Dauer. Wenn jemand das ganze Jahr nichts erreicht hat, ist es unwahrscheinlich, dass er plötzlich, nur weil er mehr Freizeit hat, sehr viel erreicht.

Selbst wenn du mit niemandem befreundet bist, der selbst größeres vorhat, muss dich das nicht herunterziehen. Leute, die dich motivieren können, findest du überall.
Ich lasse mich oft von anderen Bloggern inspirieren. Zu sehen, wie viele Blogger täglich einen oder sogar mehrere gute Artikel posten, motiviert mich selbst, mehr zu schreiben.

Auch in dem Bereich, in dem du vorankommen möchtest, gibt es Leute, die gerade aktiv sind. Im Park findest du Leute, die ebenfalls joggen, im Schreibforum Leute, die ebenfalls schreiben und im Bioladen Leute, die ebenfalls bewusst einkaufen gehen. Viel Fantasie brauchst du oftmals gar nicht, um Leute mit ähnlichen Zielen zu finden.

Am besten ist es natürlich, wenn du mit jemandem Motivierten über deine Ziele reden kannst. Ein kurzer wöchentlicher Check hilft oft schon, am Ball zu bleiben und das Bewusstsein über die eigenen Ziele nicht zu verlieren.

2.Konkrete Ziele stecken

Um an einem wünschenswerten Ort anzukommen, brauchst du konkrete, messbare Ziele, die dir zeigen, in welche Richtung du gehen musst.
Kein Wunder, dass du es nie schaffst „viel zu lernen“, wie du es dir vornimmst – denn was ist bitteschön „viel“?
Auf deiner To-Do-Liste sollten Dinge stehen, die du abhaken kannst. Bei größeren Projekten kannst du eine geschätzte Prozentzahl angeben, die dir anzeigt, wie weit du in etwa bist. Es macht nicht nur Spaß, die Prozentzahl langsam wachsen zu sehen – die Zahl hilft dir auch, vorauszusehen, wie viel Zeit und Arbeit du noch in ein Projekt investieren musst. Gerade, wenn du nur kurz viel Freizeit zur Verfügung hast, ist es wichtig, sich über die verbleibende Zeit im Klaren zu sein.

Klar ist es wichtig, sich auf wenige aber wichtige Ziele zu fokussieren, wenn man wenig Zeit hat. Aber auch, wenn du viel Zeit hast, ist es ratsam, auf wenige Ziele fokussiert zu bleiben. Wenn du ständig hin und herspringst und damit deinen Fokus zerstreust, kommst du weniger gut voran, als wenn gezielt in eine Richtung schreitest.

3.Spaß haben

Wenn du schon frei hast, vergiss bitte nicht, dich regelmäßig zu amüsieren. Nimm dir Zeit für Spaß! Viele Pläne übereifriger Leute scheitern nach kurzer Zeit daran, dass Spaß und Erholung so vehement ignoriert werden, dass Körper und Unterbewusstsein beginnen, um ihrer Gesundheit willen, sie zu sabotieren.
Wenn du schon deine Zeit selbst einteilen darfst, teil sie doch so ein, dass sie dir gefällt.

4.Herausforderungen annehmen

Um dich nicht von der Hitze einschläfern zu lassen, sorge für Action und werde hellwach: Indem du Herausforderungen annimmst und deine Komfortzone verlässt, wird deine Freizeit nicht nur produktiver, sondern auch spannender.
Wenn du regelmäßig deine Komfortzone verlässt, brauchst du dir um das Sommerloch keine Gedanken zu machen.
Das Sommerloch ist der Stillstand. Und der Stillstand kommt gar nicht hinter dir her, wenn du in Fahrt bist.

5.Sommerchancen

Gerade der Sommer bietet im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten ein paar Vorteile, die einem dabei helfen können, in Bewegung zu bleiben.
- Es ist schon sehr früh hell – Warum also nicht den Tag etwas früher beginnen und mehr vor Mittag schaffen, als andere Leute den ganzen Tag?
- Die Temperatur macht lange Spaziergänge und Sport (z.B. joggen) draußen möglich. Wenn es tagsüber sehr heiß ist, eignet sich die Nacht oder der frühe Morgen.
- Mal kurz frische Luft schnappen, macht mehr Spaß, wenn man sich nicht erst wie im Winter einen Mantel anziehen muss: Unverbrauchter Sauerstoff erfrischt das Gehirn und damit den Geist. Am besten du lässt dein Fenster so lange geöffnet, wie es geht.

6.Wenn alles nichts hilft

Vielleicht möchtest du wirklich gerne deine Ziele erreichen, aber irgendetwas hält dich davon ab. Du lenkst dich von deinen wahren Zielen ab und verschwendest deine Zeit mit Sinnlosigkeiten wie Fernsehen, E-Mails checken und schlafen.
Wenn du das Gefühl hast, alles versucht zu haben und trotzdem nicht an den Punkt kommst, der dich in Bewegung bringt, lass es. Streng dich nicht weiter an. Erlaube dir, das zu tun, was du wirklich am liebsten tun möchtest. Tu es einfach. Orientiere dich an nichts, als deinem Willen. Du bist frei! Du kannst machen, was du möchtest! Fang jetzt damit: Was möchtest du jetzt am liebsten tun?
Dann tu es.

Nach einer Weile wirst du an den Punkt kommen, an dem du dich wieder von deinen Zielen inspiriert fühlst: Einfach deswegen, weil du dich erneut aus freien Stücken für sie entscheidest, statt sie als Pflicht wahrzunehmen.

Weitere Möglichkeiten, dich zum loslegen zu motivieren, findest du auch im Artikel: Was tun bei Motivationslosigkeit?

Um gar nicht erst ins Sommerloch zu fallen, hilft es, schon vorher die eigenen Ziele zu wissen. Bei längeren Projekten solltest du am besten schon vorher mit der Arbeit begonnen haben. So bist du schon in Bewegung, wenn der Urlaub oder die Ferien beginnen und das Sommerloch hat Mühe, dich einzuholen.

31.Juli 2009

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5 Kommentare »

  1. So ein Sommerloch könnte ich auch gut gebrauchen. Leider ist davon nichts zu sehen und so endet im Moment alles mehr im Stress. Da hilft auch keine Ziele mehr zu stecken, weil es einfach zu viele sind.

    Kommentare by hombertho — August 2, 2009 @ 3:30 pm

  2. Dann hilft nur: Pioritäten setzen.
    Stress ist was, was man sich selbst macht. ;)

    Kommentare by ALICE — August 2, 2009 @ 4:27 pm

  3. das sommerloch wird jetzt bei mir geschlossen. wir fahren ab sonntag eine woche nach oberstdorf. ich freu mich.

    Kommentare by shibumi — August 7, 2009 @ 6:07 pm

  4. Wie recht du hast!

    Kommentare by Tobi — August 9, 2009 @ 11:41 pm

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