Wie man seinen Kopf frei bekommt

In unserem Alltag gibt es oft so viel zu bedenken, dass es selten ist, dass wir jemals den Kopf richtig frei haben. Zwar ist gezieltes Denken ein gutes Werkzeug, wird man jedoch von der Gedankenflut übernommen, bleibt vom Denken wenig Konstruktives übrig. In vielen Situationen können unkontrollierte Gedankenströme sogar besonders störend sein, z.B. wenn man versucht, sich zu konzentrieren.

Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, mit denen man die Gedanken in seinem Kopf auf einen Bruchteil reduzieren kann.

1.Tagebuch schreiben

Lieber die Gedanken auf einem (virtuellen) Blatt Papier, als im Kopf. Es ist erstaunlich wie sehr es helfen kann, Gedanken niederzuschreiben. Sind sie einmal auf das Papier gebannt, hat man das Gefühl, dass es keinen Grund gibt, sich mehr damit zu beschäftigen – schließlich stehen sie schon irgendwo.
Bei Tagebüchern dieser Art, geht es nicht darum, den Tag oder den Tagesablauf zu dokumentieren, sondern lediglich darum die Gedanken niederzuschreiben, die einen im Moment beschäftigen.
Am sinnvollsten ist es, regelmäßig Tagebuch zu schreiben. So verhinderst du, dass sich Gedanken über einen längeren Zeitraum aufschaukeln und zu einem riesigen Komplex werden.

2.Kreativität

Kreativer Selbstausdruck ist eine weitere Möglichkeiten, seinen Kopf leer zu kriegen. Warum nicht die Gedanken und Gefühle, die dir im Kopf herum gehen dazu nutzen, einen Roman oder einen Song zu schreiben? Durch die kreative Beschäftigung mit einem Thema, kannst du selbst größere Themenkomplexe vollständig abhaken. Nicht zu vergessen, gleicht der Flow-Zustand, in den man kommt, wenn man sich kreativ betätigt, bereits einem Zustand der Leere.

3.Listen

Oft geht uns so viel durch den Kopf, weil wir so viel zu tun haben und uns an so viele Dinge erinnern müssen. Weil man im Kopf keine Notizzettel schreiben kann, muss unser Geist wichtige Dinge ständig im Bewusstsein halten, was dazu führt, dass wir wieder und wieder das gleiche denken. Was für eine Gedankenverschwendung!
Doch glücklicherweise gibt es eine Abhilfe: Listen. Indem man Listen dazu nutzt, die wichtigen Dinge zu verwalten, an die man sich sonst ständig erinnern müsste, räumt man damit einige Gedanken auf.
Nutze eine To-Do-Liste, um dich daran zu erinnern, was du heute noch machen möchtest. Nutze eine Ideenliste, um alle Ideen festzuhalten, die dir in den Sinn kommen. Nutze eine Einkaufsliste, um deinen Einkauf zu organisieren. Und so weiter.
Solche Listen helfen dir nicht nur, deinen Kopf zu entlasten, sondern auch, dich längerfristig an Dinge zu erinnern, die du sonst vergessen würdest.
Ich führe zum Beispiel eine Liste mit Ideen für Blogartikel. Diese Liste führt mittlerweile über 150 Ideen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich an Ideen, die ich vor einem halben Jahr hatte, erinnern würde, wenn ich diese Liste nicht hätte. So ist es jedoch ganz einfach.

4.Meditation

Gedanken aufzuräumen lässt sich auch durch einfaches Üben lernen. Beim Meditieren versucht man sich auf die eigene Leerheit und damit einhergehenden Frieden zu konzentrieren und erschafft so nahezu einen Zustand der Gedankenlosigkeit.
Meditation übt man meistens an einem ruhigen Ort in einer ruhenden Position. Wenn man etwas geübter ist, kann man aber in jedem Zustand meditieren. Gedankenüberfluss ist ab diesem Punkt kein Problem mehr. Ein sehr effektives Buch, das dabei hilft, sich langfristig in einen Meditationszustand zu bringen, ist The Power Of Now. Möchtest du deinen Kopf wirklich frei bekommen, kommst du um Meditation nicht herum.

5.Neue Ordnung schaffen

Durch eine Philosophie mit festen Prinzipien gibst du deinem Bewusstsein die Möglichkeit, Dinge übersichtlich einzuordnen, statt wild durcheinander zu werfen. Mehr dazu findest du im Artikel Prinzipien und Gedankenmodelle.

Wenn du erst mal so weit bist, wirst du bemerken, wie viel angenehmer es ist, sich nicht von seinen Gedankenströmen beherrschen zu lassen. Aus einem Gefühl der Ruhe und des Friedens wird schließlich ein Gefühl des tiefen inneren Glücks. Es ist sicherlich nicht einfach, aus dem Sog des Gedankenstroms herauszukommen, doch jeder Schritt, der daraus hinaus führt, lohnt sich sofort.

Veröffentlicht am 21.Oktober 2009

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3 Responses to Wie man seinen Kopf frei bekommt

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  2. vito says:

    hallo danke dass du dir mühe gegeben hast so ein gutes thema anzuschreiben, es ist wirklich hilfreich….
    muss mal sehen obs in der praxis sich bewehrt, kannst du mir vielleicht noch nen ratschlag geben.
    also ich kaufe mir aufjedenfall mal ein tagebuch.
    aber das mit den listen hab ich nicht verstanden.
    du hast eine liste für ideen! das find ich soweit gut da kann man sichja ein buch kaufen und alles reinschreiben
    eine liste bzw to-do-liste für heute oder die ganze woche das wird dann schwieriger
    weil die aufgaben die erledigt sind kann man ja durchstreichen, wie machst du das dann? blätter rausreißen?

    stelle mir das schon bischen kaufmännisch vor :)

    liebe grüße

  3. ALICE says:

    Hehe, also ich benutze tatsächlich digitale Dokumente. Da geht das Löschen ganz problemlos.

    To Do Listen kreiere ich aber regelmäßig neu (auf einem Stück Papier) – das dauert ja nur 2 Minuten.

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