Veröffentlicht am 13.November 2008
Für viele Künstler ist Myspace die Plattform, auf der sie sich der Welt präsentieren. Ein Myspace-Profil ist schnell eingerichtet und man ist sofort Teil eines weltweit bekannten Social Network. Oft dient Myspace für Musiker allerdings als Ersatzwebseite. Myspace-Profile sind aber keine Webseiten, sondern eben Profile. Musiker, die Myspace als Ersatzwebseite verwenden, haben deswegen einige Nachteile gegenüber Musikern mit richtigen Webseiten.
Wenig Platz
Auf Myspace hat man nur eine einzige Seite und nicht einmal diese kann man vollständig nutzen. Die Kästchen, die man zur Verfügung hat, um sie mit Text zu füllen, sind sehr begrenzt und haben teilweise schon spezielle Überschriften. Worüber man schreibt, ist also schon vorgegeben. Sich über einen Künstler ausführlich zu informieren, ist bei Myspace also kaum möglich.
Das Platzproblem betrifft nicht nur die Optik: Mittlerweile kann man zwa 10 Audiotracks hochladen, ist man aber bereits seit längerer Zeit musikalisch aktiv oder hat man verschiedene Projekte, kann es mit den 10 freien Slots knapp werden.
Unübersichtlichkeit
Was die Übersichtlichkeit betrifft, ist Myspace nicht gerade vorbildlich aufgebaut. Musikern, die sich öfter auf Myspace bewegen, fällt das wahrscheinlich kaum auf, aber als normaler User ist man diesen Seitenaufbau nicht gewohnt. In Deutschland ist Myspace noch lange nicht so weit verbreitet, wie etwa in Nordamerika und deswegen kann es sein, dass sich einige User nicht sofort auf der Seite auskennen. Und Besucher, die sich auf einer Seite nicht zurecht finden, kommen in der Regel auch nicht mehr wieder.
Einheitsbrei
So sehr man am Design herumspielen mag, man bleibt bei Myspace immer einer von vielen. Einen intensiven Eindruck vermag man mit seinem Myspace-Profil kaum zu vermitteln, dazu ist zu viel schon vorgegeben.
Suchmaschinentauglichkeit
Um besser von Suchmaschinen gefunden und gerankt zu werden, ist es empfehlenswert, Webseiten für Suchmaschinen zu optimieren. Doch Myspace lässt sich kaum optimieren, was die On-Page-Optimierung betrifft (also Optimierungen, die auf der Seite stattfinden). Damit verschenkt man eine gute Suchmaschinenposition.
Eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten
Dieses Manko wird oft vergessen: Nur Mitglieder von Myspace können dich über dein Myspace-Profil kontaktieren. Da es unwahrscheinlich, dass etwa ein Hörer, der über dein Profil gestolpert hast und eine Frage hat, sich extra deswegen beim Myspace anmeldet, verlierst du so wertvolle Kontaktmöglichkeiten.
Pimp My Space
Natürlich kannst du selbst dazu beitragen, dass dein Myspace-Profil den Besuchern mehr geben kann.
Domain registrieren
Wenn du Myspace als Homepage nutzen möchtest, ist es von Vorteil, eine Domain zu registrieren und diese auf dein Myspace-Profil weiterzuleiten. Mit einem echten Domainnamen wirkst du professioneller, außerdem ist es wahrscheinlicher, dass sich dein Besucher deinen Domainnamen statt deines Profilnamen merkt.
E-Mail Adresse hinterlassen
Hinterlasse deutlich sichtbar deine E-Mail-Adresse als Kontaktinformation. Um Spamming zu vermeiden, solltest du sie als E-Mail-Adresse für Maschinen unkenntlich machen, etwa in dem du das @ durch [AT] oder {at} ersetzt.
Links
Wenn du eine eigene Webseite oder andere Profile in Social Networks hast, verlinke die wichtigsten dieser Seiten. So kann dein Besucher bei Bedarf weitere Informationen finden.
Musik-Hinweise
Hast du bereits eine CD veröffentlicht oder ein paar Downloadtracks bereitstehen? Dann erwähne das unbedingt in deinem Profil, zusammen mit der dazugehörigen Internetadresse. Ich habe mich schon über einige Profile ärgern müssen, auf denen ich ein paar großartige Tracks gefunden habe, aber sonst keine Information, wo man diese Tracks erwerben kann. Durch so etwas verliert man potenzielle Hörer, Käufer und Fans.
Wichtig: Schreibe diese Sachen nicht (nur) in deinen Myspace-Blog. Wichtige Informationen sollten dem Besucher direkt ins Auge springen und dort auch Bestand haben.
Mein Myspace-Profil findet ihr übrigens unter:
http://www.myspace.com/412085086
Aktion
Im Moment läuft eine coole Aktion bei Myspace: Für jeden Freund des Utopia.de-Profils wird ein Baum in Tansania gepflanzt.
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Myspace = sinkendes Schiff?
dennoch bis 2007 state-of-art Musik/Jugendplattform (Heutzutage sogar immer noch für Musik).
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ich fand myspace schon immer scheiße