Songsmith

Veröffentlicht am 22.Januar 2009

Seit kurzem ist das Programm „Songsmith“ von Microsoft erhältlich. Songsmith erstellt automatisch Akkorde für eingesungene oder eingespielte Melodien. Ich habe mir die Demoversion heruntergeladen, und das Programm einmal getestet.

Das Design von Songsmith ist sehr übersichtlich gehalten, die Bedienung des Programms erfolgt fast intuitiv. Nachdem du ein Mikrophon (z.B. Headsetmikrophon) angeschlossen hast, kannst du auch schon lossingen. Songsmith gibt dir die Drums vor, damit du weißt, wann du singen musst. Nachdem du deine Melodie eingesungen hast, ordnet Songsmith dieser passende Akkorde zu. Nun kannst du dir deinen Song anhören.

Wenn du nun etwas ändern möchtest, ist es möglich einige Modifizierungen vorzunehmen: Du kannst die einzelnen Akkorde verändern oder auch den Stil des Songs. Es gibt 30 verschiedene Stile, die das Arrangement bestimmen z.B. Blues Rock, Funk, Hip Hop, Reggae, Salsa oder Techno. Auch über die Stimmung des Songs kannst du bestimmen, indem du entscheidest, wie viele Punkte du dem Song in den Bereichen „Happy“ und „Jazzy“ gibst. Wenn du einen dieser Werte änderst, ändern sich die Harmonien des gesamten Songs. Wenn du fertig bist, kannst du den Song als Midi, WMA oder WAV exportieren.

Wie hören sich nun die Akkorde an, die Songsmith vorschlägt? Kommen da gute Sachen raus? Das ist schwierig zu sagen. Die Harmonien passen natürlich jeweils zur laufenden Melodie, dafür sind die Harmoniewechsel manchmal unglücklich. Besonders in der Stimmung „unhappy“ habe ich keine guten Ergebnisse bekommen.

Aber auch ohne die Funktion, hätte Songsmith noch punkten können, wenn er nicht ganz so einfach aufgebaut wäre: Einsingen und Akkorde auswählen wäre eigentlich eine gute Idee für einen Musiker, der auf einfache Art und Weise seine Songideen notieren möchte.

Doch dazu wäre z.B. ein kleines virtuelles Keyboard nötig gewesen, um beim Einsingen gleich den Ton zu treffen (man hat schließlich nur einen Drum-Loop als Hintergrund). Tatsächlich gibt es ein Keyboard zu Songsmith, aber dazu muss man auf die Hilfewebsite gehen.

Unpraktisch ist auch, dass die Harmonieauswahl nicht während des Abspielens möglich ist. Man muss sich den Akkord in einem Pop-Up-Drop-Down-Menü aussuchen, während man die Melodie nicht hören kann. Trial and Error wird damit eher zur Qual als zum Vergnügen.

Noch dazu habe ich keine Möglichkeit gefunden, den Song in mehreren Teilen einzusingen. Die Aufnahme beginnt immer von vorne und löscht damit die vorausgegangene Aufnahme. Damit wird es sehr kompliziert und aufwändig einen Song zu erstellen, der aus mehreren Songparts besteht.

Fazit

Für Leute mit musikalischem Hintergrund ist Songsmith nicht zu gebrauchen. Für alle anderen reicht wahrscheinlich die Demoversion: In dieser darf man das Programm für sechs Stunden (reine Laufzeit) in vollem Umfang nutzen. Solange dauert es wohl höchstens, bis man sich damit langweilt.

Hersteller: Microsoft
Preis: 29€
Systemvoraussetzungen: Windows XP (SP2 oder höher) oder Windows Vista, 1GB RAM, 1GHz
Downloadgröße: 98,49MB
Offizielle Microsoft Webseite

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11 Kommentare »

  1. Bei der Akkordwahl ist das Problem, dass wenn man welche ändern will man die Melodie nicht hört? Wenn ich das richtig verstanden habe und es so ist, dann ist das ja totaler Schrott! Wie soll man denn bitte vernünftige Akkorde finden wenn man die Melo nicht hört? Argh! Das ist für Leute die sich auskennen ja schon nervig, also würd ich per Ferndiagnose das Programm für Anfänger schonmal in die Tonne treten ^^

    Kommentare by Schaps — January 28, 2009 @ 4:10 pm

  2. Genau das hab ich gemeint. Ich weiß auch nicht, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Vielleicht hoffen sie, dass man diese Funktion gar nicht nutzt…

    Kommentare by ALICE — January 28, 2009 @ 10:46 pm

  3. Das wäre aber ziemlich berechnend…und zudem frech!

    Kommentare by Schaps — January 28, 2009 @ 11:15 pm

  4. @Schaps: Hehe, das stimmt. :)

    Kommentare by ALICE — January 29, 2009 @ 12:09 am

  5. hmm also für alle die musikmachen wollen würde ich den music maker von magix empfehlen ich hab die rock edition für 20 euro gekauft und bin vollkommen damit zufrieden man kann sogar instrumente an den pc anschliessen und aufnhemen lassen aber es sind auch schon viele vorgegeben bei mir war noch ein gutschein dabei wo ich mich noch extrasoundpools runterladen konnte ebenfalls gibt es noch ein paar probierversionen für mixer die probierversionen laufen 30 tage woman ein demo von dem musicmaker herbekommt weiss ich leider nicht tut mir leid=(

    Kommentare by Marcel — February 7, 2009 @ 1:44 am

  6. @Marcel: Vielen Dank für den Tipp!

    Kommentare by ALICE — February 7, 2009 @ 11:14 am

  7. Hört sich eigentlich ganz cool an für Sänger die aber kein Instrument beherschen. Ich finde es schon Wahnsinn wie sich das alles entwickelt. Wenn ich überlege was ich früher an Geld für Equipment ausgegeben habe. Cubase, Hochperformanter PC, ADAT etc. Da war unter 10.000 EUR nichts möglich. Heute kann man ne Pre-Production oder Songwriting am PC für nen “Appel un nen Ei” machen.

    Kommentare by Tom — April 7, 2009 @ 9:40 am

  8. @Tom: Das ist wahr, allerdings sind die Ohren der heutigen Hörer auch um einiges verwöhnter. Um mit billigem Equipment mit den anderen mithalten zu können, braucht man schon einiges an Skills.

    Kommentare by ALICE — April 8, 2009 @ 2:31 pm

  9. Gut geschrieben, denke auch dass sowas Schwachsinn ist! Vor allem nimmt es uns Künstlern die ‘Besonderheit’ bzw EInzigartigkeit weg (die wir eigentlich eh nicht mehr besitzen)…

    Weiter so!

    Kommentare by Robby — April 16, 2009 @ 9:10 pm

  10. immerhin sind mit Songsmith ein paar lustige Remixe entstanden, zB

    http://www.youtube.com/watch?v=22AWPW5s4EA

    Kommentare by Günther — April 24, 2009 @ 10:20 pm

  11. @Günther: Das ist wahr. Danke für den Link!

    Kommentare by ALICE — April 25, 2009 @ 2:23 am

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